Sind Turbulenzen im Flugzeug gefährlich?

Sind Turbulenzen im Flugzeug gefährlich?

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Hätten Sie es gewusst? Ein Drittel aller deutschen Fluggäste leidet unter Flugangst. Dabei reicht schon ein leichtes Absacken, um Betroffene in Panik zu versetzen. Und selbst solchen Passagieren, die nicht von Flugangst betroffen sind, rutscht das Herz in die Hose, wenn durch Luftlöcher Turbulenzen während des Flugs auftreten. Doch sind Turbulenzen im Flugzeug wirklich gefährlich? THE FREQUENT TRAVELLER ist der Frage nachgegangen.

Die meisten Flugreisenden kennen diese Situation: Eben noch flog die Maschine ruhig am Himmel und im nächsten Moment treten Turbulenzen auf. Die Anschnallzeichen leuchten, die Flugbegleiter und –begleiterinnen eilen zu ihren Sitzen, das vorherige leichte Ruckeln wird stärker und die Maschine sackt – wenn Luftlöcher auftreten – unvermittelt ab. Da sitzt der Schreck erst einmal tief.

Wie entstehen Turbulenzen?

Jedoch: In erster Linie sind derartige Turbulenzen vollkommen normal. Sie entstehen aufgrund unterschiedlichster Bedingungen. Herrscht ein Gewitter, dann verursacht das Aufeinandertreffen von Zonen mit schnell aufsteigender warmer Luft und absinkender kalter Luft die Turbulenzen. Befindet sich die Maschine näher am Boden, können sie wiederum dadurch auftreten, dass durch stürmische Winde, hervorgerufen durch Bergzüge, Wälder und Gebäude, Verwirbelungen in der Luft entstehen.

Und wie gefährlich sind Turbulenzen im Flugzeug?

Eigentlich überhaupt nicht. Selbst unter rauen Wetterbedingungen wird kein Flügel abreißen oder der Flieger sich auf den Rücken legen, sagt Patrick Smith, der die Website AskthePilot.com betreut. In der Regel, schreibt der Experte weiter, umfliegen Piloten Flugräume, in denen Turbulenzen auftreten, ausschließlich aus dem Grund, um Passagieren den Flug komfortabler zu gestalten und ihnen ein sicheres Gefühl zu geben – nicht aber, weil davon eine tatsächliche Gefahr ausgeht. Kurzum: Turbulenzen im Flugzeug sind nicht gefährlich.

Der Entschluss des Umfliegens ist aber aus einer anderen Sichtweise nicht unbedingt von Vorteil. Denn das kostet Zeit und – aufgrund eines höheren Kerosinsverbrauch – mehr Geld. So betrachtet ist es also etwas Gutes, wenn der Pilot durch Turbulenzen fliegt, anstatt ihnen auszuweichen. Ganz im Sinne der Umwelt.

Turbulenzen im Kopf statt im Flugzeug? Was wirklich gegen Flugangst hilft, wissen wir. 


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