Brustvergrößerung mit Eigenfett: Alle Fragen & Antworten

© Photo by Catalin Pateo on Unsplash

Dem Busen mit Eigenfett mehr Volumen zu verleihen, ist die neuste Methode zur Brustvergrößerung, die der Patientin zahlreiche bemerkenswerte Vorteile beschert.

Die Brustvergrößerungsoperation gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten kosmetischen Operationen: Egal ob der Hintergrund eine angeborene Deformität oder eine Veränderung der Brustform ist, eine Größenänderung nach der Schwangerschaft und der Stillzeit, eine natürliche Veränderung des Busens mit fortschreitendem Alter oder nur der Wunsch nach einem größeren Busen. Dieser spezielle Eingriff sorgt bei Frauen für ein Gefühl von Wohlbefinden und größerer Zufriedenheit.

Vom Silikonimplantat zur Fettinjektion

Bisher war die Silikonimplantation die bevorzugte Methode zur Brustvergrößerung. Als relativ neues Verfahren kam die Brustvergrößerung mit körpereigenen Fettzellen hinzu. Diese Methode wurde inzwischen verfeinert, verbessert und bei mehreren wissenschaftlichen Studien genau untersucht.

Bei der Fetttransplantationsbehandlung werden die körpereigenen Fettzellen zur Brustvergrößerung verwendet, die zuvor durch eine besonders sanfte Fettabsaugung gewonnen wurden. Durch eine schonende Reinigung und Anwendung einer speziellen Injektionstechnik wird ein dauerhaftes Ergebnis sichergestellt. Die Zellen, die die ersten 3 Monate überleben (ungefähr 50-80%), verhalten sich dann wie normale Fettzellen. Das heißt, wenn die Patientin nach der Operation abnimmt, verliert sie auch Volumen in den Brüsten, genau wie es eine nicht operierte Brust normalerweise tut – und umgekehrt. Ohne Gewichtsveränderungen beträgt die Dauer des Ergebnisses mehrere Jahre, mit großer Wahrscheinlichkeit aber lebenslang. Die Methode existiert jedoch nicht lange genug, um dies mit absoluter Sicherheit sagen zu können. Da jedoch ein großer Teil der Brust aus Fettzellen besteht, führt die Eigenfettinjektion zu einem völlig natürlichen und dauerhaften Ergebnis.

Voruntersuchung und Beratungsgespräch zur Brustvergrößerung mit Eigenfett

Vor der Brustvergrößerung mit körpereigenem Fett ist das intensive Gespräch mit dem plastischen Chirurgen unerlässlich, der diese Operation durchführen soll. In Wien könnte dies beispielsweise Dr. Dani Lutfi sein, der auch rekonstruktive Eingriffe nach Brustkrebs oder Unfällen in der Abteilung für Gynäkologie der Medizinischen Universität Wien durchführt. Dieser anerkannte Spezialist für Brustvergrößerung mit Eigenfett ist zudem dafür bekannt, dass er ein sehr persönliches, betreuendes Verhältnis zu seinen Patientinnen aufbaut, was denen die Angst vor der Operation nimmt.

Während dieses Patientengespräches wird die Vorgehensweise bei der Brustvergrößerung detailliert besprochen. Es wird genau festgelegt, wie viel Volumen der Brust hinzugefügt werden soll. Bei ungleich großen Brüsten, bei Deformationen oder solchen, die unterschiedlich ausgerichtet sind, kann eine tiefgreifender Korrektur vereinbart werden. Zugleich werden bei dieser Voruntersuchung Fotos gemacht und das Volumen der Brüste wird gemessen, um nach der Operation das Ergebnis besser beurteilen zu können. Übrigens haben Patientinnen das Recht, zu diesem Termin eine Begleitperson mitzubringen, vielleicht den Partner. Dieser erhält durch die Anwesenheit beim Gespräch den gleichen Wissensstand wie die Patientin, was später zu Hause die endgültige Entscheidung über die Behandlung vereinfacht.

Ist die Brustvergrößerung mit Eigenfett für jede Frau geeignet?

Generell ja. Allerdings gibt es sehr schlanke Frauen, die nicht über eine ausreichende Menge von Fettzellen verfügen. Zumeist werden in solchen Fällen die benötigten Fettzellen an mehreren Stellen entnommen, am Po, am Bauch, an den Hüften sowie an den Oberschenkeln.
Reicht auch diese Fettmenge nicht aus, besteht die Möglichkeit, die Eigenfettmethode mit einem Silikonimplantat zu kombinieren. Dabei wird ein gewöhnliches Silikonkissen in den Busen eingesetzt, was für ausreichend Volumen sorgt. Anschließend wird das gewonnene Fett um dieses Kissen gespült. Auf diese Weise entsteht eine vollkommen natürlich aussehende Brust, die sich auch so anfühlt, obwohl sich in ihr ein Silikonkissen befindet.

Vorbereitung und Ablauf der Brustvergrößerung mit Eigenfett

Um die Überlebensrate der zu injizierenden Fettzellen zu erhöhen, können Frauen vor einer Eigenfettbehandlung über etwa drei Wochen mit einem Saugnapf die Blutzirkulation in den Busen anregen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass in gut durchbluteten Brüsten die injizierten Fettzellen deutlich besser und schneller einheilen.

Schonende Fettabsaugung und die Brustvergrößerung

Am Tag der Operation werden zuerst ausreichend Fettzellen durch eine sanfte Fettabsaugung gewonnen. Dabei hat die Patientin im Vorgespräch entschieden, wo diese Fettabsaugung erfolgen soll. Während der Prozedur werden die Zellen automatisch mit Salzwasser gespült, wodurch das Öl aus beschädigten Fettzellen entfernt wird. Anschließend wird das gewonnene Fett aufbereitet. Durch die Zugabe von körpereigenen Blutzellen wird die Überlebensrate der Fettzellen in der Brust erhöht. Spezialisten wie Dr. Dani Lutfi entnehmen diese Zellen in langen Ketten. So stellen sie sicher, dass möglichst viele Zellen direkten Kontakt mit dem Brustgewebe bekommen, was für die Blutversorgung der Fettzellen überlebenswichtig ist. Das nun zur Implantation bereite Eigenfett wird mit Kanülen in den Busen gespritzt.

Ist der Eingriff abgeschlossen, bleibt die Patientin so lange unter ärztlicher Beobachtung, bis die Anästhetika vom Körper abgebaut sind und sich der Kreislauf stabilisiert hat. In der Regel wird eine Brustvergrößerung mit Eigenfett ambulant durchgeführt, sodass die Patientin fast immer noch am Tag der Operation nach Hause entlassen wird.

Nach der Operation

In der Regel spüren Patientinnen nur einen erhöhten Druck im Busen, der zumeist mit keinen oder nur geringen Schmerzen einher geht. Dieser Druck nimmt in der Regel spätestens nach zwei Tagen merkbar ab, weil dann der Körper das überschüssige Wasser im Busen abgebaut hat. Schmerzen treten allerdings an der Stelle auf, an der das Fett durch das Absaugen gewonnen wurde. Das Gefühl ähnelt dem eines Muskelkaters. Zudem bilden sich zumeist blaue Flecken, die aber nach wenigen Tagen abklingen und verschwinden.

Verhalten nach der Brustvergrößerung

Je nach körperlicher Konstitution und Umfang des Eingriffs, ist nach der Brustvergrößerung mit Eigenfett eine Ruhephase von etwa einer Woche unabdingbar. Dann können leichte Tätigkeiten wieder aufgenommen werden. Bevor die Patientin allerdings wieder Lasten heben, körperlich schwer arbeiten oder Sport treiben kann, vergehen mindestens zwei Wochen. Bei Sportarten, bei denen es zu einem Stoß oder Schlag auf die Brust kommen kann, ist eine Pause von vier bis sechs Wochen angeraten.

Die Vorteile der Brustvergrößerung mit Eigenfett zusammengefasst

– Die Eigenfettmethode zur Brustvergrößerung ist ein minimalinvasives Verfahren, welches ambulant durchgeführt werden kann.
– Wird der Busen mit Eigenfett vergrößert, ist das Ergebnis dauerhaft und bedarf keiner Nachbehandlung, ist die von der Patientin gewünschte Größe der Brust erreicht.
– Es besteht keine Gefahr der Abstoßung, denn es werden körpereigene Zellen verwendet.
– Auch das Risiko von Fibrosen oder Verhärtungen entfällt, was bei Silikonimplantaten häufiger zu beobachten ist.
– Die Patientin profitiert doppelt, denn es wird bei ihr überschüssiges Fett entnommen und die Brust wird vergrößert.
– Für Frauen mit unterschiedlich großen oder verschieden geformten Busen ist die Eigenfettmethode das Mittel der Wahl.


Vorheriger Artikel Trockene Haare: Was hilft?