Business Ladies Boss Look

Der Boss Look für Business Ladies: Eine Expertin erklärt ihn

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Die Zeiten in denen Professionalität mit maskuliner Business-Etikette gleichgesetzt wurde, sind heute vorbei. Neben der Option der bestmöglichen Assimilation an einen männlich geprägten Dress Code, um als Frau in Führungsposition ernst genommen zu werden, haben sich für moderne Business Ladies heute zahlreiche Möglichkeiten aufgetan, um Macht, Erfolg und Kompetenz auch mit weiblichen Attributen zu kommunizieren, weiß Sarah Maria Nordt, die gemeinsam mit Susanne Bremer das Fashio-Label Snordtmade gründete. Ein Gastkommentar.

Wie wichtig Mode im Business ist, haben der Psychologe Abraham Rutchick und seine Kollegen von der California State University unter dem Phänomen des „Social Primings“ untersucht. Unser Dress Code hat demnach nicht nur Auswirkung darauf, wie wir von den Menschen um uns herum wahrgenommen werden, sondern beeinflusst auch wie wir uns selber wahrnehmen und handeln.  Auf der Skala von „Jogginghose“ bis „classy Business Formal“ schnitten Probandinnen bei Verhandlungen am erfolgreichsten ab, wenn ihr Outfit professionell und kompetent wirkte. Denn der Boss oder die Chefin hat ihre Position nicht nur auf ihrer Visitenkarte stehen, sondern kleidet sich auch so.

Mehr modischer Spielraum für Business Ladies

Der Boss Look für die moderne Businessfrau untersteht zwar weiterhin gewissen Kleidervorschriften, lässt im Allgemeinen inzwischen jedoch wesentlich mehr Spielraum frei als das männliche Pendant. Abhängig vom jeweiligen Anlass, ob Business Formal oder Casual, erweitert sich die Outfitpalette um zahlreiche Dimensionen.  Die Klassiker Kostüm und Hosenanzug gehen immer, sind aber oftmals nicht wahnsinnig kreativ.  Zudem ergibt sich hier die Kombinationsproblematik.

Mein klarer Favorit ist das Etuikleid.  Morgens im Office formal mit Blazer lässt es sich am Abend für Afterwork- Drinks mit einem schicken Accessoire und einer trendigen Handtasche im Handumdrehen in legere- gekonnte Eleganz verwandeln.  Das große Privileg gegenüber allen anderen Garderobe- Varianten: das Komplettoutfit ist mit einem Stück perfekt.

Für den Businessalltag im Büro oder auf Reisen sollte das Etuikleid stets Ärmel haben.  Im Sommer sind durchaus auch sehr kurze Kugelärmel zulässig.  Längentechnisch sollte nicht auf mehr Stoff verzichtet werden als eine Handbreit über dem Knie.  Für die Grenze des maximalen Dekolletés kann die Mitte des Brustbeins als Maßstab gesetzt werden.

Die richtige Farbauswahl

Farbtechnisch ist je nach Anlass vieles zulässig.  Generell sind von sehr grell stechenden Farben für alle, abgesehen vielleicht von der Chefin der Marketingabteilung, abzuraten. Auch bei kontrastreichen Musterungen ist Vorsicht geboten. No- Gos sind zudem großflächige Blumenprints, wobei hier der Einzelfall entscheidet.  Ein kleines Rosendetail ist durchaus ok. Mehr florales Aufsehen dagegen wirkt schnell wenig kompetent und ist in der Freizeit- Garderobe besser aufgehoben als am Arbeitsplatz. Grau, dunkelblau und schwarz sind die formalsten Elemente der Farbpalette. Darf es etwas lockerer sein, eignen sich auch hellere Pastelltöne gut. Zweifarbige Kleider wirken eleganter, wenn die hellere Farbnuance im oberen, die dunklere im unteren Bereich angeordnet ist.  Das streckt die Silhouette und schmeichelt die Beine.

Knitterfreie Stoffe wählen

Bei der Stoffwahl empfehle ich auf knitterarme Materialien zu achten. Diese sind nicht nur leichter in der Pflege, sondern auch auf Reisen und beim Leben auf dem Koffer dankbare Begleiter. Ich persönlich bevorzuge gerne Stoffe aus reiner Schurwolle. Umso feiner die Webart, desto leichter lassen sich Knitter hierbei aushängen.

In der Modefachwelt gibt das Nummer Metrisch (Nm)- Maß Auskunft über die Feinheit des Stoffs. Ein Schurwolltuch mit 110 Nm wurde beispielsweise aus einem Garn gesponnen, bei welchem 110m das Gewicht von einem Gramm ausmachen. Ein Schurwollstoff á la 120 Nm entspricht dabei bereits einer sehr hohen Qualität. Als Faustregel gilt: umso höher die Feinheit des Stoffes, desto besser ist der Stoff gegen unerwünschte Falten und Knitter gewappnet.

Auch Crêpe Georgette- Stoffe überzeugen in der Business Garderobe durch Funktionalität.  Bei Snordtmade beispielsweise achten wir bei der Materialwahl darauf, dass diese Waschmaschinen- tauglich sind, sodass nicht nur Falten kein Problem mehr sind, sondern auch die Alltagspflege des Outfits erheblich zeitsparend gestaltet werden kann.

Was es darüber hinaus für Ladies im Business zu beachten gibt?

Die Themen Make Up, Parfum, Schuhe und Handtasche.  Wobei jedes hiervon mindestens eine ganz eigene Betrachtung Wert ist. Zusammenfassend gilt: der Gesamteindruck zählt!  Nicht mehr als drei Farben auf einmal kombinieren. Mit dem eigenen Outfit eine kohärente „Story Line“ zeichnen (wie man im Marketing sagen würde). Weil echte Business Ladies und High Performerinnen nicht nur viel leisten, sondern diesem auch in ihrem Outfit Ausdruck verleihen sollten.


Erfolg ist Eleganz. Das ist das Credo der deutschen Business-Fashionmarke Snordtmade. Die Augsburger Brand, gegründet von Sarah Maria Nordt, verbindet erstklassige Designs, handwerkliche Perfektion und soziale Verantwortung. Mit femininen Silhouetten, komfortablen Passformen und strapazierfähigen Stoffen aus exklusiven italienischen Traditions-Webereien in Verbindung mit dem Ansatz der kompromisslosen Nachhaltigkeit setzt Snordtmade neue Maßstäbe in der Businessgarderobe ambitionierter Frauen.


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