marmelade und gin Tonka Gin Marmetube

Marmelade und Gin? Die Foodies von Marmetube und Tonka Gin im Interview

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Ein lauer Sommerabend brachte zwei Hamburger Manufakturen zusammen, eine Fruchtbombe der besonderen Art zu kreieren: Tonka Gin Gründer Daniel Soumikh und Marmetube Gründer Daniel Hutschenreuter haben Gin mit Marmelade verschmolzen. Das Ergebnis ist der exotische und umweltbewusste Fruchtaufstrich Marmetube Erdbeere Tonkabohne. Wie diese verrückte Idee zustande kam, welche Rolle dabei recyceltes Aluminium spielt und welche Pläne der Gin-Experte und der Marmeladen-Macher außerdem schmieden, verraten uns die beiden im Interview.

Hallo ihr Beiden. Mal als erstes direkt die Frage. Marmelade und Gin: Wie passt das zusammen?  

Daniel S. (Tonka Gin): Das Geheimnis liegt in der ausgefeilten Zutaten-Kombi. Wer Tonka Gin bzw. die unverwechselbare Tonkabohne noch nicht probiert hat, muss sich geschmacklich auf eine Vanilleähnliche, süß-herbe Milde einstellen. Die exotische Würze der Tonkabohne harmoniert dabei perfekt mit Früchten. So hatte ich bereits mit Erdbeer-Cocktails experimentiert, die richtig gut ankamen.

Daniel H. (Marmetube): Moin! Bei einer guten Marmelade ist mir wichtig, dass der Fruchtgeschmack dominiert, nicht die Süße. Wir setzen deshalb auf 100% echte Früchte, dadurch enthält unser Fruchtaufstrich deutlich weniger Zucker als herkömmliche Marmeladen. Und nur so lässt sich eine Aromabalance zwischen Erdbeeren und der mediterranen Tonkabohne herstellen. Im Ergebnis schmeckt die Marmetube Erdbeere Tonkabohne damit weder zu süß noch zu herb und hat einen besonderen Twist.

marmelade und gin

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Wie kamt ihr zu der Idee, miteinander zu kollaborieren? 

Daniel S.: Daniel und ich haben uns im Sommer 2020 auf einer Geburtstags-Gartenparty kennengelernt und im Gespräch schnell festgestellt, dass wir bereits gegenseitig Fans unserer Produkte sind. Bei uns gehört Marmetube bereits seit Jahren fest zur Frühstücksausstattung. Und meine Frau Serap hatte zuvor schon die Idee, Tonka Gin mit einer Marmelade zu verschmelzen. Das war wohl ein Wink des Schicksals.

Daniel H.: Ich kannte Tonka Gin schon von diversen Messen, auf denen ich früher als Vertreter für Spirituosen unterwegs war. Eine gewisse Affinität und Experimentierfreude bei Drinks und Geschmackssorten war quasi von Natur aus vorhanden und Marmetube konnte ich mir perfekt als Garnierung für Cocktails vorstellen.

Bekommt man eigentlich einen Schwips von der Marmelade?

Daniel S.: Nein, sie ist alkoholfrei.

Wem schmeckt Eure Kombi?

Daniel S.: Unser Fruchtaufstrich ist für jeden, der den außergewöhnlichen Genuss sucht und sich etwas Besonderes gönnen möchte, ohne dafür viel Geld hinlegen zu müssen. Ob privat zum Frühstück oder für den Drink im Feierabend. Wir haben ein passendes Cocktail-Rezept mit Tonka Gin entwickelt, das auch jene überzeugen dürfte, die das herkömmliche Wachholderbouquet nicht so gern mögen. Auch Bartender und Gastronomen sind immer auf der Suche nach dem gewissen exotischen Extra für ihre Drinks und Speisen.

Daniel H.: Die handliche 200g-Tube lässt sicher super auf Reisen, zur Arbeit oder für das nächste Picknick mitnehmen. Dazu ist sie länger haltbar als Marmeladen aus dem Glas, weil Buttermesser und angeleckte Löffel draußen bleiben. Kids lieben die Tube, weil sie damit ihre Brötchen selbstständig mit Marmelade beklecksen können. Wer zusätzlich auf seinen ökologischen Fußabdruck achten möchte, wird mit uns ebenfalls happy. Die Tuben sind zu 100% aus recyceltem Aluminium und verursachen damit bei der Aufbereitung und beim Transport 80% weniger CO2-Emissionen als vergleichbare Verpackungen.

Warum ist Aluminium eigentlich nachhaltiger als Glas?  

Daniel H.: Es gibt bis heute kein Verfahren, das Glas vollständig recyceln kann. Daher besteht Glas maximal zu 60% aus Altglas. Glas wird aus Quarzsand gewonnen und ist demnach eine endliche Ressource. Aluminium hingegen besitzt eine sehr gute Recycelfähigkeit ohne Wertverlust. So sind 75% des weltweiten Aluminiums seit 1888 bis heute im Umlauf. Das Erdmetall benötigt im Recyclingprozess gerade mal 5% der Energie aus der Primärherstellung.

Was steht bei Euch als nächstes an?  

Daniel S.: Wir arbeiten gerade an einer alkoholfreien Variante des Tonka Gins – das wird aufregend.

Daniel H.: Wir wollen Marmetube stärker in Europa positionieren und Fuß in der Hotellerie und im Catering fassen. Plastikmüll und Lebensmittelverschwendung sind dort ein großes Thema. Häufig müssen kleine Konfitüre-Plasikschachteln vom Frühstücksbuffet weggeschmissen werden, obwohl sie noch halbvoll sind. Oder es werden ganze Gläser entsorgt, weil die Marmelade stundenlang offenstand und vor Bakterien ungeschützt war. Dem möchten wir mit recycelbaren und umweltschonenden Minituben entgegenwirken.

 Was ist der beste Rat, der Euch als Gründer jemals gegeben wurde?  

Daniel S.: Wenn Du eine Idee hast, an die du glaubst, dann wag den Sprung, sie in die Tat umzusetzen. Sonst machen es andere.

Daniel H.: Konzentriere dich auf die Lösung, anstatt das Problem zu thematisieren. Klingt etwas abgedroschen, ist aber im Kern richtig und wichtig.

Wenn wir Euch spontan besuchen würden, was würdet ihr servieren?

Daniel S.: Einen Kaffee, Tee oder Tonka Gin auf Soda oder Cherry Blossom Tonic und mit Eis. Wahlweise mit frischen Früchten. Oder auch die Zimtvariante.

Daniel H.: Ich habe tatsächlich immer diverse Back- oder Brotwaren daheim und würde sie zusammen mit einem Stück Käse und Marmetube servieren.

Hätte eure Woche einen achten Tag – was würdet ihr an diesem anstellen? 

Daniel S.: Ich würde den Tag zur Entspannung nutzen und einfach mal das tun, was mir in den Sinn kommt. Mir meine Frau schnappen und bei gutem Wetter einen Tag ans Meer fahren. Abends ein großes Dinner mit Freunden im Garten.

Daniel H.: Mein Tag würde mit einem Croissant, einer Marmetube und einem Thermosbecher Kaffee auf einem Deich an der Elbe starten. Ansonsten würde ich mich sportlich betätigen, da ich dabei am besten abschalten kann und dem Kopf eine Pause gönne. Ich hoffe, ich werde an Deinem achten Tag ebenfalls in Deinen Garten eingeladen, Daniel!

Daniel S.: Selbstverständlich!

 

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