Modemythen

Modemythen: 5 Stilirrtümer, die Sie vermeiden sollten

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Manche Ansichten halten sich hartnäckig. Auch wenn sie schon längst widerlegt sind. Das gilt nicht nur für Flugmythen, die beispielsweise besagen, dass die hinteren Plätze in einer Maschine sicherer sind. Auch in der Mode gibt es einige Mythen und Irrtümer. Beispielsweise galt die rote Krawatte lange als dynamisch, weshalb alle Delegierten (und bis heute der US-amerikanische Präsident) zu dem Accessoire in Signalfarbe griffen. 

Modemythen: #1 – Den verknitterten Anzug in die Dusche hängen

Ein Ärgernis, wenn man sein sorgfältig gefaltetes Sakko aus dem Koffer nimmt und es komplett verknittert ist. Dann empfehlen viele Internetseiten, das knittrige Kleidungsstück in die dampfende Dusche zu hängen. Tatsächlich aber stammt dieser Tipp aus der Zeit, als Anzüge und Kostüme ausschließlich Schurwoll-Stoffe verwendet wurden, da Wolle eine Faser mit hohem Feuchtigkeitsaufnahmevermögen ist und entsprechend gut reagiert.

Heute jedoch besteht Business-Mode meist aus Mischgeweben und synthetischen Fasern. Diese interessieren sich nur wenig für die Einwirkung von Dampf, wodurch der Tipp mit der Dusche hinfällig wird.

 

Insofern empfiehlt es sich, bereits beim Koffer Packen diverse Techniken und Regeln einzuhalten, um Knitterfalten zu vermeiden. Oder Sie greifen direkt zu speziellen Koffern, die speziell für Geschäftsleute und deren Anzüge gefertigt sind (beispielsweise VOCIER).

Modemythen: #2 – Schwarz macht schlank

Hier gilt die Regel: „Es kommt drauf an.“ Und zwar auf den Träger des Kleidungsstück. Wem Schwarz gut zu Gesicht steht, der wirkt tatsächlich in der Silhouette schlanker. Ansonsten zieht die „Nicht-Farbe“ den Blick fort vom Gesicht und hin zum Körper – im schlimmsten Fall sieht man jedes Speckröllchen. Wichtig ist also bei jeder Farbe, dass die Kleidung den Blick ins Gesicht lenkt. Dann macht eigentlich jede Farbe gewissermaßen schlank.

Modemythen: #3 – Alles ausmisten, was  man ein Jahr oder länger nicht getragen haben

Bloß nicht dieser Regel folgen. Es ist alles andere als zeitgemäß, Kleidung nur für eine Saison zu kaufen und dann nach einem Jahr zu entsorgen. Denken Sie in Ihrer Garderobe lieber etwas weiter, als bis zum nächsten Trend. Und: Viel wichtiger ist die Frage, warum man die Bluse, das Sakko oder den Rock seit einem Jahr nicht getragen hat. Fehlt das passende Kleidungsstück zum Kombinieren und Abrunden des Looks? Dann warten Sie einfach auf die richtige Saison.

 

Anders verhält sich die Regel natürlich, wenn ein Stück abgetragen ist oder schlichtweg nicht mehr passt – sei es zum Körper oder zum Typ. Dann darf es in jedem Fall den Weg alles Irdischen gehen – oder weitergereicht werden.

Modemythen: #4 – In Polyester schwitzt man mehr

Dieser Kleidungsmythos stammt noch aus den 1960er Jahren, als die ersten Dralon und Nylonfasern den Markt eroberten. Heute sind die Synthetikfasern jedoch moderner, beispielsweise bei Sportbekleidung: Sie trocknen nämlich ultra-schnell statt sich vollzusaugen.

Grundsätzlich muss nicht jedermann in Polyester-Kleidung stärker schwitzen. Der Träger riecht nur dann, wenn er beispielsweise am Vortag Knoblauch gegessen hat (denn frischer Schweiß ohne Knoblauch & Co. riecht nicht) oder es in Sachen Körperpflege nicht ganz so ernst nimmt. Auch wer generell zu einer höheren Körpertemperatur neigt, dem wird unter weniger atmungsaktiven „normalen“ Synthetikgeweben recht warm werden.

Modemythen: #5 – High Heels lassen einen eleganter erscheinen

Auf eine Frau, die sich sicher in High Heels bewegen kann und darin wohlfühlt, trifft das sicher zu. Tatsächlich aber sind das weniger Damen, als man annehmen mag:  Viele Frauen müssen sich auf der Straße in hohen Schuhen zu sehr darauf konzentrieren,

Eleganz setzt voraus, dass man über Bewegung nicht mehr nachdenken muss. Deshalb kommt es sehr darauf an, die für sich individuell perfekte Balance von Absatzhöhe und -breite zu finden. Well … it depends.


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