Beste Restaurants Berlin

Die besten Restaurants in Berlin

Längst vorbei sind die dunklen Zeiten, in denen in Berlin kaum ein Michelin-Stern leuchtete. Mittlerweile ist die Hauptstadt eine blühende Landschaft an herausragenden Fine-Dining-Adressen. Wir kennen die besten Restaurants in Berlin – oder zumindest: Jene Adressen, die die Redaktion von Herzen empfehlen würde. Dabei hat nicht jedes Lokal einen Stern. Aber derartige Auszeichnungen sind in Berlin ohnehin zweitrangig…


GOLVET

Ehrliche Bodenständigkeit und gehobene Küche: Wie passt das zusammen? Die kulinarische Antwort gibt’s im GOLVET. Hier kocht Jonas Zörner herrlich unaufgeregte und zugleich raffinierte regionale Küche. Beispielsweise: „Blumenkohl, Meerettich, Sonnenblumen, Salzzitrone & Bockshornklee“ oder „Reh Wellington, Schnittlauch, Holunder & Sauce Foyot“. Beeindruckend ist Zörners Blick für das Wesentliche und sein Sinn für die Feinarbeit. Ebendiese hohe Kunst, in einfachen aber qualitativ sehr guten Zutaten die Schönheit zu erkennen, brachte dem Koch einen Michelin-Stern ein. Zu Recht, wie wir finden. Dazu gibt’s exzellente Weine, eine herausragende Bar und einen sagenhaften Blick über den Potsdamer Platz. Kurzum: Absolut lohnenswert!


Charlotte & Fritz

Einst behauste das Fünf-Sterne-Haus Regent Berlin eines der ersten Michelin-Stern-Restaurants der Haupstadt: Das Fischer’s Fritz. Doch alles hat einmal ein Ende und das Regent feilt seit einiger Zeit an einem weitaus lässigeren Image. Da zahlt das Charlotte & Fritz in jedem Fall ein. Denn hier gelingt der Spagat zwischen altehrwürdiger Regent-Heritage und zeitgenössischem Berliner Lifestyle. „Fine. Farm. Food“ ist das Credo in dem schönen, durchaus eleganten aber nicht überkandidelten Restaurant am Gendarmenmarkt. Küchendirektor Jörg Lawerenz und sein Team fokussieren sich auf heimatliche, frische Küche und ausgewählte Produkte aus der Region. Auf der Karte finden sich (aktuell) Leckereien wie „Tagliatelle in Steinpilzrahm“ oder „Maishähnchenbrust und gehobelter Trüffel“. Chefredaktion Frieda Hintze besuchte übrigens das Charlotte & Fritz kurz nach der Eröffnung – hier geht’s zur Restaurantkritik.


Nobelhart & Schmutzig

Nachhaltig beeindruckend ist das Konzept und die Küche im Nobelhart & Schmutzig auf der Friedrichstraße: Hier wird „brutal lokal“, also konsequent regional gekocht. Zutaten, die nicht in der Region wachsen, sprich Pfeffer, Koriander oder Basilikum, werden bei den Gerichten nicht verwendet. Stattdessen würzt man mit Meerrettich oder Selleriesamen. Auch das Interieur ist anders, als das Altbekannte: Die Gäste nehmen an einem Holztresen Platz, in der Mitte arbeitet das Team rund um Billy Wagner und Micha Schäfer perfekt miteinander. Dabei zuzusehen hat etwas Hypnotisches. Jeder aus dem Team serviert und erklärt die Gerichte. Wer mag kann auch mit den Händen essen. Dazu empfiehlt Wagner, einer der bekanntesten Sommelier Deutschlands, einen Wein aus der 600 Posten starken Weinkarte. Der Gast kann aber auch seinen eigenen Tropfen mitbringen. Aber Obacht! Das kann zum Risikospiel werden: Denn Wagner selbst entscheidet allein nach dem Geschmack, wie viel Korkgeld er verlangt. Das können mal 1 Euro, mal 50 Euro sein. Alles anders im Nobelhart & Schmutzig – kein Wunder, dass über dem Restaurant ein Michelin-Stern funkelt. Es dürfte nicht der letzte sein.


Zenkichi

Ganz ohne Frage ist das Zenkichi der beste Japaner und zugleich eines der besten Restaurants in der Stadt. Nur: Sushi gibt’s hier nicht. Dafür umwerfend aromatische, feine vier- oder acht-Gänge-Menü. Auch das Dinieren à la Carte ist möglich, doch die Menüs sind perfekt aufeinander abgestimmt und überraschen mit ihrer Vielseitigkeit: Frischeste Auster, zartes Sashimi, die beste Miso-Suppe der Stadt, köstlich-krosses Tempura, würziger Schweinebauch – die japanische Küche kann so viel mehr, als „nur“ gefüllte Reisröllchen. Ebenfalls absolut erwähnenswert: Die eindrucksvolle Auswahl an Sake. Riesling und Grauburgunder findet man hier nicht. Stattdessen empfiehlt sich ein geführtes Sake-Tasting: Selbst der Weintrinker wird überrascht sein, wie vielfältig der japanische Reiswein schmecken kann.

Eigentlich sollte man gar nicht zu viel über das Zenkichi schreiben, denn diese Perle der japanischen Esskultur sollte der Gast unvorbereitet erleben dürfen. Nur so viel: Das Interieur ist genauso authentisch, wie die Kreationen, die serviert werden – und ganz anders, als man es sonst aus Restaurants kennt. Unbedingt hingehen, unbedingt selbst erleben!


POTS Berlin

Mit der aufwändigen Renovierung des Ritz-Carlton Berlin im Jahr 2019 erstrahlt das Fünf-Sterne-Haus nicht nur im sagenhaften Gatsby Stil. Auch ein neues kulinarisches Konzept zog ein. Das Restaurant POTS hat einen prominenten kulinarischen Patron – nämlich Dieter Müller – und bietet moderne deutsche Küche. Chef de Cuisine Frederik Grieb und sein Team interpretieren hier Klassiker wie Klopse, Zander und Kohl neu und auf besonders schmackhafte Art und Weise. Überraschend leicht kommen die Kreationen im POTS daher. Dabei gilt als Gebot „Sharing is Caring“. Soll heißen: Die Gerichte werden in die Mitte des Tisches gestellt. Zu teilen und beim anderen zu probieren ist ausdrücklich erwünscht. Ganz herausragend ist der Sonntagsbrunch im POTS.

Ein Must-Do für alle, die gerne ausgiebig kulinarisch in den Sonntag bummeln. Auch für Berliner ein echter Geheimtipp!


Hugo’s

Über den Dächern von Westberlin speist man im Hugo’s im InterContinental Berlin beim sagenhaften Ausblick. Seit seiner Neueröffnung im September 2015 präsentiert sich das Restaurant im jungen, frischen Gewand. Chef de Cuisine ist Eberhard Lange, der produktbezogene, aber geschmacklich vielschichtige Kreationen serviert.  Da finden sich moderne, aber reduzierte Kompositionen wie „Hüfte vom Wagyu-Rind aus dem Feuer, Steinpilze, Amalfi-Zitrone, Berner Sauce“ und ausgefallenere Desserts wie „Zitrone & Joghurt, Salzzitrone, Petersilienjoghurt, Pinienkerne, Paprikasorbet“ auf der Karte. Zwischen drei Menüs kann der Gast im HUGOS wählen – eines davon ist (neuerdings) vegetarisch.  Was im Hugo’s besonders auffällt ist das junge Team: Restaurantleiter Jan Schulze Köhling und den Sommelier Manfred Welter gehen mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft an ihre Arbeit und entstauben das Image der Sterneküche gekonnt. Absolut empfehlenswert und ganz ohne Frage eines der besten Restaurants in Berlin.


Rutz

Im unteren Stock kommt Bodenständiges auf den Tisch wie Blutwurstbrot, Neuköllner Schinkenknacker, Eisbein und Bohneneintopf. Im ersten Stock wird mit Zwei Sternen ausgezeichnete Gourmet-Kulinarik serviert: Dem Rutz in der Berliner Chausseestraße gelingt es, mit zwei Konzepten eine Einheit zu bilden. Dabei ist das wichtigste Verbindungsglied ist die ausgezeichnete Weinauswahl, wofür das Rutz bekannt ist (Billy Wagner aus dem Nobelhart & Schmutzig war hier lange Zeit Sommelier). Chef de Cuisine Marco Müller bezeichnet seine Küche als „Globale Aromenküche“, gilt als Querdenker und richtet seine teilweise nur Tapas-großen Gerichte akkurat auf dem Tisch an. Beim Inspirations-Menü spricht man auch nicht von Gängen, sondern von „Erlebnissen“. Und wahrlich: Der Besuch im Rutz kommt einem Erlebnis gleich.


Tim Raue

Seit Ende 2012 hat Tim Raue für sein gleichnamiges Restaurant den zweiten Michelin-Stern. Raues asiatisch inspirierte Küche sucht seinesgleichen in Deutschland und verzichtet bewusst auf schwere Beilagen wie Brot und Reis. Die Aromen der frischen und exotischen Ingredienzien in Kreationen wie „Jakobsmuschel, Holunderblüte & Grüner Thai Pfeffer“ oder „Zander mit zehn Jahre alter Kamebishi Sojasauce“ sorgen für ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Der Michelin Guide schreibt, Tim Raue legt „Passion und höchstes Engagement an den Tag. Das Ergebnis: asiatisch inspirierte Speisen voller Finesse, Kontraste und ausgewählter Zutaten. Ebenso niveauvoll runden Service und Sommelier mit Herzlichkeit und Know-how das exquisite Bild ab.“ Wir hätten es nicht besser ausdrücken können.


Horváth

Die Tester des berühmten Guide Michelin loben die Küche als „ausdrucksstark und kreativ“, den Service „als besonders herzlich“: Das Horváth am Paul-Lincke-Ufer in Berlin-Kreuzberg steht unter der Leitung des Österreichers Sebastian Frank. 2015 wurde er mit dem zweiten Michelin-Stern ausgezeichnet. Das Credo im Horváth: „Kreativität durch Zensur“. Typische Luxusprodukte wie Hummer und Kaviar findet man hier nicht, wohl aber jede Menge regional inspirierte Gerichte und die wohl beste vegetarische Küche der Stadt – denn darauf liegt der Fokus im Horváth.


Lorenz Adlon Esszimmer

Das Sterne-Restaurant Lorenz Adlon Esszimmer im legendären Adlon Hotel ist ohne Frage eines der besten Restaurants in Berlin und bietet neben vorzüglicher Küche einen schönen Blick auf das Brandenburger Tor. Hendrik Otto kreiert hier Meisterwerke, die Tradition mit Moderne verbinden. Klassiker wie die „Bretonische Seezunge Lorenz Adlon“, die schon in ähnlicher Art und Weise Anfang des 20. Jahrhunderts im damaligen Hotel-Restaurant serviert wurde, finden sich ebenso auf der Karte wie moderne, filigrane Gerichte. Dank Ottos perfektionistischer und origineller Kochkunst wurde er vom Restaurantführer „Gusto“ zum Koch des Jahres 2013 gewählt.


Bellucci Berlin

Es ist (zumindest unserer Meinung nach) der beste Italiener in Berlin – und das hat was zu heißen. Die Rede ist vom Belluci Berlin. Hier servieren Adriano Hess und sein Team richtig gute italienische Klassiker. Sei es das Vitello Tonnato als Vorspeise, die Trüffelpasta aus dem Parmesanleib (mit viel Tamtam wird dies am Tisch zubereitet), oder dass „Filetto di manzo alla griglia“ (zartes, perfekt gegrilltes argentinisches Rinderfilet mit Barolo-Rotweinsauce und Sauce Bernaise, 28,00 Euro). Dazu gibt’s gute Weine und jede Menge Prominenz. Denn der illustre Gastgeber Adriano kennt – so zumindest scheint es, wenn man hier zu Gast ist, Gott und die Welt.


 

Sie wollen deutschlandweit fein essen gehen? Wir kennen die besten Szene-Restaurants des Landes.


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