eigenes Modelabel gruenden

Eigenes Modelabel gründen? So geht’s

Viele junge Designer*innen verfolgen den Traum, ein eigenes Modelabel gründen und ins Leben zu rufen. Dieser Traum stellt allerdings auch eine große Herausforderung dar, denn schließlich herrscht auf dem Markt ein erbitterter Konkurrenzkampf. Wir geben einen ersten Überblick, worauf es ankommt, wenn man sein eigenes Modelabel gründen möchte…

Die angehenden Unternehmer müssen sich sowohl mit dem Thema der Unternehmensgründung befassen als auch über ausreichend Know-How im Bereich der Bekleidung und Mode verfügen. Durchschnittlich dauert es drei Jahre, bis ein eigenes Label profitable Umsätze erlaubt. 

Auch wenn es in der Branche einige erfolgreiche Quereinsteiger gibt, so ist eine fundierte Schneiderausbildung doch oft die beste Basis. Optimalerweise wird ebenfalls ein Studium des Modedesigns absolviert. 

Auf die Nachfrage oder die eigene Idee setzen?

Die Motivationen für die Gründung des eigenen Modelabels können sich durchaus unterschiedlich gestalten. In einigen Fällen steht zu Beginn das Produkt, in anderen Fällen wird wiederum genau nach dem Bedürfnis der potentiellen Käufer recherchiert. Mut zum Risiko ist definitiv in beiden Szenarien nötig, dennoch haben sie spezielle Vor- und Nachteile. 

Der Weg, konkrete und vorhersehbare Nachfragen mit der eigenen Modelinie zu bedienen, stellt grundsätzlich das geringere Risiko dar. Jedoch wird der Markt auch durch die Konkurrenz eingehend analysiert – es kommt also darauf an, zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit dem richtigen Produkt aufzutreten. 

Soll das eigene Design am Markt angeboten werden, ohne eine vorherige Recherche zu absolvieren, ob überhaupt eine Nachfrage besteht, hilft nur das Try-and-Error-Prinzip. Die Richtung kann dabei umso schneller erkannt werden, desto früher ausprobiert wird, ob ein bestimmtes Design bei der Zielgruppe ankommt.

Die strategische Planung

Wesentlich verantwortlich für den späteren Erfolg ist eine präzise und akribische Planung und Ausarbeitung des Konzeptes. Der Businessplan sollte keinesfalls schnell nebenbei geschrieben werden, nur um eine Finanzierung zu erhalten oder bei Wettbewerben teilnehmen zu können.

Jeder angehende Modelabel-Inhaber sollte sich um ein flexibles Planmodell bemühen, in dessen Fokus die Basisidee und das zentrale Konzept steht. Dieses kann durch Ideen von Fachleuten und Investoren natürlich auch noch ergänzt werden. So wird ein professioneller Eindruck erweckt und gezeigt, dass eine Offenheit gegenüber den Bedürfnissen und Vorschlägen anderer besteht. Investments von Dritten werden so wesentlich wahrscheinlicher.

Nicht auf Preise, sondern auf Qualität setzen

Junge Gründer*innen legen besonders viel Wert darauf, aus der breiten Masse hervorzustechen. Deswegen entwerfen sie häufig Mode, die vor allem durch günstigere Preise überzeugt. Allerdings ist ein langfristiger Erfolg kaum gewährleistet, wenn die potentiellen Kunden lediglich über die niedrigen Preise angelockt werden sollen. 

Dadurch, dass es so viele kreative Modelabels auf dem Markt gibt, mag es im ersten Moment zwar verlockend sein, sich über die Preise von diesen abzuheben. Allerdings ist es wesentlich erfolgsversprechender, wenn sich das neue Label durch eigene Ideen, Andersartigkeit und nachhaltigem Handeln von den Wettbewerbern unterscheidet. 

Schließlich geht es nicht darum, irgendwelche Waren auf dem Markt zu verkaufen, sondern durch eine mutige und kreative Idee zu überzeigen. Die Discounter sind darüber hinaus bei ihren Preisen sowie in den meisten Fällen im Vorteil. Bessere Chancen bietet eine einzigartige Positionierung durch persönliche und originelle Ideen, wie zum Beispiel individuell gestaltete Wäscheetiketten zum Einnähen, welche die Käufer jedes Mal aufs Neue überraschen.

 


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