SVYT Muenchen Interview Gruender Alexandra Lindner und Jan Lehmann

SVYT: Interview mit den Gründern

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Ein Rückzugsort im Ambiente eines privaten Member Clubs: Das ist das Konzept von SVYT, dem jüngst eröffneten Münchner Business Space. Doch was macht SVYT besonders? THE FREQUENT TRAVELLER traf die Gründer  Alexandra Lindner und Jan Lehmann auf ein Gespräch.

SVYT Muenchen Interview Gruender Alexandra Lindner und Jan Lehmann

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Frau Lindner, wie laufen die Geschäfte?

Alexandra Lindner: Jeder Unternehmer wird das kennen: Am Anfang steht viel Fleiß und Klinken putzen auf dem Programm. Wir haben in den vergangenen drei Monaten seit unserer Eröffnung viel gelernt und mitgenommen. Diese Erfahrung haben wir genutzt und an kleinen Stellschrauben gedreht, um unser Konzept nochmals besser zu machen. Jetzt ist unsere offizielle Pre-Opening Phase vorbei und wir starten in die Vollen.

Wie entstand die Idee zu SVYT? Was war die Vision?

Alexandra Lindner: Die Idee entstand aus einem eigenen Bedürfnis. Wir sind viel unterwegs und oftmals ist zwischen zwei Terminen noch Luft oder man braucht einen Besprechungsraum. Da hat sich immer die Frage gestellt: Wo geht man hin und muss nicht die gesamte Karte des Restaurant bestellen, um Sitzen bleiben zu können und wo hat man eine coole, internationale Atmosphäre, einen netten aber unaufdringlichen Service und wo laufe ich nicht Gefahr, dass mein Nebentisch das komplette Gespräch mitbekommt.

Erklären Sie uns doch einmal das Konzept?

Jan Lehmann: Unser Konzept lässt sich am besten mit einer First Class Lounge in der Innenstadt vergleichen. Zuvorkommender Service, ein hochwertig ausgesuchtes F+B Angebot, die Ausstattung eines Büros, verschiedene Raum- und Sitzplatzangebote sowie eine diskrete Atmosphäre fast wie im eigenen Wohnzimmer. Bei uns kann man sich wirklich auf sein Business konzentrieren, sei es man hat ein Meeting, muss einige Themen bearbeiten oder möchte einfach kurze Zeit in Ruhe ausspannen.

An wen richtet sich SVYT? Ausschließlich Business Traveller?

Alexandra Lindner: Es richtet sich primär an den Geschäftsreisenden, da wir seine Bedürfnisse optimal abdecken können. Aber natürlich ist auch für die lokalen Geschäftsleute ein Mehrwert gegeben. Hier stellt sich ja auch oftmals die Frage beispielsweise nach einem neutralen Ort außerhalb des eigenen Büros oder man benötigt zusätzliche Kapazitäten eines Konferenzraum.

Und wie unterscheiden Sie sich von Business Clubs oder Airport Lounges: Was bieten Sie für einen Mehrwert?

Jan Lehmann: Zuerst einmal haben wir keinen Flughafen. Spaß beiseite: Wenn auch die unterschiedlichen Serviceangebote durchaus ähnlich sind, so hat ja eine Flughafenlounge primär den Zweck dem Reisenden vor seinem Abflug noch eine kurze Zwischenstation zu bieten. Der Business Club wiederum bietet primär ein lokales Netzwerk. Mit SVYT dagegen bieten wir unseren Mitgliedern repräsentative Räumlichkeiten mit einem erfahrenen Service in bester Lage der Stadt. Wir sind also genau genommen eine Ergänzung zu diesen Serviceangeboten.

Wie wurde das Konzept bisher angenommen?

Jan Lehmann: Tatsächlich wie von uns erwartet: Sehr gut. Wir haben bisher tolles Feedback, sowohl zum Konzept als auch zu den Räumlichkeiten, bekommen. Wissen aber auch, dass wir jeden Tag weiter daran arbeiten müssen.

Wie genau sieht die Mitgliedschaft aus? Was kostet SVYT den einzelnen?

Alexandra Lindner:Wir bieten Mitgliedschaften mit monatlicher Laufzeit, flexible Tagestickets sowie individuelle Firmenmitgliedschaften an. Wir wollten eine einfache und faire Möglichkeit der Mitgliedschaft bieten. Denn nichts nervt mehr als wenn man Verträge eingeht, die man bezahlt obwohl man sie nie nutzt.

Sie haben noch einen dritten, nicht ganz unbekannten Co-Founder im Team?

Jan Lehmann: Um wen handelt es sich? Um Herrn Prof. Stephan Gerhard. Seines Zeichen Gründer der Treugast Unternehmensberatung, Gesellschafter der 25h Hotels und vieles mehr. Und wie man so schön sagt „Dem Hotelpapst“.

Was ist Ihr beider beruflicher Hintergrund? War es die erste Gründung für Sie?

Jan Lehmann: Unser beider Hintergrund ist ein klassischer BWL-Hintergrund. Wir haben aber bereits schon vorher Gründungserfahrung gesammelt. Ich war beispielsweise Co-Founder der Friendsfactory, einem der erstenAnbieter von Shared Offices in Deutschland. Wir wussten also schon was auf uns zukommt und sind nicht ganz blauäugig in das Vorhaben gestartet.

Was waren die für Sie wichtigsten Erkenntnisse in der Gründungsphase?

Alexandra Lindner: Man braucht ein gutes, kleines Team und eine detaillierte Vorbereitung. Darüber hinaus braucht man Leidenschaft für das Projekt und den unbegrenzten Glauben daran, dass das es ein Erfolg wird – egal wie viele schwierige Momente zwischendurch auftauchen. Darüber hinaus haben wir das Glück, dass wir einige Partner und Advisory Board Mitglieder haben, die uns hier sehr unterstützen und ebenfalls an den Erfolg von SVYT glauben.

Was ist Ihr Ziel mit SVYT? Wie wird es weitergehen? 

Alexandra Lindner: Da wir den Bedarf an unserem Konzept bestätigt bekommen haben, werden wir in absehbarer Zeit mit SVYT in die großen deutschen Wirtschaftsmetropolen gehen. Damit haben wir dann ein Netzwerk an Räumlichkeiten, das unseren vielreisenden Mitgliedern in vielen Städten ein „Zuhause in der Fremde“ bietet.

Vielen Dank für das Gespräch!


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