Bademodentrends

Die Bademodetrends für 2020 | Retro-Style und Crossover

Am Strand und im Schwimmbad ist in der nächsten Saison alles retro: hohe Beinausschnitte, Cut-outs, raffinierte Rückenausschnitte, Oberteile ohne Träger und Triangel-Bikinis, die ganz besonders sexy sind. Retro deshalb, weil das die Trends der 80er- und 90er-Jahre waren. Auch die Farben wiederholen sich. Es ist wieder Neon angesagt, dazu Knallrot, Pink, Türkis, Grün und Rosé, aber auch leuchtende Aquatöne. Klare Formen, Colorblocking und farbenprächtige Muster sind in der nächsten Badesaison zu sehen. Dazu gibt es Blumendrucke, Leopardenmuster, ethnische Motive, Tupfen, Streifen und andere grafische Motive. Badeanzüge und Bikinis werden zu Kunstobjekten à la Andy Warhol oder Roy Lichtenstein, den Pop-Art-Ikonen der 80er.

Jetzt kommt Farbe

Das Retro-Thema zieht sich durch die gesamte Bademode des kommenden Sommers, so dass sogar Sportmarken von diesem Trend inspiriert sind. Bei adidas beispielsweise gibt es die sportliche Swimwear jetzt auch unter modischen Aspekten: lebhafte Druckmotive, bunte Farben – ein moderner Look eben. Die Trendfarben sind: Soft-Neons, Orangerot, Nachtblau, Türkis, Leuchtgelb, Pink und Flieder. Die Mustertrends sind alle Retro-Muster, Tribalmuster, die ethnisch inspiriert sind, Colorblocking, tropische Blüten, geometrische Muster, Animal-Prints, Oberflächen im Metallic-Look, tropisch-bunte Streifen. 

Darüber hinaus haben immer noch andere Eigenschaften Vorrang, und zwar die leistungsverbessernden Materialien und Schnitte. Bademode ist einerseits noch mehr auf die sportlichen Bedürfnisse der Schwimmer abgestimmt worden und krankt dennoch nicht an modischen Highlights. Für bestmögliche Bewegungsfreiheit sorgen beispielsweise filigrane Rückenlösungen, überkreuzte Träger, Ringerrücken und auch hohe Frontlösungen. Dabei sind figurformende Kompressionseinsätze eingearbeitet. Sie unterstützen die Muskulatur, stimulieren sie und verbessern auch gleichzeitig die Wasserlage.

Funktionelle Stoffe sind total angesagt

Nicht nur die Sportmarken setzen auf funktionelle Stoffe, sondern auch die Modemarken. Arena beispielsweise nutzt die Produkterkenntnisse aus dem Wettkampfsport mehr und mehr auch für die Freizeitkunden, so wie das die Automobilhersteller in der Formel 1 auch machen. Die funktionellen Materialien sorgen für effizienten Wasser- und UV-Schutz. Außerdem trocknen die Materialien viel schneller als normale Swimwear. Dabei kommen extrem chlorresistente Elastane zum Einsatz, die auch dauerhaft formbeständig sind und sehr schnell trocknen. Neben den Elastanen finden auch recycelte Synthetikfasern Verwendung.

Bademodetrends

Der Trend zum Einteiler

Der Badeanzug setzt in der kommenden Saison seinen Triumphzug fort. Dabei ist die Zielgruppe jetzt etwas jünger. Die von der Surferszene inspirierten Modelle finden großen Anklang. Diese neue und freche Schnittform holt den Einteiler jetzt endgültig aus der Alten-Dame-Ecke. Dabei sorgen Rippen- und Smocked-Strukturen für den retromäßigen 80er-Jahre-Look, während die Materialien topmodern sind. Mit einem Einteiler und einer coolen Shorts darüber entsteht ganz schnell ein alltagstaugliches, cooles Outfit. Grundsätzlich sparen die Designer in der neuen Saison nicht am Stoff. Badeanzüge und Bikinis sind mit opulenten Volants verziert, haben verspielte Rüschen, schicke Knoten oder sind mit Wickel-Elementen versehen. Breite Binde-Elemente verbergen darüber hinaus kleine Problemzonen und frau kann optisch etwas Oberweite dazugewinnen. High-Waist-Hosen bleiben voll im Trend. Es kommen größere Tops dazu, die die weiblichen Rundungen besonders effektvoll in Szene setzen. 

Das Darüber für den Strand

Die Tunika, ursprünglich ein Folklore-Kleidungsstück aus Afrika und Asien, feiert hierzulande ein großes Comeback. Da, wo sie herkommt, tragen sowohl Männer als auch Frauen das luftige Kleidungsstück. Es ist ideal für den Strand geeignet, denn meist sind Tuniken aus luftig-leichtem Leinen- oder Baumwollgewebe gefertigt. Die schönsten Modelle sind so bunt wie die Bademode. So passen sie ideal an den Strand. Einfach über Bikini oder Badeanzug streifen und schon ist der coole Streetstyle fertig.

Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit machen nicht vor der Bademode halt

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Daher setzen viele Modemacher heute auf den Einsatz umweltfreundlicher Technologien. Werden Garne während des Spinnens wassersparend eingefärbt, ist es anschließend nicht mehr notwendig, sie in ein Färbebad zu geben. Auch gibt es spezielle, recycelte Synthetikfasern, die aus Müll hergestellt werden, und zwar aus dem Müll, der aus den Meeren gefischt wird. Das liefert bei vielen Kunden zusätzliche Verkaufsargumente. Es gibt beispielsweise Econyl, eine Nylonfaser, die aus alten Fischernetzen hergestellt wird. Seaqual ist eine Polyesterfaser, das Plastik zur Herstellung stammt vom Meeresgrund.

Der Trend geht zu multifunktionaler Kleidung

Der Trend lautet „Swim to Gym“ oder „Beach to Street“. Was damit gemeint ist? Die Boardshorts, die Surfer normalerweise beim Surfen tragen, sind jetzt auch mehr und mehr auf der Strandpromenade anzutreffen. Dasselbe gilt für Rashguards, die Surfer normalerweise tragen, um die Haut vor zu viel Sonne zu schützen. Sie sind so stylish, dass sie sich auch, zusammen mit einer Jeans, als Party-Outfit für den Abend eignen. Swimwear wird mehr und mehr multifunktional, wie zum Beispiel Tops mit schnell trocknenden Cups oder Hosen für Wasser und Fitness-Studio gleichermaßen. Die User wünschen sich vielseitige Outfits aus hochfunktionalen Fasern, die zugleich in modischen Schnitten und Farben zu haben sind.

Badeanzug und Bikini – passend zur Figur

Jeder Körper ist anders, dennoch gibt es ein paar gängige Formen, bei denen jeder mehr oder weniger seine eigene Figur wiedererkennt. Bei der Bademode gibt es die unterschiedlichsten Schnitte, wobei es zu jeder Figur einen passenden Schnitt gibt, der die persönlichen Vorzüge besser hervorhebt und die Unzulänglichkeiten ein wenig kaschiert.

  • Der Körper in Sanduhr-Form mit ausgeprägten Hüften, einem vollen Po, schmaler Taille und großem Busen. Hier passen raffinierte, asymmetrische und schlichte Schnitte gleichermaßen.
  • Die H-Form ist gekennzeichnet von flachem Bauch, Busen und Po. Schultern, Brust, Taille und Hüfte bilden eine feine Linie. Da passt der sportlich-schlichte Einteiler ebenso wie der verspielte Bikini.
  • Frauen in V- oder Y-Form haben einen starken Rücken mit ausgeprägten Schultern. Diese Frauen tragen Neckholder-Bikinis und Badeanzüge mit ungewöhnlichen Schnitten, die optisch den Oberkörper verkleinern und den Blick geschickt in die richtige Richtung ziehen.
  • Die Birnenform hat weniger Oberweite und schöne Rundungen an Hüfte und Po. Sie tragen die extravaganten Modelle. Rund um das Dekolleté darf es ruhig ein bisschen verspielter sein. 
  • Die Apfelform zeigt ein schönes, volles Dekolleté, einen rundlicheren Bauch und schlanke Beine. High-Waist-Bikinis sind hier genau richtig oder ein Badeanzug. Beides betont Beine und Dekolleté. 

Photo by GREG KANTRA on Unsplash


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