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Jetsmarter: Das Uber der Lüfte

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Ein paar Klicks auf dem Smartphone, und schon kann die Reise losgehen – im eigenen Privatjet. JetSmarter heißt ein mobiler Marktplatz, der den Flugverkehr revolutionieren will. Passagiere können hier nur die höchste Luxusklasse buchen, zu Preisen jedoch, die erstaunlich moderat sind.

Ein Kurzstreckenflug von London nach Paris vor 40 Jahren: Was hat sich bis heute eigentlich geändert? Gut, es gab kein Online-Check-in, die Tickets waren teurer und die Sicherheitsbestimmungen vor Abflug gnädiger. Was das reine Flugerlebnis angeht dürfte sich in der Wahrnehmung der Passagiere allerdings nicht sehr viel gewandelt haben. Der Sitzkomfort in der Maschine ist selbst bei den meisten Businessclass-Flügen auf Kurzstrecken noch immer recht minimal. Design und Funktionen zwischen Klapptisch, Deckenleuchte und verstellbarer Rücklehne dieselben. Abgesehen vom heute rein dekorativen Aschenbecher in der Armlehne und den Bordbildschirmen würde sich ein Zukunftsreisender von 1976 wohl darüber wundern, wie wenig der Flugtransfer unserer Zeit seiner eigenen voraus ist. Es sei denn, er stößt in einem Hightechwunder namens Smartphone auf eine App, über die man mal so eben seinen eigenen Privatjet chartern kann.

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Das ist nämlich keine Utopie mehr. In den USA ist JetSmarter als das Uber der Lüfte längst bekannt, in Europa erweitert der mobile Marktplatz für Privatjetflüge derzeit sein Streckennetz. Für Vielflieger wie Geschäftsreisende oder Jetsetter ist JetSmarter mehr als nur lukrativ. Es ist vergleichsweise sparsam, überfliegt man die jährlichen Kosten für Tickets der Businessclass – ganz zu schweigen von denen der ersten Klasse. JetSmarter verlangt von seinen Mitgliedern nicht mehr als 10.000 Dollar plus eine einmalige Aufnahmegebühr von 5.000 Dollar. Auf Wunsch dürfen Mitglieder sogar mindestens zwei Personen oder mehr (je nach Kontingent) ihrer Wahl im Privatjet mitreisen lassen – kostenfrei, versteht sich.

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Demokratisierung der Privatjet-Branche

Aber wie genau soll das eigentlich funktionieren? JetSmarter bietet seinen Mitgliedern drei Angebote: JetShuttle zum Beispiel mit Plätzen auf Flügen innerhalb eines bestehenden Streckennetzes. Angebot zwei wiederum ermöglicht das Chartern eines kompletten Jets für eigene Reisepläne, wobei übrig gebliebene Sitze, die nicht vom Mitglied und dessen Anhang genutzt werden Angebot drei zulassen: Privatreisende, die sich je nach Tageslaune last minute dazu entscheiden, können leere Sitze in Anspruch nehmen, um ein bisschen zu jetsetten.

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Jetsmarter: Keine Warteschlangen am Flughafen

Ein Concierge kümmert sich um weitere Anliegen wie individuelle Bedürfnisse und Wünsche, damit der alltägliche Flug im Privatjet seiner Luxusklasse auch gerecht wird. Mitgliedern, so JetSmarter, bleiben zudem lange Schlangen und Wartezeiten bei den Securitychecks erspart. An Bord treffen sie dann auf eine illustre Gesellschaft: Einflussträgerinnen und -träger aus Industrie und Wirtschaft oder Superstars – was neben Jetset „Jet Chat“ und vielversprechendes Networking während des privaten Flugs ermöglicht. Da passt es, dass hinter der Finanzierung des jungen Start-up-Unternehmens die königliche Familie von Saudi-Arabien, Musikmogul Jay-Z oder auch Unternehmen wie Goldman Sachs und Twitter stehen. Das Ziel, nach den USA auch den europäischen Markt zu revolutionieren, wurde im Headquarter in Fort Lauderdale, Florida, längst angepeilt. In London, Zürich und Moskau gibt es bereits Niederlassungen, weltweit sind mehr als 3.000 Privatjets im Einsatz. Ihre Verfügbarkeit ist übrigens dank der App in Echtzeit abrufbar und mit ein paar Fingerklicks sind sie buchbar.


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