Mietwagen Zusatzleistungen

Mietwagen Zusatzleistungen: Was braucht man als Kunde?

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Der Preiskampf unter Mietwagen-Anbietern ist enorm. Sixt, Avis, Europcar & Co. machen ihr Geschäft häufig über lukrative Zusatzleistungen. Doch: Welche Mietwagen Zusatzleistungen sind sinnvoll? 

Es ist ärgerlich für die Kunden: Autovermietungen werben mit Dumpingmieten von ein paar Euro pro Miete pro Tag. Auf der anderen Seite werden für jede vermeintliche Extraleistung horrende Gebühren draufgeschlagen. Und schlagen dann für jede vermeintliche Extraleistung horrende Gebühren drauf. Der tatsächliche Mietpreis, den der Fahrer am Ende zu zahlen hat, kann schnell beim Doppelten oder Dreifachen des Basistarifs liegen. Das System kennt man von Billigfliegern.

Alles für den Service: Wie Mitarbeiter geschult werden

Gerade bei Firmenkunden ist – so lange es die Reiserichtlinien des Unternehmens erlauben – ein wichtiger Geldbringer das Upgrade in die nächsthöhere Fahrzeugklasse. Reisen beispielsweise vier Personen mit Gepäck, ist es quasi garantiert, dass der Verkäufer in der Station ein Upgrade anbietet, sofern er einen entsprechenden Wagen da hat. Darauf werden die Stationsmitarbeiter trainiert. „Wir schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig, um unseren hohen Service aufrechterhalten zu können“, zitiert das Branchenmagazin BizTravel in einem Artikel von 2015 Martin Gruber, Managing Director von Avis Budget in Deutschland, Österreich, Schweiz und Tschechien. Europcar-Mitarbeiter, heißt es weiter, müssen regelmäßig Seminare absolvieren. „Erklärtes Ziel von Deutschland-Chef Quante ist es, die individuelle Kundenbetreuung zu verbessern.“ (Quelle: BizTravel, 2015)

Mietwagen Zusatzleistungen: Diese Versicherungen sind sinnvoll

Service ist eine Sache. Schlitzohrigkeit eine andere. Beim Mietwagen buchen gibt es einige Fallen. Gerade bei Versicherungen raten Experten, dass der Verbraucher genauer drauf schaut. Manch einer kann sich über den Tisch gezogen fühlen, wenn er beispielsweise zu einer Hagelversicherung oder einer zweiten Haftpflichtversicherung überredet wurde oder eine Insassenunfallversicherung abschließt, obwohl er allein unterwegs ist. Wirklich sinnvoll sind laut dem Portal billiger-mietwagen.de folgende Versicherungen:

  • Mietwagen-Vollkaskoversicherung: Sie deckt Schäden ab, die durch selbstverschuldetes Verhalten des Fahrers verursacht worden sind. Davon ausgeschlossen sind Schäden, die durch grobe Fahrlässigkeit verursacht wurden.
  • Haftpflichtversicherung: Sie deckt durch den Fahrer verursachte Schäden an Gegenständen und Personen ab, die sich nicht in dessen Auto befinden.
  • Diebstahlversicherung: Diese kommt dafür auf, wenn das Auto gestohlen wird, greift aber nicht bei Diebstahl von Privatgegenständen aus dem Auto oder wenn der Mietwagen nach Schlüsselverlust entwendet wurde.
  • Glas- und Reifenversicherung: Schäden an Glas, Reifen, Dach und Unterboden werden von der Vollkasko nicht automatisch abgedeckt, sondern erfordern eigenen Versicherungsschutz.

Mietwagen Zusatzleistungen: Bisweilen kreativ

Gerade bei manchen Zusatzleistungen werden die Autovermietungen kreativ: Kindersitz, Navi, Winterbereifung, Extrakilometer, Anmietung am Flughafen oder Bahnhof, Ladegeräte fürs Smartphone. Alles was der Marge dient kann als Extra berechnet werden. Es gibt Zuschläge für junge, alte, zusätzliche Fahrer. Und da die Abrechnung meist über die Kreditkarte erfolgt, haben Kunden im Streitfall Schwierigkeiten, unberechtigte Belastungen rückgängig zu machen. Durchaus kann es sein, dass während der Abholung noch schnell eine Zusatzversicherung von dem Anbieter abgeschlossen wird – obwohl das Auto bereits in einem Rundum-Sorglos-Paket abgesichert ist. Es ist unbefriedigend, aber bei der Mietwagen-Buchung gilt es, dem Anbieter nicht blind zu vertrauen. Stattdessen liegt es an dem Kunden, ganz genau hinzuschauen. Egal wie lange die Reise war, egal wie müde Sie sind.

Sie sind Vielmieter? Das hier sind die besten Loyalitätsprogramme der Autovermietungen.


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