Knigge-Basics Gutes Benehmen

Knigge-Basics: Das 1×1 des guten Benehmen

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Gute Manieren kommen niemals aus der Mode. Das gilt nicht nur beim Date, sondern vor allem auch im Berufsalltag. Aber keine Sorge: Der Knigge muss nun nicht dafür auswendig gelernt werden. Ein paar einfache Knigge-Basics aber sollte jeder kennen. Sie werden sehen: Es erleichtert auch Ihnen den Alltag…

Knigge-Basics: Niesen

Wer niesen muss, ist nicht gezwungen, diesen zu unterdrücken. Jedoch: Lauthals „Haatschii“ rufen, ziemt sich ebenfalls nicht. Es gilt: Wer niesen muss, tut dies indem er den Handrücken der linken Hand benutzt (oder besser, da noch hygienischer: Die Armbeuge) und sich wegdreht. Angebracht ist es vor allem im Berufsalltag daraufhin sich kurz zu entschuldigen. Daneben kann man in einer kleinen Runde „Gesundheit“ wünschen, wenn aber beispielsweise bei großen Besprechungen jemand niest, wird das ohne Kommentar ignoriert.

Knigge-Basics: Die Einladung

Natürlich leben wir in einem digitalen Zeitalter. Eine Einladung zu einer Party ist mal eben schnell über die Sozialen Netzwerke oder per WhatsApp geteilt und ausgesprochen. Doch eben weil es so schnell geht, hat die digitale Schnell-Schnell-Einladung kaum mehr Gewicht.

Wenn es sich also um einen Anlass handelt, der Ihnen am Herzen liegt (und damit auch den Gästen am Herzen liegen soll), dann empfehlen wir hochwertige Karten. Für den persönlichen Touch können Sie Ihre Einladungen online selbst gestalten. Das geht mittlerweile einfacher als gedacht.  Der Digitalisierung sei Dank.

Knigge-Basics: Der Anruf

Während man in den USA oder den UK den Anruf mit einem simplen „Hello, this is [Vorname] speaking…“ entgegennimmt, werden Telefonate in Deutschland mit der Nennung des Familiennamen zu nennen. Ein Gruß wie „Hallo“ oder „Guten Tag“ kann gerne nachgestellt werden, ist jedoch kein Muss.

Knigge-Basics: Der Rückruf

Die Regeln sind simpel: Nach 21:30 Uhr ruft man andere Personen nur in äußersten Notfällen an. Bei älteren Herrschaften sollte man zudem eine Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr einberechnen.

Knigge-Basics: Der Dresscode

Die Sache mit dem Dresscode ist nicht unkompliziert. Gerade im Berufsalltag sollte man genau wissen, in welchem Branchenumfeld man sich bewegt, um Fragen zu klären wie – wann trägt man Fliege? Sind Sneaker zum Anzug okay? Und kann ich eine Jeans zum Sakko tragen? Daher gilt generell: Bei offiziellen Anlässen wie Taufen, Hochzeiten oder aber auch einem feinen Abendessen ist es sinnvoll, den Gastgeber vorher nach dem Kleidungswunsch zu fragen, wenn dies nicht auf der Einladung vermerkt ist. So vermeidet man unangenehme Ausrutscher in Sachen Kleidung.

Knigge-Basics: Unangekündigter Besuch

Die wenigsten Menschen mögen Überraschungen. Damit sind auch unangekündigte Besuche gemeint. So spontan und nett es erscheinen mag: Wer ohne Anmeldung bei einem anderen einfällt, kann den vermeintlichen Gastgeber zu einer ungelegenen Zeit stören. Besser: Ein Anruf, 30-45 Minuten vorher hilft um zu klären, ob ein kurzfristiger Besuch möglich ist.

Knigge-Bascis: Ganze Sätze

Egal in welcher Situation Sie sich befinden: Es ist eine Frage des Anstands, stets in ganzen Sätzen zu antworten. Behandeln Sie die Mitmenschen so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Daher sollte die Antwort auf die Frage nach dem Getränk im Flieger nicht „Kaffee“, sondern „Einen Kaffee bitte.“ oder „Ich hätte gerne einen Kaffee“ lauten.

Knigge-Basics: Lästern in der Öffentlichkeit

Zu viel Gerede wiederum empfiehlt sich nicht. Schlecht über andere Personen zu reden ist auch schlecht fürs eigene Karma. Wer es dennoch nicht lassen kann, der sollte darauf achten, dass er oder sie sich in einem ungestörten Umfeld befindet. Lauthals in der Bahn, im Flieger oder im Bus zu lästern, ist unverschämt.

Knigge-Basics: Konflikte austragen

Sollten Sie ernste oder problematische Themen mit anderen besprechen, suchen Sie sich dafür den passenden Zeitpunkt: Konflikte trägt man nicht auf Firmenfeiern, Hochzeiten oder Geburtstagspartys aus. Egal wie dringend das Anliegen sein mag.

Knigge-Basics: Wohnungsbesichtigung beim Gast

Wenn Sie zu Gast, beispielsweise in der neuen Wohnung eines Arbeitskollegen, sind, waren Sie ab, wo Sie der Gast hinführt. Die „Ich schaue mich mal ein wenig um“-Mentalität ist nicht angebracht. Auch nicht bei Freunden. Bitten Sie lieber um eine kurze Führung.

Knigge-Basics: Hausschuhe

Es ist kein unheikles Thema: Schuhe an oder aus? Viele Gastgeber wünschen von ihren Gästen, die Schuhe auszuziehen. Jedoch gilt eigentlich laut Knigge, dass den Gästen hier die Wahl gelassen werden muss. Hausschuhe, die schon von anderen getragen wurden sind keine Alternative. Nur im Extremfall kann man seine Gäste drum bitten, des Bodens zur Liebe die Schuhe auszuziehen. Allerdings sollte ein aufmerksamer Gast bei schlechtem Wetter gleich ein zweites Paar Schuhe für den Innenraum mitbringen.


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