Satelliten Terminal München

Satelliten Terminal München: Lounge-Review

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Was macht ein Airport im Joint Venture mit einer Airline, wenn die Kapazitätsgrenzen des Terminals erreicht sind? Im Idealfall wird erweitert, angebaut oder ein zusätzliches Gebäude geschaffen. Letzteres so geschehen bei der Flughafen GmbH München und der Deutschen Lufthansa AG. Mit einer spektakulären Eröffnungsfeier im April 2016 wurde die Inbetriebnahme des Lufthansa Satelliten Terminals München, dem so genannten „Midfield-Terminal“, vollzogen. Die Erweiterung des inzwischen völlig überlasteten Terminals 2 soll als erster 5-Star-Airport neue Maßstäbe in Punkto Servicequalität, Passagierkomfort sowie Nachhaltigkeit setzen.

Als „Satellit“ wird das Gebäude bezeichnet, da es keine eigene landseitige Anbindung besitzt. Das bedeutet, dass alle Funktionen für lokale Zu- und Aussteiger, wie zum Beispiel Check-in, Gepäckaufgabe und -ausgabe, weiterhin im Terminal 2 stattfinden. In 60 Sekunden gelangt man mit vollautomatisierten und somit fahrerlosen Zügen (auch „Peoplemover“ genannt) zum „Satelliten“.

Lufthansa Satelliten Terminal Frankfurt

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Sofort fallen die lichtdurchfluteten Hallen auf und vermitteln ein modernes und angenehmes Ambiente. Auf insgesamt 7.000 Quadratmetern wird ein vielfältiges Gastronomie-und Shopping-Erlebnis geboten. Herzstück vom Satelliten Terminal in München ist der zentrale „Viktualienmarkt“, angelehnt an den in der bayerischen Hauptstadt. Wer nicht als privilegierter Status-Passagier reist, findet neben den Restaurant-Angeboten und Dutyfree-Shops auch behagliche Ruhebereiche mit Relax-Liegen.

Satelliten Terminal München: Die Lounges

Lufthansa Satelliten Terminal Frankfurt

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Ganz besonderes Luxus-Ambiente erwartet den Lounge-Besucher mit Vielflieger-, Senator- oder Hon-Status oder mit Business- oder First-Class Ticket. Alle fünf Lounges, die sich über 4.000 Quadratmeter erstrecken, sind zügig zu erreichen. Die bodentiefen Panoramafenstern bieten einen fantastischen Ausblick auf das östliche Vorfeld, auf dem sich Flugzeuge von Airlines aus aller Welt tummeln. Imponierend ist auch der zweite Blick, der das Gesamt-Ambiente wahrnimmt, das dem einer stylisch-modernen Lobby eines Designhotels entspricht. Und darin gleichen sich alle fünf Lounges. Die Besonderheit des Senator-und Business-Bereiches ist eine elegante Bar entlang der Panoramafenster mit beachtlicher Getränkeauswahl.

Kulinarisch verköstigt in der Business- und der Senator-Lounge

In beiden Bereichen findet der Gast separate Arbeitsplätze, komfortable Ruhesessel, TV-Zone und großzügige Duschbäder. Während die Business Lounge mit einem Bistro eine gute Auswahl an Snacks und (alkoholischen) Getränken bietet, verführt am Büffet der Senator Lounge der berühmte warme Leberkäs mit „boarischen Brezn“ und Kartoffelsalat. Nicht für Vegetarier oder Veganer, freilich, aber die wechselnde (fleischlose) Gerichtsauswahl dürften jeden erfreuen, der kein Kostverächter ist.

Die Firstclass Lounge im Satelliten Terminal München

Auf der obersten Ebene, auch im übertragenen Sinn, profitieren Hon-Member und First Class-Passagiere von einer besonders luxuriösen Firstclass Lounge mitsamt einer Weltneuheit: Eine offene Dachterrasse mit Panoramablick und bequemen Outdoor-Möbeln zum Relaxen. Bei sommerlichen Temperaturen kommt ein Hauch von Urlaubs-Feelings auf. Ergänzt wird das exklusive Angebot der Firstclass Lounge durch ein Gourmet-Restaurant mit exquisiten à la carte-Menüs sowie einem hochwertig bestückten Büffet, einem Bar-Bereich und einer Cigar Lounge. Natürlich fehlen für Workoholics nicht die Arbeitsräume mit state of the art-Ausstattung oder für schlafsuchende Gäste behagliche Schlafstätten (mitsamt Kuscheltier)

Der Vergleich zum First Class Terminal in Frankfurt

Lufthansa Satelliten Terminal Frankfurt

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Zieht man einen Vergleich zwischen dem Ambiente der Münchner Satelliten First Class-Lounge und dem Frankfurter First Class Terminal, so bietet Frankfurt eher eine klassische, elegante Grandhotel-Atmosphäre und München mehr einen exklusiven, cool designten Rahmen. Wie auch im einzigartigen First Class Terminal in Frankfurt erleichtert eine eigene Passkontrolle die Ein-und Ausreise. Sollte der Flieger an einer Außenposition stehen, wird man per Limousine direkt zum Flugzeug gebracht. Wenn man so will, dann ist der Münchner Flughafen die kleine Schwester vom Frankfurter.

Fazit: Der neue Satelliten Terminal in München ist eine großartige Bereicherung für den Flughafen in der bayerischen Landeshauptstadt. Bei meinem Besuch nach gut 100 Tagen Inbetriebnahme wirkte der Gesamtbereich noch sehr überschaubar in der Anzahl der Passagiere. Das traf auch für die Gästezahl in den Lounges zu. Aber das kann sich in Zukunft ja noch ändern.

Auf einen Blick

  • lichtdurchflutete Hallen, etwa 7.000 Quadratmeter Shopping- und Genussmeile
  • insgesamt fünf Lounges auf 4.000 Quadratmeter
  • Senator- und Business-Bereich mit Bar, Arbeisplätzen, komfortablen Ruhesessel, TV-Zone und großzügige Duschbäder
  • Firstclass Lounge mit Dachterasse, Schlafstätten und Gourmet-Restaurant
  • Im Vergleich zu Frankfurt: Exklusiv, cool, designlastig

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