The Balmoral Edinburgh

The Balmoral Edinburgh: Glamour seit 1902

Für Vielreisende klingt der Name Rocco Forte wie Musik in den Ohren. Und das aus gutem Grund: Die kleine, feine Gruppe bietet feinste Hotellerie. Da macht das The Balmoral Edinburgh keine Ausnahme. Hier residiert man in viktorianischem Glanz. Unsere Chefautorin Frieda Hintze war vor Ort – und schwelgte für eine Nacht im Glamour vergangener Tage.

The Balmoral Edinburgh

Es gibt unzählige Wahrzeichen in Edinburgh. Und eines davon ist ohne Frage das The Balmoral, das direkt über der Waverley Station thront. Das Fünf-Sterne-Haus wurde 1902 als The North British Station Hotel eröffnet und ist eine echte Schönheit. Die eindrucksvolle, viktorianische Architektur strahlt ganz ohne Frage etwas Düsteres – aber nicht minder Erhabenes – aus. Umso gemütlicher geht es im Inneren zu.

The Balmoral Edinburgh

Die 187 Zimmer und Suiten sind prachtvoll eingerichtet – und tragen eindeutig die Handschrift von Olga Polizzi, der Schwester von Sir Rocco Forte. Wie alle Hotels der Kette, war sie auch beim The Balmoral für das Interieur und Design zuständig. Ihr exquisiter und unverkennbarer Geschmack manifestiert sich in jedem Detail: Kunstvoller Stuck an den Decken, gigantische (!) Marmobäder, feinste Antiquitäten, skulpturale Dekoration, gemusterte Tapeten, schwere Vorhänge, weiche Teppiche, Kissen mit gestickten Tiermotiven.

The Balmoral Edinburgh

Das Ambiente ist wahrhaft royal, aber alles andere als plüschig oder eingestaubt. Vor allem die Suiten schlagen einen gekonnten Bogen zwischen Moderne, Historie und Kunst. Wie beispielsweise in der eleganten Glamis Suite. Die ist aber bei unserem Besuch leider belegt. Wie fast alle anderen Zimmer in dem Haus auch. Im The Balmoral herrscht Hochbetrieb. Es verwundert uns kaum.

The Balmoral Edinburgh

Stunden verstreichen lassen – im The Balmoral Edinburgh

Wäre die Stadt Edinburgh nicht so wunderschön, man würde es sich am liebsten mit einer Tasse Tee auf den weichen Sofas gemütlich machen und die Stunden verstreichen lassen. Oder im beachtlich großen Pools des Opas ein paar Bahnen ziehen, um sich danach wieder einzukuscheln.

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Es verwundert einen kaum, dass die J. K. Rowling hier, in dem Hotel ihren sieben und letzten Teil der Harry Potter-Reihe schrieb – und vollendete. Aus gutem Grund trägt eine Suite auch den Namen der berühmten Autorin.

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Rowling ist selbstverständlich nicht der einzige prominente Gast im The Balmoral gewesen. Sir Sean Connery war es beispielsweise, der das Fünf-Sterne-Haus unter der Fahne Rocco Forte im Jahre 1997 wiedereröffnete. Ihm zu Ehren hängen in den Badezimmern des Hotels auch Schwarz-Weiß-Fotografien des Schauspielers aus James-Bond-Zeiten.

The Balmoral Edinburgh

In den 1960er und 1970er Jahren kehrten wiederum Sophia Lauren und Liz Taylor bevorzugt im The Balmoral ein, während Queen Mum regelmäßig sonntags vorbeikam, um Roastbeef zu genießen.

Edinburgh zu Fuß erkunden

Wem der Sinn nach Erlebnissen und luxuriösen Abenteuern steht, der kann über das Hotel Aktivitäten direkt buchen: Ob Golf Experience, Gin und Scotch Tastings oder eine Jeep-Tour durch die sanften Landschaften. Als Gast im The Balmoral erlebt man Edinburgh und Schottland von seiner exklusivsten Seite.

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Die ehrwürdige Adresse 1 Princess Street verrät es bereits: Die Lage vom The Balmoral Edinburgh ist wunderbar zentral, so dass man die Stadt ohne Weiteres zu Fuß erkunden kann. Um das in Relation zu setzen: Die National Gallery of Scotland ist quasi um die Ecke, das Scotts Monument in Sichtweise. Der Palace of Holyroodhouse, die offizielle Residenz der Queen in Schottland, ist 10 Gehminuten entfernt. Eine wahrhaft königliche Lage also.

Royale kulinarische Genüsse im The Balmoral Edinburgh

Und wo wir gerade von königlich sprechen. Das ist auch das kulinarische Angebot im The Balmoral Edinburgh, wie man es von einem Rocco Forte Haus nunmal auch gewohnt ist.

The Balmoral Edinburgh

Im Number One wir mit einem Michelin-Star ausgezeichnete, schottische Cuisine angeboten (ja, so etwas gibt es!). Allerdings will sich Küchenchef Mark Donald nicht auf seine schottischen Wurzeln Allein stützen. Die internationalen Stationen des gesamten Teams fließen in die Kreationen mit ein, erklärt uns Marketing Communications Executive Austin Shields bei einem Rundgang durch das Hotel. So war Donald selbst zuvor lange in Sidney, davor in London und Kopenhagen.

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Etwas legerer geht es in der Brasserie Prince by Alain Rouxe zu. Der bekannte französische Sternekoch kreierte, gemeinsam mit seinem Vater Michel, das außergewöhnliche Dining-Konzept. in Der Brasserie Prince wird klassische französische Bistro-Küche aus schottischen Erzeugnissen serviert. Auch regionale Klassiker, beispielsweise Haggis (Schafsmagen und Schafsinnereien), stehen auf der Karte. Es sei das beste Haggis, das man probieren könne, erklärt uns der versierte Restaurantleiters. So wird das Gericht „Prince Haggis“ zwar, wie es die Tradition will, mit „neeps and tatties“ serviert – also mit Rüben- und Kartoffelstampf. Allerdings als Boulangère Gratin, das man aus der französischen Küche kennt, und auf einem Spiegel aus feiner Whisky-Sauce.

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Und wo wir gerade von Whisky sprechen: In der Bar SCOTCH gibt es mit über 500 Sorten die größte Sammlung des schottischen Nationalgetränls in ganz Edinburgh. Der hauseigene Whisky-Ambassador steht mit Rat und Wissen den Gästen zur Seite. Dabei kostet das teuerste Glas über 300,00 britische Pfund.

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Besonders schön an regnerischen Tagen – und davon gibt es in Schottland nun einmal den einen oder anderen – ist wiederum der preisgekrönt Afternoon Tea im Palm Court des The Balmoral. Hier nimmt man unter Palmenblättern und venezianischen Kronleuchtern Platz und fühlt sich, aus welchen Gründen auch immer, ein wenig in die Atmosphäre der TITANIC versetzt. Und nicht minder stilvoll geht es hier auch zu. Nur mit dem Unterschied, dass The Balmoral nicht dem Untergang geweiht ist.

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Im Gegenteil: Nach unserem Besuch in dem feinen Fünf-Sterne-Hotel fragen wir uns eher, wie wir jemals anders leben konnten. Schweren Herzens verlassen wir ganz in der Früh an einem Samstagmorgen das The Balmoral Edinburgh, um unseren Flieger zurück nach Deutschland zu nehmen – und schwören uns, dass wir wiederkommen wollen. Ach was: Müssen!



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