Zigarren Guide Tipps für Anfänger

Zigarren-Tipps für Anfänger: Ein kleiner Guide

© Photo by Keenan Barber on Unsplash

Nichts verkörpert so viel weltmännischen Stil und Eleganz, wie ein Gentleman, der eine Zigarre raucht. Und auch ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Zigarre hatte viele prominente Liebhaber. Zigarren stehen für Luxus und Zeit, denn mal eben hektisch eine Zigarre zu rauchen – so etwas gibt es nicht. Echte Zigarrenliebhaber kennen sich mit Herkunft und Marke bestens aus, wissen was ein „Curly Head“ ist (im Übrigen ein gezwirbeltes Tabakende am Kopf einiger Premium-Zigarren), sie beherrschen das Anschneiden, Anzünden und Rauchen in Perfektion Jedoch: Um nicht als Laie enttarnt zu werden, gilt es,  auf einige Dinge zu achten. Denn das Zigarrenrauchen ist eine Kunst für sich. Die wichtigsten Tipps haben wir in unserem kleinen Zigarren-Guide für Anfänger zusammengefasst. 

#1: Zigarren-Tipps: Die Sorte

Einsteiger sollten zu milderen Sorten greifen, da manche Sorten, die zu scharf oder würzig sind, die Lust am Zigarrengenuss nehmen könnten. Gute Sorten sind zum Beispiel VegaFina Corona, eine nussige Sorte aus der Dominikanischen Republik. Mittelkräftig und mit einem sauberen Tabakgeschmack kommt wiederum die kubanische H. Upmann daher. Die Flor de Copan Rothshild ist wiederum eine von Zedernholz umhüllte Zigarre aus Honduras, mit intensiven Noten von Pfeffer.

#2: Zigarren-Tipps: Die Qualitätskontrolle

Sie haben sich für eine Sorte entschieden, beispielsweise während Sie mit Geschäftspartnern in einer Lounge sitzen? Dann wird erst einmal die Qualität überprüft. Ist das Deckblatt der Zigarren intakt, oder hat es Einkerbungen, Risse oder sonstige Schäden? Gehen die Risse durch das Umblatt, ist das Zugverhalten gestört. Dann ist genussvolles Rauchen nicht möglich.

#3: Zigarren-Tipps: Die Lagerung

Zigarren richtig zu lagern ist unerlässlich für den perfekten Genuss. Sollten Sie also zu Hause Zigarren aufbewahren, empfiehlt sich ein Humidor, ein befeuchteter Kasten. Dieser sorgt dafür, dass die Zigarren ausreichend befeuchtet werden. Das ist deswegen so wichtig, weil sie in Ländern mit einer durchschnittlichen Luftfeuchte von 70 Prozent produziert werden. Das sind Bedingungen, die für die ätherischen Öle in der Zigarre perfekt sind. Ausgetrocknete Zigarren schmecken schlichtweg nicht mehr besonders gut. Ein Humidor beginnt preislich bei 50,00 €. Allerdings variieren die Preise stark. Und sie sind auch nicht immer ein verlässlicher Indikator für Qualität.

#4: Zigarren-Tipps: Das Anschneiden

Bei den meisten Zigarren muss der Zigarrenkopf, also der Teil, der in den Mund geführt wird, rauchfertig gemacht werden. Dafür bieten sich verschiedene Werkzeuge an: Zigarrenschneider, -bohrer oder -schere. Wichtig ist, den Schnitt an der Kappe zu setzen, damit das Deckblatt nicht beschädigt wird. Es werden also nur wenige Millimeter abgeschnitten.

#5: Zigarren-Tipps: Das Anzünden

Beim Anzünden der Zigarre ist vieles erlaubt, einiges verpönt aber nur wenig verboten. Kenner setzen entweder auf spezielle Zigarrenstreichölzer, die nicht mit Schwefel versetzt sind und besonders lang sind. Oder sie nutzen Zigarrenfeuerzeuge, die mit einer so genannten „Jetflamme“ ausgestattet sind. Dadurch gelingt das Anzünden besonders leicht. Von Benzinfeuerzeugen oder Schwefelhölzer sollte man die Finger lassen. Normale Feuerzeuge sind in Ordnung, wenn auch nicht besonders stilvoll.

Wichtig: Die Zigarre wird zunächst „getoastet“, sprich, sie wird der Flamme nicht direkt ausgesetzt, sondern sie wird indirekt erwärmt. Glüht der Zigarrenfuß, ist es Zeit, an der Zigarre zu ziehen. Zur Not noch einmal das Feuerzeug hinzuziehen.

 


Vorheriger Artikel Viktorianische Afternoon Tea Time im Regent Berlin