Jeans zum Sakko

Jeans zum Sakko: Geht das?

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Die strengen Dresscode-Regeln werden in vielen Branchen langsam aber stetig aufgeweicht: Häufig braucht es keine Krawatte mehr und auch Sneaker zum Anzug sind in einigen Arbeitsumfeldern mittlerweile okay. Doch wie steht es um die Jeans zum Sakko? Geht das – oder handelt es sich hierbei nach wie vor um ein absolutes No-Go?

Jeans zum Sakko: Der richtige Terminus

Eine wichtige Info vorab: Die Stil-Experten streiten sich immer wieder darüber, ob man Jeans zum Sakko tragen kann oder nicht. Sprich: Eine grundsätzliche Regelung gibt es leider nicht. Wohl aber in Sachen Terminus, erklärt der Hamburger Schneider Till Hagemeier gegenüber der Experten-Seite Benehmensberatung. Denn was viele nicht wissen: Ein Sakko ist, laut Hagemeier, „ausschließlich die Jacke, die zu einem Anzug gehört und exakt aus demselben Material wie die anderen Teile produziert ist. Der ‚Rest‘ gilt als Jackett.“ Das heißt schon einmal: Jeans zum Sakko – geht gar nicht! Aber wie sieht es mit Jeans und Jackett im Geschäftsalltag aus?

Auf die Branche kommt es an

Die wichtigste Regel bei der Frage ist: Sie sollten die Branche, in der sie sich bewegen, kennen! Sind Sie eher in einem konservativen Umfeld (zum Beispiel größere Industriekonzerne, Anwaltskanzleien, Banken) unterwegs, ist nur der Anzug die sichere Wahl. In moderneren Branchen (zum Beispiel Werbewirtschaft, Internetkonzerne) ist ein Jackett zur Jeans durchaus angebracht.

Jackett zur Jeans: Ein paar Regeln

Ein Jackett ist in der Regel kürzer als das klassische Sakko und in der Regel etwas sportlicher gefertigt. Laut Till Hagemeier sind „eine schmale, dunkle Jeans und ein klassisch-sportlich verarbeitetes Jackett sind allgemein ‚gefahrenfrei‘“. Zudem sollte das Jackett, dass Sie zur Jeans wählen, nicht zu glatt und fein daherkommen, um dem Eindruck einer einsamen, falsch eingesetzten Anzugjacke zu vermeiden. Greifen Sie stattdessen zu einem Sportsakko mit kräftig strukturiertem Gewebe (wie etwa Tweed) und sportlichen Details (wie etwa aufgesetzten Taschen). Gleiches gilt im Übrigen für das Hemd: Auch hier sollten nicht zu sehr feinem Material gegriffen werden. Eine Krawatte geht auch bei der Kombination Jeans zum Jackett. Allerdings: Wer nicht absolut treffsicher zu kombinieren weiß, sollte von jeder anderen als der einfarbigen Strickkrawatte die Finger lassen. Denn diese ist sportlich genug, um mit der Jeans einherzugehen – und nicht zu brechen.


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