Allgeriker auf Geschäftsreisen

Allergiker auf Geschäftsreisen: So überstehen Sie den Business-Trip

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Für Geschäftsleute, die unter Allergien oder Nahrungsunverträglichkeiten leiden, kann der Business-Trip zur Hölle – zumindest aber zur großen Anstrengung – werden. Immer mehr Hotels bieten daher spezielle Allergikerzimmer. Welche Tipps wir für Allergiker auf Geschäftsreise noch auf Lager haben, lesen Sie hier…

Wer unter Allergien oder Asthma leidet, für den haben wir nun gute Nachrichten: Die Zahl der Hotels, die Zimmer für Allergiker anbieten, steigt stetig. Mehr noch: Es gibt sogar ein entsprechendes ECARF-Qualitätssiegel, das seit elf Jahren allergikerfreundliche Produkte und Dienstleistungen auszeichnet. Um dieses Siegel zu erhalten, müssen verschiedene Auflagen erfüllt werden, die in einem Kriterienkatalog zusammengefasst sind, der von der ECARF-Stiftung (European Center for Allergy Research Foundation) entwickelt wurde. Wie genau allergikerfreundliche Zimmer aussehen müssen, das regelt in der Hotellerie jedoch kein Gesetz.

Eine Hotelkette, die mit diesem Siegel ausgezeichnet wurde, ist Best Western: Die Kette bietet mehr als 1000 allergikerfreundliche Zimmer in den Häusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Dabei unterscheidet sich der Übernachtungspreis nicht von den regulären Zimmern. Auch das Radisson Blu bietet beispielsweise Allergikerkissen und Bettwäsche an. „Die Nachfrage nach allergikerfreundlichen Zimmern ist jedoch gering“, erklärt Holger Herrmann, Regional Direktor Deutschland bei Radisson Blu gegenüber dem Branchen-Magazin BizTravel.

Allergiker auf Geschäftsreisen: Was tun bei Nahrungsunverträglichkeiten?

Doch wie sieht es aus, wenn man eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hat? Hier müssen Geschäftsreisende, die unter Allergien leiden, selbst aktiv werden. Sehr hilfreich ist dabei der Reisebegleiter für Allergiker, herausgegeben vom Deutschen Allergie- und Asthmabund.  Hier werden allgemeine Tipps gegeben sowie wichtige Übersetzungen in zehn europäische Sprachen, um sich beschwerdefrei in Restaurants ernähren zu können.

Auf Langstreckenflügen wiederum können bestimmte Speisen vorab telefonisch oder online bestellt werden. Allerdings: Bei mehreren Allergien und  Intoleranzen bieten viele Caterer kein passendes Angebot oder das Essen ist einfach nicht für diesen Flug lieferbar. Daher müssen Geschäftsreisende in diesen Situationen meist selbst für die Verpflegung sorgen. Aufgrund der Sicherheitskontrollen an den Flughäfen sind keine Flüssigkeiten erlaubt. Jegliches andere Essen kann mitgenommen werden.

 

Organisation ist alles: Der 5 Punkte Plan für Allergiker auf Geschäftsreisen

  1. Sollten Sie beispielsweise unter Nahrungsunverträglichkeiten leiden, stellen Sie vorab eine übersichtliche Liste zusammen, welche Lebensmittel Sie nicht vertragen und lassen Sie diese beispielsweise Ihrem Travel Manager oder dem Hotel zukommen. Besprechen Sie Ihre Situation und lassen Sie abklären, ob Sie essenstechnisch entsprechend gut versorgt werden können.
  2. Sollte es nicht möglich sein, dass der Caterer oder das Tagungshotel ausreichend auf Ihre Bedürfnisse eingehen kann, dann klären Sie ebenfalls vorab ab, welche Einkaufsquellen (Supermärkte, Biomärkte), Restaurants, Delis und Lieferdienste in der näheren Umgebung sind. Lassen Sie sich eine Liste geben.
  3. Sind Restaurantbesuche geplant, sprechen Sie im Vorfeld selbst mit dem Restaurantpersonal. Lassen Sie sich ein für sie verträgliches Essen oder auch Menü zusammenstellen, das Ihnen dann später serviert wird. Mit entsprechendem Vorlauf sind eigentlich alle Restaurants in der Lage, sich auf Speisen außerhalb der  regulären Karte einzustellen.
  4. Was gerade bei Ashmatikern oder Allergikern niemals fehlen darf, ist eine entsprechende Reise-Apotheke. Diese sollte im Vorhinein fertig gepackt sein. Sollte unterwegs doch einmal etwas fehlen, können Sie bequem in der Online Apotheke die jeweiligen Medikamente bestellen. Ganz egal, ob Sie in Berlin, Hamburg, München oder in einem Tagungshotel auf dem Land sind – die Online Apotheke liefert deutschlandweit.
  5. Auch einen internationalen Allergiepass mitzuführen, ist in jedem Fall hilfreich. Unter www.allergieausweis.de können sich Allergiker aller Art einen Allergiepass in bis zu zehn Sprachen erstellen lassen: Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Portugiesisch, Spanisch und Türkisch. Ein Ausweis in einer Fremdsprache kostet 4,49 Euro. Für 9,95 Euro gibt es einen Multi-Sprachausweis.


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