die besten Restaurants in Berlin

Die besten Restaurants in Berlin

© Reinstoff

Längst vorbei sind die dunklen Zeiten, in denen in Berlin kaum ein Michelin-Stern leuchtete. Mittlerweile ist die Hauptstadt eine blühende Landschaft an herausragenden Fine-Dining-Adressen. Wir kennen die besten Restaurants in Berlin – oder zumindest: Jene Adressen, die die Redaktion von Herzen empfehlen würde. Dabei hat nicht jedes Lokal einen Stern. Aber derartige Auszeichnungen sind in Berlin ohnehin zweitrangig…


Martha’s

Keine Sterne, aber Klasse – und vor allem eine sagenhaft kreative Küche: Das Martha’s in Schöneberg ist in der Berliner Gastro-Szene längst kein Geheimtipp mehr und ganz ohne Frage eines der besten Restaurants in Berlin. Geschäftsreisende, Kiezbewohner, Touristen und Hipster speisen hier in völliger Harmonie nebeneinander an den groben Holztischen und bei gedimmten Licht. Warum auch nicht? Das Essen macht glücklich, es beseelt. Dabei überrascht, was Chefkoch Manuel Schmuck aus einer einfachen Zutat wie Sellerie kreiert. Seine Küche ist anspruchsvoll und Regel brechend – und das macht sagenhaft viel Spaß: Dazu ein lockerer, aber exzellenter Service. Wer braucht da schon Sterne oder gar starre Konzepte?


Reinstoff

Es ist eine der Gourmet-Institutionen in Berlin: Das Reinstoff in Mitte. Zwei Sterne hält Chef de Cuisine Daniel Achilles seit vielen Jahren. Dabei loben seine Liebhaber vor allem die avantgardistischen Kreationen wie „Eiszapfen und Obatzter“ oder „Heilbutt aus dem Verveine-Öl“. Komplementiert wird das Reinstoff in den Edison Höfen von Sabine Demel, Gastgeberin und seit fast 15 Jahren Gefährtin von Daniel Achilles – beruflich wie auch privat. Übrigens: Zwei Mal im Jahr verwandelt sich das Reinstoff ins Freistoff. Dann wischt Achilles die funkelnden Michelin-Sterne für ein paar Wochen beiseite, tauscht die Stofftischdecken gegen Packpapier aus und lädt die Gäste auf eine kulinarische Reise ein. Die Küche ist immer noch anspruchsvoll und herausragend, aber vor allem auch für den kleineren Geldbeutel gedacht. So kann jeder Mal im Reinstoff, einem der besten Restaurants in Berlin, dinieren. Ein tolles Konzept, das den Freigeist des Hauses widerspiegelt.


Nobelhart & Schmutzig

Nachhaltig beeindruckend ist das Konzept und die Küche im Nobelhart & Schmutzig auf der Friedrichstraße: Hier wird „brutal lokal“, also konsequent regional gekocht. Zutaten, die nicht in der Region wachsen, sprich Pfeffer, Koriander oder Basilikum, werden bei den Gerichten nicht verwendet. Stattdessen würzt man mit Meerrettich oder Selleriesamen. Auch das Interieur ist anders, als das Altbekannte: Die Gäste nehmen an einem Holztresen Platz, in der Mitte arbeitet das Team rund um Billy Wagner und Micha Schäfer perfekt miteinander. Dabei zuzusehen hat etwas Hypnotisches. Jeder aus dem Team serviert und erklärt die Gerichte. Wer mag kann auch mit den Händen essen. Dazu empfiehlt Wagner, einer der bekanntesten Sommelier Deutschlands, einen Wein aus der 600 Posten starken Weinkarte. Der Gast kann aber auch seinen eigenen Tropfen mitbringen. Aber Obacht! Das kann zum Risikospiel werden: Denn Wagner selbst entscheidet allein nach dem Geschmack, wie viel Korkgeld er verlangt. Das können mal 1 Euro, mal 50 Euro sein. Alles anders im Nobelhart & Schmutzig – kein Wunder, dass über dem Restaurant ein Michelin-Stern funkelt. Es dürfte nicht der letzte sein.


Restaurant 44

Sterne hat das Restaurant 44 im Swissôtel Berlin zwar nicht, vom Michelin Guide wurde es dennoch mit einem Bib Gourmand ausgezeichnet. Für uns zählt das Restaurant 44 auch deshalb zu den besten Restaurants in Berlin, weil zur kreativen Schweizer Küche ein fantastischer Ausblick über den Kurfürstendamm serviert wird. Chefkoch ist der gebürtige Schweizer André Egger, der die Klassiker der alpinen Küche modern und leichtfüßig interpretiert. Da finden sich Gerichte wie „Blumenkohl-Rahm | Apfelglace | Raclette Crème brûlée“ oder  „Schweizer Rindstatar | Belper Knolle | huusgebackenes Sauerteigbrot“. Dabei hält man es im Restaurant 44 leger, der Dresscode ist Smart Casual, die Stimmung gemütlich – wie man es aus unserem Nachbarland eben kennt.

Tipp im Winter: Zwischen November und März bietet das Restaurant 44 Fondue- und Raclette-Abende an. Besonders schön: Im Sommer können die Gäste auf der Dachterrasse bei Lounge-Musik einen Snack und einen Cocktail von der Bar genießen  (herausragend ist die Auswahl an Gin und Tonics.


Zenkichi

Ganz ohne Frage ist das Zenkichi der beste Japaner und zugleich eines der besten Restaurants in der Stadt. Nur: Sushi gibt’s hier nicht. Dafür umwerfend aromatische, feine vier- oder acht-Gänge-Menü. Auch das Dinieren à la Carte ist möglich, doch die Menüs sind perfekt aufeinander abgestimmt und überraschen mit ihrer Vielseitigkeit: Frischeste Auster, zartes Sashimi, die beste Miso-Suppe der Stadt, köstlich-krosses Tempura, würziger Schweinebauch – die japanische Küche kann so viel mehr, als „nur“ gefüllte Reisröllchen. Ebenfalls absolut erwähnenswert: Die eindrucksvolle Auswahl an Sake. Riesling und Grauburgunder findet man hier nicht. Stattdessen empfiehlt sich ein geführtes Sake-Tasting: Selbst der Weintrinker wird überrascht sein, wie vielfältig der japanische Reiswein schmecken kann.

Eigentlich sollte man gar nicht zu viel über das Zenkichi schreiben, denn diese Perle der japanischen Esskultur sollte der Gast unvorbereitet erleben dürfen. Nur so viel: Das Interieur ist genauso authentisch, wie die Kreationen, die serviert werden – und ganz anders, als man es sonst aus Restaurants kennt. Unbedingt hingehen, unbedingt selbst erleben!


Hugo’s

Über den Dächern von Westberlin speist man im Hugo’s im InterContinental Berlin beim sagenhaften Ausblick. Seit seiner Neueröffnung im September 2015 präsentiert sich das Restaurant im jungen, frischen Gewand. Chef de Cuisine ist Eberhard Lange, der produktbezogene, aber geschmacklich vielschichtige Kreationen serviert.  Da finden sich moderne, aber reduzierte Kompositionen wie „Hüfte vom Wagyu-Rind aus dem Feuer, Steinpilze, Amalfi-Zitrone, Berner Sauce“ und ausgefallenere Desserts wie „Zitrone & Joghurt, Salzzitrone, Petersilienjoghurt, Pinienkerne, Paprikasorbet“ auf der Karte. Zwischen drei Menüs kann der Gast im HUGOS wählen – eines davon ist (neuerdings) vegetarisch.  Was im Hugo’s besonders auffällt ist das junge Team: Restaurantleiter Jan Schulze Köhling und den Sommelier Manfred Welter gehen mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft an ihre Arbeit und entstauben das Image der Sterneküche gekonnt. Absolut empfehlenswert und ganz ohne Frage eines der besten Restaurants in Berlin.


Rutz

Im unteren Stock kommt Bodenständiges auf den Tisch wie Blutwurstbrot, Neuköllner Schinkenknacker, Eisbein und Bohneneintopf. Im ersten Stock wird mit Zwei Sternen ausgezeichnete Gourmet-Kulinarik serviert: Dem Rutz in der Berliner Chausseestraße gelingt es, mit zwei Konzepten eine Einheit zu bilden. Dabei ist das wichtigste Verbindungsglied ist die ausgezeichnete Weinauswahl, wofür das Rutz bekannt ist (Billy Wagner aus dem Nobelhart & Schmutzig war hier lange Zeit Sommelier). Chef de Cuisine Marco Müller bezeichnet seine Küche als „Globale Aromenküche“, gilt als Querdenker und richtet seine teilweise nur Tapas-großen Gerichte akkurat auf dem Tisch an. Beim Inspirations-Menü spricht man auch nicht von Gängen, sondern von „Erlebnissen“. Und wahrlich: Der Besuch im Rutz kommt einem Erlebnis gleich.


Tim Raue

Seit Ende 2012 hat Tim Raue für sein gleichnamiges Restaurant den zweiten Michelin-Stern. Raues asiatisch inspirierte Küche sucht seinesgleichen in Deutschland und verzichtet bewusst auf schwere Beilagen wie Brot und Reis. Die Aromen der frischen und exotischen Ingredienzien in Kreationen wie „Jakobsmuschel, Holunderblüte & Grüner Thai Pfeffer“ oder „Zander mit zehn Jahre alter Kamebishi Sojasauce“ sorgen für ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Der Michelin Guide schreibt, Tim Raue legt „Passion und höchstes Engagement an den Tag. Das Ergebnis: asiatisch inspirierte Speisen voller Finesse, Kontraste und ausgewählter Zutaten. Ebenso niveauvoll runden Service und Sommelier mit Herzlichkeit und Know-how das exquisite Bild ab.“ Wir hätten es nicht besser ausdrücken können.


Horváth

Die Tester des berühmten Guide Michelin loben die Küche als „ausdrucksstark und kreativ“, den Service „als besonders herzlich“: Das Horváth am Paul-Lincke-Ufer in Berlin-Kreuzberg steht unter der Leitung des Österreichers Sebastian Frank. 2015 wurde er mit dem zweiten Michelin-Stern ausgezeichnet. Das Credo im Horváth: „Kreativität durch Zensur“. Typische Luxusprodukte wie Hummer und Kaviar findet man hier nicht, wohl aber jede Menge regional inspirierte Gerichte und die wohl beste vegetarische Küche der Stadt – denn darauf liegt der Fokus im Horváth.


Lorenz Adlon Esszimmer

Das Sterne-Restaurant Lorenz Adlon Esszimmer im legendären Adlon Hotel ist ohne Frage eines der besten Restaurants in Berlin und bietet neben vorzüglicher Küche einen schönen Blick auf das Brandenburger Tor. Hendrik Otto kreiert hier Meisterwerke, die Tradition mit Moderne verbinden. Klassiker wie die „Bretonische Seezunge Lorenz Adlon“, die schon in ähnlicher Art und Weise Anfang des 20. Jahrhunderts im damaligen Hotel-Restaurant serviert wurde, finden sich ebenso auf der Karte wie moderne, filigrane Gerichte. Dank Ottos perfektionistischer und origineller Kochkunst wurde er vom Restaurantführer „Gusto“ zum Koch des Jahres 2013 gewählt.

Sie wollen deutschlandweit fein essen gehen? Wir kennen die besten Szene-Restaurants des Landes.


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