24 Stunden in New york

24 Stunden in New York: Die besten Tipps

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Sie ist die Stadt, die niemals schläft und ihr Gesicht im Eiltempo verändert: New York City. Um keines ihrer Highlights zu verpassen, traf sich THE FREQUENT TRAVELLER mit Autorin und NY-Kennerin Liza Weisstuch zum Streifzug durch Manhattan. Zu verschnaufen boten diese 24 Stunden in New York wie erwartet keine Gelegenheit – umso mehr für Empfehlungen im Nachhinein…

24 Stunden in New York

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 Hotel – Nachtasyl für Stadtnomaden

Das „NoMad Hotel“ befindet sich in einem imposanten Beaux-Arts-Gebäude am Broadway, das zu seiner Eröffnung 2012 kernsaniert wurde. Schon im Interieur von Designer Jacques Garcia tritt der Anspruch des Hotels zu Tage: ruhig, akzentuiert und qualitätsbewusst. Die 168 Gästezimmer verfügen über Mahagonischreibtische, Ahornparkett sowie Originalkunstwerke an den Wänden. On top gibt es ein Stadtpanorama ohne jeglichen Kitsch. Das gleichnamige Restaurant „NoMad“ und die Hotelbar zählen zu New Yorks Kritikerlieblingen – gute Gründe also, abends mal nicht durch die Straßen Manhattans zu ziehen.

The NoMad Hotel, Adresse: 1170 Broadway, New York, NY 10001, USA. Tel: +1 (0) 212 796 1500, https://www.thenomadhotel.com


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Restaurant – Big Taste im Big Apple

Drei Michelin-Sterne, stadtbekannter Service und ein Speiseraum im Art-déco-Stil: Das „Eleven Madison Park“, das zur renommierten Relais & Châteaux-Gruppe zählt, ist eine (noch junge) Institution in New Yorks Gastronomielandschaft. Dort, wo einst der höchste Wolkenkratzer der Welt stehen sollte, kreiert Daniel Humm seit sechs Jahren kulinarische Superlative. Ein Essen beim Schweizer Chefkoch umfasst bis zu zehn Gänge und nimmt rund drei Stunden in Anspruch. Mit 295 US-Dollar pro Person sicherlich kein Schnäppchen, aber der passende Ausklang für einen erfolgreichen Geschäftstrip.

Eleven Madison Park, Metropolitan Life North Building, 11 Madison Ave, New York, NY 10010, USA. Tel: +1 (0) 212 889 0905, http://www.elevenmadisonpark.com/


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Bar – Mein Name ist Hase …

Von den zahlreichen Auszeichnungen als weltbeste Bar scheinen die Chefs des „Dead Rabbit“ nichts wissen zu wollen. Stattdessen kümmern sich Sean Muldoon und Jack McGarry um jeden Gast, als sei er in seiner Stammkneipe. Während im Erdgeschoss Craft Beer und Bottled Punch ausgeschenkt werden, stehen im ersten Stock 72 Cocktailrezepte aus dem vorletzten Jahrhundert zur Auswahl. Müßig zu erwähnen, dass der Irish Pub im Financial District auch über ein wohlsortiertes Whiskeyangebot verfügt. Wer zurückhaltendes Ambiente bevorzugt, nimmt ein Cab nach Greenwich Village. In „ZZ’s Clam Bar“ kommen Feinschmeckerzungen auf ihre Kosten. Metaphorisch wie monetär.

The Dead Rabbit Grocery and Grog, 30 Water St, New York, NY 10004, USA. Tel: +1 (0) 646 422 7906, www.deadrabbitnyc.com

ZZ’s Clam Bar, 169 Thompson St, New York, NY 10012, USA. Tel: +1 (0) 212 254 3000, http://zzsclambar.com/


Party – Afterwork trifft Varieté

„The Box“ gehört zu den sehenswertesten After-Work-Locations in Manhattan. Das liegt zum einen an den hochkarätigen Showacts aus den Bereichen Gesang, Kleinkunst und Tanz, zum anderen besticht der Club durch sein stilsicheres Publikum. Auf drei Etagen lassen Banker genauso wie Kreative ihre überlangen Arbeitstage hinter sich. Der Einlass beginnt ab elf Uhr und endet in der Regel um Mitternacht – bei einer maximalen Besucherzahl von 288 Personen verständlich. „The Box“ hat von Dienstag bis Samstag geöffnet. Reservierungen sind für die Privattische erforderlich, ansonsten gilt: first come, first party.

The Box, 189 Chrystie St, New York, NY 10002, USA. Tel: +1 (0) 212 982 9301, www.theboxnyc.com


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Shopping – Oldie but Goldie

Mit wenig Zeit und hohen Erwartungen kann Shopping in New York zum Albtraum werden. Nur gut, dass das „Bergdorf Goodman“ Qualität und Trends an einem Ort zusammenbringt. Auf zwölf Etagen (davon immerhin drei für Herren) finden sich amerikanische Designer, Luxuslabels sowie spannende Nischenbrands. Das Portfolio überzeugt Kenner und Pragmatiker gleichermaßen. Zudem gelten die originellen Schaufenster des Kaufhauses als eigenständige Sehenswürdigkeit. Wessen Zeitkonto mitspielt, der fährt zum Freiluftshoppen nach Chelsea. Zwischen 8th und 10th Avenue befinden sich viele Multi-Brand-Boutiquen. Sehenswert sind u. a. Jeffrey, Parke & Ronen oder Malin+Goetz. Second-Hand-Couture gibt es einige Blocks weiter bei New York Vintage (117 W 25th St).

Bergdorf Goodman, 754 5th Ave, New York, NY 10019, USA. Tel: +1 (0) 212 753 7300, http://www.bergdorfgoodman.com/

Chelsea, Anfahrt über „Chelsea Market“. Die besten Shops befinden sich zwischen 8th und 10th Avenue sowie 14th und 20th Street.


Kunst – Auf Schnitzeljagd

Wer ein Interesse an zeitgenössischer Kunst hegt, kann entweder in New Yorks breit gefächerte Museenlandschaft eintauchen oder Larry Gagosian einen Besuch abstatten. Der Galerist gehört zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Kunstwelt und unterhält allein in Manhattan fünf Niederlassungen, die für die Öffentlichkeit frei zugänglich sind. Zu seinem Portfolio gehören internationale Größen wie Georg Baselitz, Ellen Gallagher, Andreas Gursky, Jeff Koons oder Takashi Murakami. Informationen zu laufenden Ausstellungen können der Website entnommen werden. Besichtigungen für Kaufinteressenten auf Anfrage.

Gagosian Gallery, 980 Madison Avenue, New York, NY 10075, USA (Haupthaus). Tel: +1 (0) 212 744 2313, www.gagosian.com/


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Kultur – Beyond the River

Die Bewohner Manhattans verlassen ihre Insel bekanntermaßen ungern. Doch für Events der „BAM“ springen auch sie über ihre Schatten. Oder den East River. Die „Brooklyn Academy of Music“ verfügt über drei Aufführungsstätten, in denen Sprechtheater, Programmkinos, Musikbühnen und eine Oper untergebracht sind. Neben erstklassigen Film- und Musikfestivals ist das „BAM“ ein Mekka für kontemporäres amerikanisches Theater fernab vom Tamtam des Broadway. Wer seine Exkursion besonders authentisch angehen will, gönnt sich die Anreise per U-Bahn bis „Atlantic Avenue“.

Brooklyn Academy of Music, 30 Lafayette Ave, Brooklyn, NY 11217, USA. Aktuelle Programmhinweise unter: www.bam.org/


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Umsonst  – Über den Dingen stehen

Ende der Neunzigerjahre war die stillgelegte Eisenbahntrasse „High Line“ noch dem Abriss geweiht. Beherzte Aktivisten retteten sie jedoch in letzter Minute und schenkten New York so ein neues Wahrzeichen. In Zusammenarbeit mit städtischen Behörden gestalteten die „Friends of the High Line“ die rostige Brücke zu einer blühenden Parklandschaft um. Seit 2009 dient der „High Line Park“ als Begegnungsstätte und ist Schauplatz vieler Kultur-, Kunst- und Sportevents. Unser Tipp: Nutzen Sie klare Wintertage für einen Spaziergang auf der High Line. Dann ist wenig los, und man kann sich eine kurze Verschnaufpause vom rasanten Manhattan nehmen.

The High Line, Aufstieg über „Gansevoort Street“ im Meatpacking District zwischen 10th und 12th Avenue. Öffnungszeiten unter: http://www.thehighline.org/


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Back in the air – Raus aus New York

Aus Manhattan rauszukommen gestaltet sich mitunter schwieriger als das Ankommen. Vor allem, wenn die Rushhour zwischen den Häuserschluchten tobt. Für solche Fälle empfiehlt sich der Helikopterservice von „Fly Blade“. In nur zwanzig Minuten steht eine Chartermaschine an einer der vier Flyblade-Lounges zur Verfügung. Buchbar sind Airport-Transfers sowie Flüge in die Hamptons, nach Miami oder auf die Bahamas – alles bequem per App. Schließlich heißt eines der meistgehörten Sprichwörter an der Wall Street: „Time is money.“

Fly Blade Inc., weitere Infos zu Buchungen unter: www.flyblade.com.


Drei Insidertipps von Stefan Athmann, General Manager im Regent Berlin und bekennender New-York-Liebhaber

  1. The Mercer Kitchen– für Athmann „the place to be“ und ein absolutes Muss, wenn er in NYC ist. Toprestaurant in SoHo mit einem tollen Publikum (Mischung aus Feierabend-New Yorkern und Touristen).
  2. Martini-Cocktail in der „Bar Seine“ im Hôtel Plaza Athénée New York – ein Ort zum stillen Genießen, gerade nach einem trubeligen Tag.
  3. Circle Line Tour um Manhattan – der Klassiker, aber immer wieder ein Erlebnis!


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