Was bedeuten Dresscodes

Welcher Dresscode bedeutet welche Kleiderordnung?

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Casual Friday, Business Casual oder Black Tie: Die Kleiderordnungen in Unternehmen oder zu geschäftlichen Events können heutzutage sehr unterschiedlich sein. Welcher Dresscode welche Kleiderordnung, erklären wir in unserem Kleider-Knigge …

Die wichtigste Nachricht vorab: Strenge Dresscodes gibt es in vielen Branchen nicht mehr. Die Regeln werden von einer legeren Kleiderordnung abgelöst. Je nach Branche, sind Jeans zum Sakko oder Sneaker zum Anzug nicht mehr absolutes No-Go. Und auch der Bart ist im Business nicht (unbedingt) ein Regelbruch mehr. Dennoch gibt es auch im heutigen Geschäftslebens noch Regeln, die man einhalten soll. Im Alltag sowieso, aber auch bei Events. Welcher Dresscode gewünscht ist, ist meist auf der Einladung vermerkt. Aber was bedeuten die Begriffe eigentlich?

Dresscode „Casual“

Bedeutet so viel wie „gehobene Freizeitkleidung“. Die Jeans ist erlaubt – allerdings vornehmlich in den USA. In Deutschland hingegen wird vor allem „Smart Casual“ als gängige Kleiderordnung bei entspannten Zusammenkünften genommen.

Dresscode „Smart Casual“

Heißt: gebügelte Baumwollhose, Polohemd und Jackett. Frauen wiederum kombinieren hier beispielsweise einen Rock, eine elegante Jeans mitsamt Blazer oder Twinset, bestehend aus passender Strickjacke und Pullover.

Dresscode „Business formal“

Die Herren in Führungspositionen sollten hier zwei- oder dreiteilige Anzüge mit Hemd, Krawatte und glatten (!) Lederschuhen wählen – und zwar in den Farben Schwarz oder Anthrazit; möglich sind (mittlerweile) aber auch Grau, Braun oder Cognac. Damen wählen Kostüm oder Hosenanzug.

Dresscode „Business casual“

Es ist die gelockerte Version der oben genannten Kleiderordnung: Die Krawatte kann ausgelassen werden. In jedem Fall werden aber ein Hemd, ein feiner Strickpulli, Anzughose und Jackett erwartet. Die Damen wiederum sollten dennoch, um auf der sicheren Seite zu sein, den Hosenanzug oder das Kostüm wählen, vielleicht mit einem lockeren Top.

Dresscode „Semi formal“

Im Geschäftsalltag wird diese Art Kleidung getragen, wenn Kontakt zur Chefetage oder Kontakt mit externen Kunden an der Tagesordnung ist. Sie klingt allerdings strenger, als sie ist: Bei Herren gilt hier schwarz Anzug und Hemd, welches allerdings nicht zwingend weiß sein muss, das erinnert schnell an eine Beerdigung. Frauen können zwar zum Hosenanzug greifen. Besser ist aber ein Kleid mit Sakko. Abends gilt beim Dresscode „Semi formal“ die Wahl eines langen Kleides oder des Kleinen Schwarzen. Lautet die Kleiderordnung hingegen „Cocktail“ (beispielsweise bei einer Vernissage oder einer Veranstaltung ab 16 Uhr), dann können Frauen auch kürzere, sprich knielange Kleider wählen.

Dresscode „Informal“

Hier kann es zu Missverständnissen kommen: Der Begriff „Informal“ bedeutet keinesweg „nicht formal“.  Stattdessen handelt es sich um eine Kleiderordnung, die häufig für Abendveranstaltungen auf der Einladung steht. Im Klartext heißt das: Für Damen sind halblange, elegante Kleider angezeigt, für die Herren dunkelgraue oder schwarze Anzüge mit hellem Hemd und dezenter Krawatte.

Dresscode „Smoking/Black Tie“

Es ist die gängige Kleiderordnung bei offiziellen Abendanlässen. Hier gelten folgende Regeln: Er trägt dann einen schwarzen oder nachtblauen Smoking, ein Hemd mit verstärktem Kragen und Doppelmanschetten, Kummerbund oder geschlossene Weste und Einstecktuch, schwarze Fliege, schwarze Schuhe. Sie trägt eine schwarze lange Robe, Abendtasche (wichtig: sollte kleiner als der Kopf sein). Die Accessoires dürfen farbig sein.

Dresscode „Frack/White Tie“

Bei hochoffiziellen Anlässen steht in der Regel „Frack/White Tie“ auf der Einladung (also auch entsprechend selten). Der Dresscode bedeutet: Schwarzer Frack und Hose, weiße Weste mit tiefem Ausschnitt, Stehkragenhemd mit umgebogenen Ecken und verdeckter Knopfleiste, weiße Fliege, Lackschuhe. Die Dame wiederum wählt ein bodenlanges Abendkleid in Schwarz, Weiß oder Grau. Die Schultern sollten bedeckt sein, zumindest bei der Ankunft. ein entsprechender Pashmina-Schal ist hier die richtige Wahl.  Zudem sind bei den Frauen geschlossene, hohe Schuhe sowie eine Strumpfhose angebracht. Sprich: Keine offenen Sandaletten, bei denen man die Zehen sieht. Nur im heißesten Hochsommer sind auch offene Pumps in Ordnung – dann aber ohne Strumpfhose, versteht sich.

Dresscode „Casual Friday“

Wird immer öfter in Unternehmen und Konzernen, in denen ansonsten die Kleiderordnung „Business formal“ gilt, eingeführt: Hier erscheinen kurz vor dem Start ins Wochenende dann selbst hochrangige Manager statt im Anzug und mit Krawatte in Jeans und Sweater am Arbeitsplatz und im Büro.

Bei all den verschiedenen Regeln gilt aber vor allem eines zu beachten: Am wichtigsten ist ein gepflegtes, sauberes Erscheinungsbild und die Tatsache, dass man sich in der Kleidung wohlfühlen– ganz gleich, welcher Dresscode gewünscht ist.

 


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