Haarpflege im Herbst

Haarpflege im Herbst: Easy und gepflegt durch die kühlere Jahreszeit

© Foto von Tim Mossholder auf Unsplash

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da. Und er bringt kühlere Temperaturen, Wind und Regen mit sich. Auch für unsere Haare beginnt eine Zeit, in der sie etwas mehr Aufmerksamkeit gebrauchen können. Nach Sonne, Hitze, Chlor- oder Salzwasser im Sommer sind Längen und Spitzen häufig bereits beansprucht. Kommen nun trockene Heizungsluft, feuchtes Herbstwetter und wechselnde Temperaturen hinzu, können die Haare schneller trocken, stumpf oder widerspenstig wirken.

Die gute Nachricht: Mit einigen einfachen Tipps und Anpassungen in der täglichen Haarpflege lassen sich Haare und Kopfhaut gut auf die neue Jahreszeit einstellen.

Warum brauchen die Haare im Herbst eine andere Pflege?

Im Herbst wechseln wir ständig zwischen unterschiedlichen Bedingungen. Draußen treffen Wind, Kälte und teilweise hohe Luftfeuchtigkeit auf das Haar, während drinnen zunehmend trockene Heizungsluft herrscht. Dieser Wechsel kann dazu führen, dass die Haare Feuchtigkeit verlieren und sich rauer oder spröder anfühlen.

Gleichzeitig kann feuchte Luft insbesondere bei welligem oder lockigem Haar Frizz fördern. Bereits strapazierte Längen und Spitzen reagieren häufig besonders empfindlich.

Hinzu kommt ein Phänomen, das viele Menschen im Herbst beobachten: In Bürste oder Dusche scheinen plötzlich mehr Haare zu landen. Ein gewisser saisonaler Anstieg des Haarverlusts kann vorkommen und ist nicht automatisch ein Grund zur Sorge. Hält stärkerer Haarausfall jedoch länger an oder treten weitere Beschwerden auf, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Feuchtigkeit wird jetzt besonders wichtig

Während im Sommer häufig leichte Pflegeprodukte ausreichen, darf die Haarpflege im Herbst etwas intensiver ausfallen. Besonders trockene, colorierte oder durch Hitze beanspruchte Haare profitieren von zusätzlicher Feuchtigkeit und pflegenden Lipiden.

Ein mildes Shampoo bildet eine gute Grundlage. Es sollte Haare und Kopfhaut gründlich reinigen, ohne sie unnötig auszutrocknen. Anschließend kann ein Conditioner helfen, die Haaroberfläche zu glätten und die Kämmbarkeit zu verbessern.

Dabei lohnt es sich, Pflegeprodukte nicht allein nach Marke oder Produktart auszuwählen, sondern nach dem tatsächlichen Zustand des Haares. Bei Schwarzkopf Professional, dessen aktuelle Auswahl unter e-trena.de zu finden ist, ist beispielsweise BC Bonacure Moisture Kick auf feuchtigkeitsarmes Haar ausgerichtet, während Repair Rescue stärker auf geschädigte und strapazierte Längen zielt. Gerade im Herbst kann diese Unterscheidung sinnvoll sein: Trockenes Haar benötigt nicht zwangsläufig dieselbe Pflege wie strukturell geschädigtes Haar.

Wer zu trockenen oder strapazierten Haaren neigt, kann zusätzlich regelmäßig eine Haarmaske oder intensive Kur verwenden. Vor allem die Längen und Spitzen benötigen häufig mehr Pflege als der Ansatz.

Ein Leave-in-Produkt oder wenige Tropfen Haaröl können die Routine ergänzen. Dabei gilt jedoch: Mehr Pflege ist nicht automatisch besser. Feines Haar kann durch sehr reichhaltige Produkte schnell beschwert werden. Die Pflege sollte deshalb immer zum eigenen Haartyp passen.

Auch die Kopfhaut verdient Aufmerksamkeit

Gesundes Haar beginnt bei einer ausgeglichenen Kopfhaut. Gerade während der kühleren Monate kann sie empfindlicher reagieren und beispielsweise spannen, trocken werden oder jucken.

Beim Waschen empfiehlt es sich deshalb, die Kopfhaut nicht unnötig zu reizen. Lauwarmes statt sehr heißem Wasser und ein mildes Shampoo sind eine gute Basis.

Eine sanfte Kopfhautmassage lässt sich ebenfalls unkompliziert in die Routine integrieren. Dafür mit den Fingerkuppen und ohne starken Druck einige Minuten über die Kopfhaut kreisen. Gleichzeitig wird daraus ein kleines Pflegeritual, das sich problemlos mit der Haarwäsche verbinden lässt.

Weniger Hitze, mehr Schonung

Wenn die Haare ohnehin trocken und beansprucht sind, kann häufiges Hitzestyling zur zusätzlichen Belastung werden. Glätteisen, Lockenstab und sehr heißes Föhnen sollten deshalb möglichst bewusst eingesetzt werden.

Wer föhnt, kann eine niedrigere oder mittlere Temperatur wählen und ausreichend Abstand zum Haar halten. Bei der Verwendung heißer Stylinggeräte empfiehlt sich ein geeigneter Hitzeschutz.

Auch direkt nach dem Waschen lohnt sich ein schonender Umgang. Nasses Haar sollte nicht kräftig mit dem Handtuch trocken gerubbelt werden. Besser ist es, überschüssiges Wasser vorsichtig auszudrücken und die Haare anschließend behutsam zu entwirren.

Blondierung im Herbst? Den Haarzustand vorher berücksichtigen

Wer im Herbst zusätzlich eine deutliche Farbveränderung plant, sollte den aktuellen Zustand der Haare besonders berücksichtigen. Das gilt vor allem für Blondierungen und andere Aufhellungsverfahren, denn diese greifen chemisch in die Haarstruktur ein.

Professionelle Produkte aus der Kategorie Aufhellung und Haarbleichmittel, darunter Schwarzkopf Professional BLONDME Premium 9+, Wella Professionals Blondor oder Londa Blondoran, sind daher nicht mit klassischen Pflegeprodukten gleichzusetzen. Sie dienen einer gezielten chemischen Farbveränderung. Bei trockenen, porösen oder bereits stark vorbehandelten Längen ist entsprechend besondere Vorsicht sinnvoll.

Gerade wenn das Haar nach dem Sommer bereits strapaziert ist, sollte nicht nur das gewünschte Farbergebnis im Mittelpunkt stehen. Auch Ausgangszustand, bisherige chemische Behandlungen und anschließende Pflege spielen eine wichtige Rolle. Im Zweifel ist eine professionelle Beurteilung der Haarstruktur vor einer stärkeren Aufhellung sinnvoll.

Frizz bei feuchtem Herbstwetter reduzieren

Regen und hohe Luftfeuchtigkeit können die morgendliche Stylingarbeit innerhalb weniger Minuten zunichtemachen. Vor allem trockenes, poröses, lockiges oder welliges Haar reagiert häufig mit Frizz.

Hier kann eine Kombination aus ausreichender Pflege und schützenden Stylingprodukten helfen. Leave-in-Pflege, Haarseren oder leichte Öle können die Haaroberfläche glätten und dafür sorgen, dass sich das Haar geschmeidiger anfühlt.

Wichtig ist auch hier die richtige Dosierung. Meist genügt bereits eine kleine Menge, die hauptsächlich in Längen und Spitzen verteilt wird.

Vorsicht vor Reibung durch Schal und Kleidung

Ein Faktor wird bei der Herbstpflege gerne vergessen: mechanische Reibung. Schals, Rollkragen, Jacken und Mäntel kommen ständig mit den Haaren in Kontakt. Besonders lange Haare reiben dadurch immer wieder über Stoff und Kragen.

Das kann ohnehin trockene Spitzen zusätzlich beanspruchen und Haarbruch oder Spliss begünstigen. Lange Haare können unterwegs beispielsweise locker zusammengebunden oder geflochten werden. Auch etwas Pflege in den Spitzen kann dabei helfen, sie geschmeidig zu halten.

Sind die Spitzen bereits stark gespalten, können Pflegeprodukte die Schäden optisch kaschieren, bereits entstandenen Spliss aber nicht dauerhaft reparieren. Dann ist ein Spitzenschnitt meist die sinnvollste Lösung.

Haarpflege beginnt auch von innen

Kosmetik allein entscheidet nicht darüber, wie gesund Haare wachsen. Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit den Nährstoffen, die er für zahlreiche Prozesse benötigt – darunter auch die Bildung von Haaren.

Eine ausreichende Eiweißzufuhr spielt dabei eine wichtige Rolle, da Haare überwiegend aus Keratin und damit aus Protein bestehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit beispielsweise Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen, Gemüse, Obst, Milchprodukten, Eiern, Fisch oder anderen Proteinquellen kann zu einer guten Nährstoffversorgung beitragen.

Nahrungsergänzungsmittel sollten dagegen nicht vorsorglich nach dem Motto „viel hilft viel“ eingenommen werden. Bei auffälligem oder länger anhaltendem Haarausfall ist es sinnvoller, mögliche Ursachen und eventuelle Nährstoffmängel medizinisch abklären zu lassen.

Eine einfache Herbst-Routine für die Haare

Eine gute Haarpflege im Herbst muss nicht aus zehn verschiedenen Produkten bestehen. Häufig reichen einige konsequent umgesetzte Schritte:

  1. Haare und Kopfhaut mit einem milden Shampoo reinigen.
  2. Nach der Haarwäsche einen zum Haartyp passenden Conditioner verwenden.
  3. Trockenen oder strapazierten Haaren regelmäßig eine intensivere Kur oder Maske gönnen.
  4. Längen und Spitzen bei Bedarf mit Leave-in-Pflege oder etwas Haaröl schützen.
  5. Hitze beim Föhnen und Stylen reduzieren und bei Bedarf Hitzeschutz verwenden.
  6. Nasses Haar besonders vorsichtig behandeln und unnötige Reibung vermeiden.
  7. Vor intensiven chemischen Behandlungen den Zustand der Haare berücksichtigen.
  8. Auch die Kopfhaut beobachten und sanft pflegen.

Fazit: Im Herbst darf Haarpflege etwas reichhaltiger werden

Mit dem Jahreszeitenwechsel verändern sich auch die Bedürfnisse unserer Haare. Während Wind und feuchte Außenluft Frizz begünstigen können, sorgt trockene Heizungsluft häufig für einen erhöhten Pflegebedarf. Gleichzeitig tragen Reibung durch Kleidung und häufiges Hitzestyling dazu bei, dass vor allem die Spitzen schneller strapaziert wirken.

Statt die komplette Pflegeroutine umzustellen, reichen oft schon kleine Veränderungen: milder reinigen, gezielt Feuchtigkeit zuführen, Hitze reduzieren und Längen sowie Spitzen besser schützen. Entscheidend ist dabei, den tatsächlichen Haarzustand im Blick zu behalten. Feuchtigkeitsarmes, geschädigtes oder chemisch behandeltes Haar stellt jeweils etwas andere Anforderungen an die Pflege.

Wer seine Routine daran anpasst, die Kopfhaut nicht vergisst und bei stärkeren chemischen Behandlungen besonders auf bereits beanspruchte Längen achtet, schafft gute Voraussetzungen für gepflegtes und geschmeidiges Haar durch die gesamte Herbstsaison.


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