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11 Gründe für eine Reise nach Malaga

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Malerisch gelegen, in Mitten von Gebirgen und umgehen von der Costa del Sol ist Malaga ein wunderbares und vor allem geschichtsträchtiges Reiseziel. Immerhin strotzt die Stadt nur so von Historie, Sehenswürdigkeiten, exzellentem Essen. Nicht zuletzt wurde Pablo Picasso hier geboren. Und doch: Malaga als Reiseort ist eine unterschätzte Destination und bietet noch viele wunderbare Ecken, fernab der Touristen-Trampelpfade. Wir liefern 11 gute Gründe für eine Reise in die Stadt in Andalusien. 

1. Das Klima

Milde Winter, herrliche Frühlinge, warme, sonnige Sommer: In Malaga herrscht ein warmes, gemäßigtes Mittelmeerklima, was für rund 3.300 Sonnenstunden im Jahr sorgt. Aus gutem Grund trägt die Region rund um die schöne Stadt auch den Namen „Costa del Sol“. Doch aufgepasst: im Sommer können die Temperaturen in Malaga schon einmal heiße 40 Grad erreichen, weswegen Liebhaber:innen der Stadt die Off-Season so schätzen. Denn im Frühling und im Herbst ist Malaga wohl am schönsten. Baden kann man uim April oder Mai zwar noch nicht, wohl aber noch im September und Oktober. Da gibt’s noch Temperaturen bis zu 35 Grad und eine Wassertemperatur von rund 30 Grad.

2. Die wunderbare Lage

Malaga befindet sich an der andalusischen Küste, die sich über 836 Kilometer von der portugiesischen Grenze im Westen bis nach Murcia im Osten erstreckt. Und genau in der Mitte liegt Malaga. Diese gute, zentrale Lage ist extrem günstig – weswegen auch der Flughafen der Stadt hoch frequentiert ist. Das ist gut für den Geldbeutel aller deutschen Urlauber:innen, denn viele Airlines bieten günstige Direktflüge von Deutschland aus an. Und: Von Malaga lässt es sich wunderbar weiterreisen. Wer mag, schnappt sich ein günstiges Mietauto (hierfür gibt’s ebenfalls zahlreiche Anbieter vor Ort) und tingelt die herrliche Küste Andalusiens entlang. 

3. Die eindrucksvolle Geschichte

Phönizier, Römer und Araber – sie alle eroberten einst Malaga. Und das aus gutem Grund: Denn die bereits erwähnte, herausragende Lage machte sorgte dafür, dass schon vor über 2.000 Jahren die Phönizier hier die erste Handelsrouten etablierten, die über den Hafen der Mittelmeerstadt führten. Es folgten die Griechen, Karthager, die Römer und im 8. Jahrhundert dann auch die Araber. Alle Kulturen und Gesellschaften hinterließen jeweils ihre Spuren, die man an allen Ecken in Malaga entdecken kann. Da gibt es beispielsweise die Alcazaba, das Wahrzeichen der Stadt. Es ist eine der größten arabischen Festungen in der gesamten andalusischen Region. Ein römische Amphitheater erinnert wieder, an die Zeit der Römer. Wer mag kann auf den Spuren der Zeit wandeln und abtauchen in vergangene Zeiten. Malaga bietet allerlei Geschichten und Anekdoten.

4. Die zahlreichen Museen

Und eben weil die Mittelmeerstadt in Andalusien so eine reiche und lange Geschichte hat, gibt es – das mag kaum überraschen – auch zahlreiche Museen für alle Kunst- und Kultur-Liebhaber:innen zu entdecken. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Stadt einen berühmten Sohn hat: Pablo Picasso wurde 1811 an der Plaza de la Merced geboren und verbrachte in Malaga die ersten zehn Jahre seines Lebens. Aus gutem Grund gibt es seit 1997 im Geburtshaus des großen Künstlers die Picasso-Stiftung. Überraschenderweise gibt’s erst seit 2003 das Museo Picasso im Palacio de Buenavista. Wenn auch noch relativ jung, so gibt es hier rund 200 Werke des Künstlers zu betrachten. Es ist nur eines von mittlerweile rund 30 Museen in der Mittelmeerstadt. empfehlenswert ist auch das Museo Carmen Thyssen, das Pompidou Museum, das Wein Museum oder das Museum für Zeitgenössische Kunst (CAC).

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5. Das Essen

Kulinarisch steht in Malaga der Fisch im Fokus. Immerhin handelt es sich um eine Hafenstadt mit einem großen, florierenden Fisch-Handel. Berühmt (aber alles andere als gesund) sind die köstlichen kleinen „pescaito frito“. Übersetzt heißt das „frittiertes Fischchen“. Hier kommen Sardellen, Speis, Tintenfisch oder Seehecht paniert in die mit reichlich Olivenöl gefüllte Fritteuse. Eine kleine, gebackene Köstlichkeit. Empfehlenswert sind auch die Sardinenspieße „espetos“, die langsam über der Glut gegrillt und gegart werden. Die schmecken im Übrigen besonders gut zwischen Mai und August. Denn dann sind die kleinen Sardinen besonders saftig! Keine Lust auf Fisch? Keine Sorge! Glücklicherweise gibt’s in der schönen Mittelmeerstadt zahlreiche tolle Bars, wo zu guten Drinks herausragende Tapas gereicht werden. 

6. Die Markthalle

Wir bleiben bei der Kulinarik und widmen uns der wunderbaren, geschichtsträchtigen Markthalle von Malaga, genannt Mercado de Atarazanas. Ein Schlaraffenland für alle Kulinariker:innen. Denn hier gibt es 265 Verkaufsstände, die montags bis samstags zwischen 8 und 15 Uhr Fisch und Obst, Gemüse und Meeresfrüchte, Oliven und – wenn der kleine Hunger kommt – auch frische „pescaito frito“ feilbieten. Eindrucksvoll an der Markthalle ist aber auch die Architektur. Das wunderschöne Hauptportal ist aus weißem Marmor gefertigt. Das ganze Gebäude erinnert an eine Schiffswerft. Aus gutem Grund steht über dem Hauptportal das Wort „atarazana“, was „Werft“ bedeutet. Entstanden ist die Markthalle unter der Herrschaft der muslimischen Nasriden-Dynastie. Die Christen nutzten das Gebäude spöter dann als Lazarett, als Kaserne und Lagerhaus und fast wäre es verfallen und abgerissen worden. Doch dann, im Jahre 1870, wurde das Projekt von Joaquín Rucoba bewilligt, eine neue Mrlthalle zu bauen. Und so ist die Mercado de Atarazanas heute eines der renommiertesten Beispiele für die Architektur Malagas im 19. Jahrhundert.

7. Die einarmige Kathedrale

Und wo wir gerade von Architektur sprechen. Ein Highlight für alle Architektur-Liebhaber:innen ist die Kathedrale von Malaga, die – selbst nach einer Bauzeit von 150 Jahren – nie fertiggestellt wurde. Trotz ihres unfertigen Zustands, ist die Kathedrale ein wunderschöne Sakralbau. Hier können Besucher:innen Elemente aus dem Gotischen, dem Barocken und dem Neoklassizistischen bewundern. Einst wurde die Kirsche von der katholischen Königin Isabella I. und König Ferdinand II. von Aragon 1487 in Auftrag gegeben wurde. Allerdings: Geldmangel sorgte dafür, dass der ursprünglich geplante Südturm nie erreichtet wurde. Aus diesem Grund taufte man die Kathedrale mit dem liebevollen Spitznamen „La Marquita“. Zu deutsch: Die Einarmige. Der offizielle Name ist bei weite nicht so eingängig: Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación. 

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8. Die tollen Strände

Sie haben einfach mal Lust auf das süße Nichtstun und ein wenig Erholung am Strand? Auch dafür ist die Hafenstadt in Andalusien perfekt. Denn man muss die Stadt gar nicht verlassen, um ein die Sehnsucht nach dem Meer zu stillen. Einige wunderbare Sandstrände gibt es direkt in Malaga. Da ist zum einen der zentral gelegenen Sandstrand La Malagueta, der etwa 1,2 Kilometer lang ist und gleich noch eine belebte Promenade bietet. Zahlreiche Bars und Restaurants reihen sich hier aneinander. Westlich des Hanfes befindet sich wiederum die Playa de Huelín sowie Las Acacías und El Palo im Osten der Stadt.

9. Die bunten Parks und Gärten

Wer lieber ein schattiges Plätzchen in Malaga sucht, findet eine Oase mitten im Zentrum: Der Parque de Malaga ist die grüne Lunge der Stadt. Bereits 1899 errichtet, wurde der Park und die Promenade immer weiter ergänzt. Heute gibt’s hier wunderschöne, uralte Bäume mit ausladenden Baumkronen und subtropische Pflanzen. Daneben Skulpturen, Denkmäler und schöne Springbrunnen. Kurzum: Im Parque de Malaga kann man herrlich ausspannen und einen wunderbaren Tag verbringen, beispielsweise bei einem Picknick? Auch die Jardines de Picasso, der Parque de Huelin, die Jardines de Puerta Oscura und Jardines de Pedro Luis laden zu einer entspannten Verschnaufpause im Grünen ein.

10. Die berühmte Bodega El Pimpi

Direkt gegenüber vom römischen Amphitheater und etwas versteckt hinter ein paar Bäumen befindet sich El Pimpf, die vielleicht berühmteste Bodega der Stadt. Traditionsreich und urig gibt’s hier alles, was das durstige und hungrige Herz begehrt. Insbesondere die süßen Malagaweine stehen hier auf der Karte. Und so ist El Pimpi ein Hotspot der Touristen, aber auch der Prominenz. So kehrt beispielsweise der Schauspieler Antonio Banderas, ebenfalls ein berühmter Sohn der Stadt, hier regelmäßig ein, ebenso wie manche Größen der Flamenco-Welt. Die Tradition will es so, dass sich die Stars bei ihrem Besuch mit einer Unterschrift auf einem der hölzernen Weinfässer verewigen.

Lieber Lust auf eine trendige Bar? Dann empfehle wir Fonzo Tapas Bar. Das Lokal bietet leckere und kreative vegetarische Gerichte, aber auch Fleisch und gilt unter Locals als absolutes Must-Go.

11. Die vielen Geheimtipps in Malaga

Das Tolle an Malaga: Es ist gerade in der Off-Season noch so herrlich unentdeckt von internationalen Tourist:innen. Und so finden sich in der schönen Hafenstadt zahlreiche Geheimtipps und Insider-Spots. Hier unsere drei liebsten Geheimtipps der Stadt:

  • Für einen leckeren Drink über den Dächern der Stadt bietet sich die Alcazaba Rooftop Bar an. Mit der Lage in der Calle Alcazabilla gibt es hier zu guten Cocktails eindrucksvolle Ausblicke auf die prächtige Alcazaba. Toll, vor allem zum Sonnenuntergang.
  • Für alle, die gerne wandern, ist der Caminito del Rey ein Besuch wert. Der schöne Weg ist etwa acht Kilometer lang und wurde 100 Meter über dem Flussbett, in einer Schlucht. Von hier gibt’s eine atemberaubende Aussicht. Einfach wunderbar!
  • Für romantische Sonnenuntergänge empfehlen wir den Monte San Anton, im östlichen Teil von Malaga. Hier auf der Bergspitze steht das Gipfelkreuz Cruz de San Anton. Und der Sonnenuntergang ist einfach atemberaubend.


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