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Sportwetten im Trend: Wie das Wettgeschäft die Welt eroberte

© Photo by Vienna Reyes on Unsplash

Aus der heutigen Zeit sind Sportwetten nicht mehr wegzudenken. Ob in der Filiale oder online, Woche für Woche wird weltweit auf die kleinen und großen Sportereignisse gesetzt. In den letzten Jahren stieg die Nachfrage kontinuierlich an, die Zahl der Anbieter erhöhte sich stetig. Doch wie kam es eigentlich zu der Entwicklung? Warum sind heutzutage Sportwetten im Trend? Und was ist die Geschichte dahinter? Alle Infos haben wir.

Die Wette für das nächste Fußballspiel schnell online oder in der Filiale von Tipico an der nächsten Ecke abgeben? Heutzutage eine Frage, die sich einige Wochenende für Wochenende stellen. Doch das war natürlich nicht immer so. Historisch geschah einiges, bevor das Sportgeschäft so strukturiert war, wie wir es inzwischen kennen.

Die Antike: Geburtsstunde der Sportwette

Die Geschichte der Sportwette beginnt lange bevor professioneller Sport überhaupt denkbar war. Bereits bei den Olympischen Spielen der Antike, welche im Übrigen wenig mit der modernen Idee von Pierre de Coubertin zu tun hatte, konnten angesehene Bürger der Peloponnes Geld oder Besitztümer auf Teilnehmer der Wettkämpfe setzen. Dies war ihnen teilweise sogar noch als “Livewette” möglich, nachdem der Wettkampf bereits begonnen hatte. Zeitgleich konnte bei den Römern zudem auf Wagenrennen gewettet werden, in der Hochzeit des Römischen Reiches weitete sich diese Möglichkeit auch auf andere sportliche Ereignisse aus. 

Wiederkehr und Modernisierung der Sportwette

Dennoch geriet die Sportwette im Mittelalter zunächst in Vergessenheit und wurde nur selten ausgeübt. Erst im 18. Jahrhundert erlebte sie ihre Renaissance in England und erste Strukturen wie wir sie in heutiger Zeit kennen, wenn wir auf Bundesliga und Co. wetten, etablierten sich. So wurden beispielsweise Buchmacher gegründet. Schwerpunkt war damals zunächst der Pferdesport, auf den Anfang des 19. Jahrhunderts dann auch in Deutschland und einigen Teilen der Welt gewettet werden konnte.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Fußball zur bedeutendsten Sportart auf den britischen Inseln, wobei dieser im Turn- und Gymnastikstaat des Deutschen Kaiserreiches zunächst einen schweren Stand hatte. Obwohl bereits 1874 an einem Braunschweiger Gymnasium erstmals gespielt, hatte die “Fußlümmelei” kein hohes Ansehen und war auch für Sportwetten hierzulande uninteressant. Erst nach Ende des Ersten Weltkrieges entwickelte sich erneut von Großbritannien ausgehend das Toto-Spielsystem, welches sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg in der frisch gegründeten Bundesrepublik etablierte und bis zur Jahrtausendwende bedeutsam bleiben sollte.

Sportwetten im Trend im 21. Jahrhundert: Privatisierung, Kommerz, Digitalisierung und Sicherheit

In den letzten Jahren entwickelte sich der Wettmarkt in Deutschland dann von überwiegend staatlichen Organisationen hin zur Privatisierung und weckte zahlreiche kommerzielle Unternehmen. Durch die zunehmende Technologie wurde es Kundinnen und Kunden zudem ermöglicht, auch Online auf Bayern München, Alba Berlin, New York Yankees, Seattle Seahawks und Co. zu wetten. So kommt es mittlerweile sogar vor, dass Menschen von Sportwetten und ihrem Geschick leben und ihr Einkommen sichern. Das ist aber immer noch eine Seltenheit.

Ein wichtiger Schritt in Richtung Serio sität war der Glücksspielvertrag im Sommer 2021. Mit eben jenem  Glücksspielstaatsvertrag wurden bundesweit einheitliche Maßstäbe geschaffen, unter welchen Voraussetzungen Wetten angeboten werden dürfen und wie Spielende geschützt werden können. Auf diese Weise kann verantwortungsvoller gewettet und gespielt werden.


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