trockene Haare tipps

Trockene Haare: Was hilft?

Gerade, wer viel unterwegs ist und manchmal stressige Phasen durchlebt, kennt das Problem: Trockene Haare und trockene Kopfhaut. Statt glänzend und kraftvoll sind deine Längen eher spröde und wirken stumpf? Das nervt. Doch was hilft bei trockenen Haaren? Wir haben die Antworten.

#1. Auf die richtigen Inhaltsstoffe setzen

Bei der Wahl der Haarpflegeprodukte ist es ratsam, einen genauen Blick draufzuhelfen. Denn trockenes Haar braucht besonders viel Pflege. Deswegen: Bei Spülung, Shampoo und Haarmaske unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten. Hilfreich sein etwa

  • Pflanzenöle (Lipide)
  • Urea
  • Keratin
  • Panthenol  
  • Aloe Vera 

All diese Inhaltsstoffe geben den Haaren einen Feuchtigkeits-Boost. Keratin repariert beispielsweise trockenes, geschädigtes Haar von Innen. Aloe Vera spendet wiederum Feuchtigkeit und ummantelt die Haarfasern wie ein Schutzfilm. Kurzum: Am besten also an Produktserien halten, die speziell auf die Bedürfnisse trockener Haare abgestimmt sind.

#2: Die Haare seltener waschen

Nein. Das ist kein Witz! Sondern ein wirklich hilfreicher Tipp bei trockenen Haaren. Häufiges Waschen sorgt für noch mehr Trockenheit auf der Kopfhaut – und somit in den Haaren. Denn dabei werden die natürlichen Öle unserer Kopfhaut weggespült. Gerade, wer manchmal im Home Office arbeitet, hat gute Möglichkeiten, hin und wieder auf das Haarewaschen zu verzichten. Ansonsten helfen natürlich auch Tücher oder Haarbänder. Bei Trockenshampoo bitte vorsichtig sein. Oder am besten darauf verzichten. Das Produkt ist für schnell fettendes Haar vorgesehen. Denn auch das sorgt für noch mehr Trockenheit.

Übrigens: Immer nur mit lauwarmen Wasser duschen. Heißes Wasser verstärkt den negativen Effekt und stresen die Kopfhaut und trockene Haare umso mehr. Ganz am Ende wiederum lohnt es sich nicht, das Haar noch einmal mit kaltem Wasser auszuspülen. Denn so wird die Schuppenschicht geschlossen. Das Ergebnis: Ein schöner Glanz!

#3: Der Kopfhaut mal was Gutes tun…

Nur wenn die Kopfhaut gesund ist, sind es auch die Haare. Deswegen lieber auf aggressive Pflege verzichten, damit der pH-Wert nicht aus der Balance gebracht wird. Und: Eine kleine Kopfhautmassage von Zeit zu Zeit kann Wunder bewirken. Denn so wird die Durchblutung angekurbelt. Essentielle Nährstoffe können so vom Blut besser bis zu den Haarfollikeln transportiert werden: Das Haar wird gekräftigt und bekommt einen vitalen Glanz. Dafür den Kopf ein wenig nach vorne neigen und die gespreizten Finger mit leichtem Druck über die Kopfhaut kreisen. Zwei, drei Mal die Woche für fünf Minuten. Das genügt schon!

Und mehr noch: So eine Kopfhautmassage hat nicht nur guten Einfluss auf trockenes Haar. Sie entspannt auch. Falls der Stress im Alltag mal wieder Überhand nimmt.

#4: Hitze reduzieren

Nicht nur heißes Wasser, auch zu heiße Haarstyling-Geräte – Föhn, Glätteisen & Co. – strapazieren das Haar enorm. Denn die Hitze entzieht Feuchtigkeit. Die Schuppenschicht der Haut wird aufgeraut. Also am besten immer die mittlere Hitze und gerne auch mal Pausen einlegen. Zum Beispiel an den Tagen, wo die Haare sowieso nicht gewaschen werden. Beim Kauf von Styling-Produkten unbedingt auf Hitzeschutz setzen. Gut sind auch Glätteisen mit Keramikbeschichtung – sie verteilen die Hitze besser. Kurzum: Lieber auf etablierte Hersteller und Qualität setzen.

#5: Trockene Haare? UV-Schutz!

Gerade im Sommer ein wichtiger Tipp, wenn es darum geht, trockene Haare zu behandeln. Denn UV-Strahlen schädigen nicht nur die Haut (und lassen diese vorzeitig altern), sie strapazieren auch das Haupthaar. Es trocknet zusätzlich aus. Also in den warmen, sonnenreichen Monaten auf einen extra UV-Schutz setzen. Das erfordert nicht einmal viel Aufwand. Denn es gibt mittlerweile zahlreiche Sprays mit UV-Schutz, die einfach ins nasse Haar gesprüht werden. Und schon wird Haar und Kopfhaut vor aggressiven Strahlungen geschützt.

#6: Regelmäßig auf Haarmasken und Kuren setzen

Eine gute Ergänzung zu Shampoo und Conditioner: Es gibt tolle Haarmasken mit sogenannten Repair-Substanzen, die besonders intensiv pflegen und für einen Sofort-Effekt sorgen. Die Haar wirken im Anschluss geschmeidig und gestärkt. Eine Haarmaske sollte man ein Mal die Woche machen.
Extra-Tipp: Machen Sie es wie die Profis! Die Haarmaske in das Haar geben und im Anschluss ein Handtuch, das zuvor in warmen Wasser getränkt wurde, während der Einwirkzeit um den Kopf wickeln. Der Grund: Durch die Wärme werden die Haarfasern sanft geöffnet. Die reparierenden Inhaltsstoffe der Maske können so besser aufgenommen werden. 
Toll sind auch sogenannte „Leave-In-Produkte“. Trockene Haare bedanken sich beispielsweise, wenn Sie auf Glanzspray oder ein hochwertiges Haaröl setzen. Denn damit machen Sie Schluss mit trockenen Spitzen und Spliss. Auch fliegende Haare bekommen Sie so in den Griff. Und: Haaröl & Co. glätten eine aufgeraute, strapazierte Haarstruktur und sorgen für ein seidig-weiches Gefühl.

Trockene Haare: Worauf sollte man noch achten?

Damit trockenes Haar schnell wieder gesund wird, sollte man nicht nur auf die richtige Pflege setzen. Auch beim Styling gibt es ein paar Dinge zu beachten, die hilfreich sind.

  • Regelmäßig Spitzen schneiden lassen. Denn bei trockenen Haaren sind oftmals die Haarspitzen spröde und von Spliss befallen. Ein sanfter Spliss-Schnitt, bei dem nur die kaputten Enden abgeschnitten werden, sorgt für mehr Frische, gesundes Haar und eine tolle Leichtigkeit.
  • Auf den richtigen Haarschnitt setzen. Gerade, wer unter extrem trockenen Haar leidet, sollte sich möglicherweise von der Walle-Walle-Mähne verabschieden. Denn trockenes, langes Haar wirkt leider oftmals ungepflegt. Besser: Ein schicker (Long) Bob mit einer kompakten Länge. Das ist meist vorteilhafter. Ein weiterer Vorteil: Feines Haar bekommt durch so eine Frisur optisch mehr Volumen,
  • Lieber nicht das Haar färben. Keine Frage: Das ist nicht leicht. Aber gerade aggressive Blockierungen sorgen für sprödes Haar – insbesondere in den Spitzen. Lieber vom Friseur / von der Friseurin anständig beraten lassen.
  • Keine Haargummis mit Metall-Stück. Denn dadurch knicken und brechen die Haare. Mittlerweile gibt es in den Drogerien allerlei Haargummis und Haarbänder, die schonender sind – und ganz ohne Metall-Stück auskommen.

Sollte ich auf Hausmittel setzen, wenn ich unter trockenem Haar leide?

Kommt darauf an! Einfach Sonnenblumenöl in die Haare geben? Keine gute Idee. Es gibt aber tolle Öle, die trockene Haare schnell in den Griff bekommen können. Dazu zählen: Rizinus-, Mandel-, Jojoba-, Argan- oder Kokosöl. Der Grund: Diese Öle enthalten wertvolle Fettsäuren, die Feuchtigkeit spenden sowie nährendes Vitamin A und E sowie B-Vitamine. Für einen angenehmen Duft, können Sie beispielsweise noch ein paar Tropfen ätherische Öle hinzugeben (beispielsweise Lavendel).

  1. Mixtur in das Haar geben.
  2. Einwirken lassen. Am besten mit einem Handtuch um den Kopf – und über Nacht.
  3. Anschließend am nächsten Morgen mit lauwarmen Wasser auswaschen.
  4. Die Haare wie gewohnt stylen.

Kurzum: Trockene Haare müssen kein Dauerzustand sein – und können wunderbar behandelt werden.


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