Jeans zum Sakko

Jeans zum Sakko: Geht das?

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Die strengen Dresscode-Regeln werden in vielen Branchen langsam aber stetig aufgeweicht: Häufig braucht es keine Krawatte mehr und auch Sneaker zum Anzug sind in einigen Arbeitsumfeldern mittlerweile okay. Doch wie steht es um die Jeans zum Sakko? Geht das – oder handelt es sich hierbei nach wie vor um ein absolutes No-Go?

Jeans zum Sakko: Der richtige Terminus

Eine wichtige Info vorab: Die Stil-Experten streiten sich immer wieder darüber, ob man Jeans zum Sakko tragen kann oder nicht. Sprich: Eine grundsätzliche Regelung gibt es leider nicht. Wohl aber in Sachen Terminus. Denn was viele nicht wissen: Ein Sakko ist ausschließlich die Jacke, die zu einem Anzug gehört. Sie ist also  aus demselben Material wie die anderen Teile, beispielsweise die Hose, produziert. Der „Rest“ gilt als Jackett. Das heißt schon einmal: Jeans zum Sakko – geht gar nicht. Denn hier werden zwei Welten miteinander vermengt.

Aber wie sieht es mit Jeans und Jackett oder Jeans zum Blazer im Geschäftsalltag aus?

Auf die Branche kommt es an

Die wichtigste Regel bei der Frage ist: Sie sollten die Branche, in der sie sich bewegen, kennen! Sind Sie eher in einem konservativen Umfeld (zum Beispiel größere Industriekonzerne, Anwaltskanzleien, Banken) unterwegs, ist nur der Anzug die sichere Wahl. In moderneren Branchen (zum Beispiel Werbewirtschaft, Internetkonzerne) ist ein Jackett zur Jeans durchaus angebracht.

Zu bestimmten Events geht Jeans zum Jackett immer!

Ist der Dresscode „Casual“? Super! Dann können Sie ganz getrost die Jeans tragen – und dazu einen entspannten Leinenblazer oder ein Jackett. Generell gibt es bei Feiern im privaten Umfeld meist keine Angaben einer Kleiderordnung.

Sind Sie hingegen beim Kollegen oder beim Chef eingeladen, lieber vorab noch einmal informieren, wie der Dresscode ist. Aber: Der „Casual“ Dresscode ist üblich bei ungezwungenen Einladungen nach Büroschluss.

Wie gesagt: Von der Kombination Jeans zum Sakko lieber die Finger lassen.

Jeans zum Sakko

Jackett zur Jeans: Ein paar Regeln

  • Ein Jackett ist in der Regel kürzer als das klassische Sakko und auch etwas sportlicher gefertigt.
  • Eine schmale, dunkle Jeans und ein klassisch-sportlich verarbeitetes Jackett sind allgemein „gefahrenfrei“.
  • Zudem sollte das Jackett, dass Sie zur Jeans wählen, nicht zu glatt und fein daherkommen, um dem Eindruck einer einsamen, falsch eingesetzten Anzugjacke zu vermeiden.
  • Greifen Sie stattdessen zu einem Sportsakko mit kräftig strukturiertem Gewebe (wie etwa Tweed) und sportlichen Details (wie etwa aufgesetzten Taschen).
  • Gleiches gilt im Übrigen für das Hemd: Auch hier sollten nicht zu sehr feinem Material gegriffen werden. Mehr Informationen gibt’s im Übrigen in unserem großen Hemden-Guide.
  • Eine Krawatte geht auch bei der Kombination Jeans zum Jackett.
  • Allerdings: Wer nicht absolut treffsicher zu kombinieren weiß, sollte von jeder anderen als der einfarbigen Strickkrawatte die Finger lassen. Denn diese ist sportlich genug, um mit der Jeans einherzugehen – und nicht zu brechen.

Noch einmal der Überblick: Blazer, Jackett, Sakko

  1. Alle drei Kleidungsstücke sind formelle Jacken. Das bedeutet: Sie werden in der Regel vorne zugeknüpft. Lässiger sieht es aber aus, wenn Jackett oder Blazer offen getragen werden.
  2. Die Bezeichnungen werden heute bunt durcheinander gewürfelt – es gibt aber Unterschiede.
  3. Das Jackett entwickelte sich im 19. Jahrhundert als moderne Form des zuvor üblichen Gehrocks.  Es ist wiederum die Basis des später entwickelte Sakko.
  4. Das Sakko ist Teil eines Anzugs (beispielsweise eines Dreiteilers). Das bedeutet, es ist aus Anzugstoff gefertigt – wie beispielsweise Hose und Weste. Das Sakko wird nicht zur Jeans getragen.
  5. Unter dem Begriff Blazer wird in der Regel ein Freizeitsakko verstanden.
  6. Das Jackett hingegen ist oft aus festeren Materialien wie Tweet.
  7. Übrigens: Eine Jacke in navyblau mit gold- oder silberfarbenen Knöpfen und Applikationen wird konsequent als „Klubjacke“ bezeichnet.


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