Digitalisierung im Tourismus

Digitalisierung im Tourismus

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Reisen beginnen heute schon im Internet. Wie die Digitalisierung im Tourismus fortschreitet und welchen Einfluss das auf unser Reiseverhalten hat, erklären wir.

Digitalisierung überall spürbar

Die Digitalisierung schreitet voran und zeigt ihren Einfluss in immer mehr Branchen und Industrien. Was bereits seit einigen Jahren in der Entwicklung steckte und größtenteils nur theoretisch von Statten ging, musste seit der Ausnahmesituation der letzten beiden Jahre gezwungenermaßen beschleunigt werden. Zuvor war eine wirklich gute digitale Infrastruktur nur einigen wenigen Branchen vorbehalten, die aufgrund ihres Aufbaus ohnehin hauptsächlich in diesem Kontext arbeiteten.

Digitalisierung im Tourismus: Pionierarbeit leisteten andere Branchen

Auch im Tourismus sind die Entwicklungen spürbar, wobei der Sektor von Vorstößen anderer Branchen, die in vielerlei Hinsicht bereits Pionierarbeit geleistet haben, profitieren kann. Dazu zählt allen voran die Entertainment-Industrie mit ihren zahlreichen Facetten, die seit jeher auf neuen Technologien beruht und sich diese zu Nutze macht. Ein Feld, dass dabei besonders in der DACH-Region am schnellsten wachsen konnte, waren digitale Spielbanken. Ob deutsche Anbieter, die seit Mitte 2021 auf einem regulierten Markt operieren oder Online Casinos der Schweiz, die bereits seit 2019 lizenziert werden, die Auswahl ist riesig und die unproblematische digitale Handhabung wichtiger denn je. Wer das eigene Potenzial nicht ausnutzt, fällt schnell hinter der anpassungsfähigen Konkurrenz ab.

Finanzdiensleister als Vorboten

Das gleiche gilt außerdem für Finanzdienstleister, die durch verschiedene Entwicklung zu einer hochmodernen Branche geworden sind, die inzwischen mehr digital stattfindet als analog. In Deutschland nutzt bereits jeder Zweite das Online-Banking für die entsprechenden Angelegenheiten, was die Wichtigkeit gegenwärtiger Tools eindeutig unterstreicht. Das Feld der Finanzdienstleister ist natürlich auch mit dem Tourismussektor verknüpft: Reiseplattformen müssen etwa um ihre Kunden anzusprechen über die beliebtesten Zahlungsmethoden verfügen.

Tourismus mit neuen Möglichkeiten

So hat die digitale Transformation natürlich auch den Tourismus erreicht, der von den Möglichkeiten enorm profitieren kann, sich allerdings auch einigen Hürden gegenübersieht. Die mitunter größten Vorteile dieser Entwicklung sind vor allem die gestiegene Kreativität und die Innovationsfreude der Branche, welche durch die Digitalisierung erleichtert und damit beschleunigt worden sind.

Auch das Zuschneiden des Urlaubs bzw. des geplanten Erlebnisses für eine individuell ansprechende Erfahrung wird immer wichtiger. So lässt sich das Angebot nicht nur optimal anpassen, auch die Zufriedenheit der Kunden steigert sich. Doch die Branche kann sich über weitere Vorteile freuen. Durch die Präsenz, die durch moderne Tools gewährleistet wird, sowie durch die Anpassung der Kundenerfahrung, können sich neue Wege erschließen, wie Unternehmen in der Tourismus Branche potenzielle Kunden ansprechen können. Die Zielgruppe selbst wird erweitert, da durch Kanäle wie Social Media die Reichweite der Unternehmen unweigerlich steigt. Wer in diesem Zusammenhang eine ansprechende Präsenz aufbaut, kann somit ganz neue Dimensionen nutzen.

Auch die Kommunikation und der Service im Allgemeinen kann qualitativ angehoben werden, wenn Kunden merken, dass das Unternehmen auf den gängigsten Kanälen vertreten ist und alle relevanten Angelegenheiten so geklärt werden können.

Digitalisierung im Tourismus: Drei spannende Trends auf einen Blick

  1. Die Guest Journey beginnt nicht mehr mit dem Gang zum Reisebüro, sondern mit der Recherche im Internet. Und zwar noch bevor man eigentlich Anbieter-Websiten entert, wird erst einmal recherchiert, wohin es denn gehen soll. Erst Inspiration gibt’s über Google Ads, Social Media, Reiseblogs und Magazine.
  2. Mehr Nachhaltigkeit: Im Reisebüro werden oftmals die Reiseunterlagen ausgedruckt. Bei der Online-Buchung werden alle Vouchers digital verschickt. Wer dann auch noch online eincheckt, der spart noch mehr Müll. Und: Es ist kein Geheimnis, dass Flugzeuge für die starke CO2-Emissionen durch Flugzeuge entsteht. Online kann man das zwar nicht rückgängig machen, aber ausgleichen. Beispielsweise bei atmosfair. Hier rechnen Sie aus, wie viel CO2 mit Ihrem Flug emittiert wurde. Daraufhin können Sie für ausgewählte Projekte spenden, die wiederum gut fürs Klima sind.
  3. Virtuelles Reisen rückt in den Fokus. Virtual Reality wird nicht die eigentliche Reise ersetzen. Wohl aber können VR-Brillen schon jetzt bei der Recherche und der Auswahl der Destination oder des Hotels als Verkaufsargument eingesetzt werden. Beispielsweise offline in Reisebüros. So kann man das Hotel schon einmal vorab begehen und die richtige Zimmerkategorie für sich buchen oder Eindrücken von der jeweiligen Destination sammeln. Das wiederum sorgt für eine Verwischen der Grenzen zwischen der digitalen Welt und dem klassischen Buchen in Travel Agencies.

Allerdings gibt es auch Nachteile. Den Kunden fehlt in Sachen Digitalisierung im Toruismus oftmals:

  • Persönlicher Kontakt und Beratung
  • Vertrauen in die Online-Buchung
  • Datensicherheit

Digitalisierung im Tourismus: Welche Hürden gilt es zu meistern?

Ganz so einfach ist das alles in der Praxis allerdings nicht und die Branche sieht sich ähnlichen Problemen gegenübergestellt, wie viele weitere, die im Begriff der Digitalisierung sind. Anfangen muss man mit dem entsprechenden Training, das für neue digitale Tools gebraucht wird. Was für viele „Digital Natives“ völlig natürlich und unkompliziert erscheint, ist für andere Menschen deutlich komplexer. Je nachdem wie umfänglich der Prozess ist, müssen die Verantwortlichen entsprechend geschult werden. Das geht mit finanziellem Aufwand einher, bei dem der tatsächliche Ertrag im Vorhinein nicht unbedingt präzise abgeschätzt werden kann. Eine weitere Hürde der Digitalisierung im Tourismus. Vor allem für kleine Unternehmen.

Außerdem ist schwer, ohne das entspreche Vorwissen zu erkennen, welche digitalen Hilfsmittel und Tools für die eigene Situation existieren und wie diese effektiv eingesetzt werden können. Viele sehen sich daher mit einem Problem konfrontiert, dass auf den ersten Blick äußerst abschreckend wirken kann. Sollten die sich bietenden Mittel allerdings sinnvoll und effektiv genutzt werden, können Unternehmen maßgeblich profitieren. Vor allem eine jüngere Zielgruppe könnte somit besser angesprochen werden, die sonst nur schwer zu erreichen bzw. zu überzeugen ist.

Welchen Einfluss die voranschreitenden Digitalisierung ansonsten auf die Branche haben wird, werden die nächsten Monate zeigen, in der der Betrieb nach einiger Zeit endlich wieder richtig anlaufen wird. 


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