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Reisen mit Hund: Die besten Tipps & Tricks

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Mit dem vierbeinigen Freund in den Urlaub? Warum denn nicht? Hunde sind soziale Tiere und kommen gerne mit in die Ferien mit der Familie. Doch auf ein paar Dinge sollten Sie achten. Wie das Reisen mit Hund entspannt für alle Beteiligten wird, verraten wir. 

Etwa 42% aller Hundebesitzer:innen nehmen Ihren Hund grundsätzlich mit in den Urlaub. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Kein Wunder: Viele Hotels und Unterkünfte akzeptieren vierbeinige Gäste ebenfalls – und zahlreiche Destinationen, insbesondere in Deutschland und Europa – eignen sich ganz wunderbare für eine Reise mit Hund. 

Reisen mit Hund: Die richtige Planung

Allerdings bedarf es ein wenig Planung vorab. Beispielsweise sollten Sie sich fragen, was Sie Ihrem treuen Freund zumuten wollen? Das ist erst einmal eine Frage der Rasse. Ein Mops auf Wanderurlaub oder ein Husky in die Hitze von Siziliens verfrachten: Das ist alles andere als artgerecht. Und auch eine Flugreise mit Hund kann durchaus anstrengender werden, als ein Roadtrip. Zudem gibt es in einigen Ländern Einreisebestimmungen, die Sie beachten sollten. Informieren Sie sich auch vorab über hundefreundliche Unterkünfte, Hundestrände oder Wanderrouten für Hunde. 

Folgende Fragen sollten Sie sich stellen: 

  • Gibt es gesetzliche Einreisebestimmungen in das Wunschreiseland? 
  • Was muss ich vor Ort beim Führen eines Hundes beachten? 
  • Wie ist das Wetter vor Ort? Ist das für meinen Vierbeiner zumutbar? 
  • Auf welche Art reisen wir an? Flug, Zug oder Auto? Ist das artgerecht und machbar für meine Fellnase? 
  • Gibt es bestimmte Viren oder Parasiten vor Ort, die sich mein Hund einfangen kann? Greift meine Hundekrankenversicherung im Krankheitsfall oder muss ich nachrüsten?
  • Wie verbringe ich die Zeit vor Ort?  Kann ich da überall meinen Hund mitnehmen oder brauche ich gegebenenfalls eine Betreuung?

Das richtige Urlaubsziel aussuchen

Muss es wirklich die lange Flugreise sein? Oder ist ein Urlaub in Deutschland mit Hund nicht mindestens genauso wunderbar. Als Hundehalter:in trägt man nun einmal Verantwortung für den geliebten Fellfreund. Das bedeutet: Neben den eigenen Reisevorlieben muss man eben auch auf die Bedürfnisse des Hundes achten. Und sollten Sie eine Fernreise wiederum antreten, ist es womöglich sinnvoller, die Fellnase zu Hause zu lassen und in eine gute Betreuung zu geben. 

Gerade, wenn Sie erst neuerlich Hundebesitzer:in sind, empfiehlt es sich, die Reisetauglichkeit des Hundes vorab einmal zu testen. Machen Sie erst einmal mit dem Auto oder dem Zug längere Ausflüge am Wochenende. Später auch mal mit einer Übernachtung in einer ungewohnten Umgebung. So können Sie Ihren Hund langsam an das Reisen gewöhnen. Ansonsten kann so eine Reise mit Hund zu einem echten Stressfaktor für alle Beteiligten werden.

Reisen mit Hund: Die richtige Unterkunft finden

Wie bereits erwähnt: Es gibt mittlerweile zahlreiche Hotels, die das Mitbringen eines tierischen Gastes durchaus akzeptieren. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Häuser auch auf Hunde ausgerichtet sind. Beispielsweise kann es Regelungen geben, dass der Vierbeiner nicht in den Speisesaal darf – oder nicht alleine auf dem Zimmer bleiben kann. Und: Viele Hotels haben nur eine begrenzte Anzahl an Hundezimmern. Deswegen unbedingt bei der Buchung abklären, ob Kapazitäten während Ihres Wunschzeitraums bestehen. 

Aufgepasst: Sollten Sie sich für eine Ferienunterkunft oder ein Haus entscheiden, bedeutet das nicht unmittelbar, dass Hunde hier erlaubt sind. Manche Vermieter:innen freuen sich ganz und gar nicht über tierische Gäste. Andere Ferienhäuser wiederum sind extra auf das Reisen mit Hund ausgelegt. Am besten, Sie halten nach einer derartigen Unterkunft Ausschau. Denn dann ist beispielsweise auch der Garten umzäunt – und Ihr felliger Freund kann sich unbekümmert im Grünen austoben. 

Ganz wichtig: Einmal einen Gesundheitscheck vor der Reise machen

Gerade, wenn es um die Gesundheit Ihres lieben Freundes geht, sollten Sie vorab keine Abstriche machen und auch kein Auge zudrücken. Fragen Sie sich ehrlich: Ist der Hund fit genug für die Reise. Ein Gesundheitscheck bei dem Tierarzt oder der Tierärztin ist durchaus ratsam. Hier können auch noch einmal alle wichtigen Impfungen durchgegangen werden. Denn gerade im südlichen Europa gibt es allerlei Infektionskrankheiten, die über Sandfliegen oder Zecken übertragen werden. Halten Sie daher mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin noch einmal Rücksprache und stellen Sie sicher, dass Ihre Reiseapotheke gut ausgestattet ist. Es gilt: Lieber etwas vorsichtiger sein. So können Sie entspannter reisen – und sollte doch einmal vor Ort ein Krankheitsfall auftreten, gelassener bleiben. 

In die Reiseapotheke gehören folgende Dinge: 

  • Wundspray oder -salbe
  • Parasitenprophylaxe
  • Desinfektionsmittel
  • Kohletabletten bzw. Durchfallpräparate
  • Ohrreiniger, sterile Kochsalzlösung zum Spülen
  • Elektrolyt-Pulver
  • Zeckenzange und Pinzette
  • Kühlkompressen, Verbandsmaterial, Schere
  • Mittel gegen Reiseübelkeit
  • Notfallnummern der Tierärzte vor Ort
  • bei kurzhaarigen Hunden: Sonnenschutz
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Reisen mit Hund: Was muss in den Koffer? 

Es kommt natürlich darauf an, wie die Anreise in den Urlaub mit Ihrem Hund erfolgt. Sollten Sie sich beispielsweise für eine Flugreise entscheiden, dann bedarf es – je nach Größe Ihres Vierbeiners – bestimmter Transportboxen. Beachten Sie unbedingt, dass mittelgroße und große Hunde als “Sondergepäck” gelten und als solches auch aufgegeben werden müssen. Das bedeutet, dass größere Vierbeiner nicht bei Ihnen im Passagierraum sind – sondern im Frachtraum untergebracht werden. Dafür ist ein eigener Transportbehälter nötig. Gegebenenfalls müssen Sie diesen selbst mitbringen. Denken Sie dann auch unbedingt an eine kuschelige Decke oder ein Hundebett im Transportbehälter. Denn im Frachtraum kann es durchaus kühl werden. 

Sollten Sie mit dem Auto fahren, empfehlen wir eine entsprechende Transportbox, ein Gepäcknetz oder (besonders bequem für Ihren Vierbeiner) einen Anschnallgut mit Hundegeschirr. Denn laut Straßenverkehrsordnung sind Sie verpflichtet, Ihren Hund im PKW zu sichern. 

Und noch ein Hinweis: Sollte Ihr Hund einen empfindlichen Magen haben oder einer speziellen Diät folgen, ist es unbedingt ratsam, das bewährte Futter mit auf die Reise zu nehmen. Denn eventuell gibt es dieses vor Ort in den lokalen Geschäften nicht zu kaufen. 

Grundausstattung für die Reise mit dem Hund: 

  • Heimtierausweis und Impfnachweis 
  • Versicherungsunterlagen (eine Kopie des Versicherungsscheins für die Hundehaftpflichtversicherung und bestenfalls auch die Hundekrankenversicherung)
  • Hundeleine oder Hundegeschirr
  • Maulkorb, wenn dies in dem jeweiligen Urlaubsland als Einreisebestimmung gilt
  • Kuscheldecke oder Hundebett
  • Lieblingsspielzeug
  • Lieblingsfutter und Dosenöffner
  • Wasser- und Futternapf und zusätzlich einen Schutz für den Boden, z.B. eine Plastikunterlage
  • Hundebürste, Hundekamm
  • Kotbeutel
  • Handtuch zum Trockenreiben
  • eine Hundemarke, auf der Sie Handynummer und Urlaubsadresse anbringen können

Reisen mit Hund: Ein kleines Fazit

Zugeben: Einfach spontan losfahren und Urlaub genießen – das ist als Hundebesitzer:in sicherlich nicht möglich. Ferien mit dem Vierbeiner erfordert einiges an Planung und Sie sollten einige Dinge beachten und organisieren. Lassen Sie sich davon aber bitte nicht abschrecken. Wenn Sie eine geeignete Unterkunft und eine schöne Destination gefunden haben, dann kann das reisen mit Hund und die gemeinsame Zeit vor Ort ganz wunderbar werden. 


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