Skandinavien roadtrip

Mit dem Leihwagen nach Skandinavien: Auf der Suche nach nordischem Design

Wer Hamburg kennt, der weiß, wie der Norden aussieht. Rote Backsteinfassaden, marineblaue Mäntel und schmale Kapitänshäuser. An Alster und Elbe ist es grün, dazwischen ragen sauberes Metall der Hafenanlagen. Wind und Wasser sorgen für eine unverwechselbare Stimmung. Eine Stimmung, die wir als nordisch bezeichnen. Das Design Hamburger Straßen und Gebäude ist tatsächlich in vielen Teilen an die nördlichen Nachbarn angelehnt. Mit dem Leihwagen kann man den Norden am besten entdecken. Dazu braucht es keine große Planung. Man muss nur losfahren. Auf geht’s – auf einen Skandinavien Roadtrip der etwas anderen Art…

Dänemark

Wer von Hamburg startet, folgt der A7 Richtung Norden. Seit dem Ausbau auf drei Spuren ist man bereits in weniger als zwei Stunden in Dänemark. Nach dem Grenzübertritt muss man das Tempo seines Leihwagens reduzieren. In Dänemark gilt auf Autobahnen ein Tempolimit von 130 km/h. Außerdem muss man bei Tag und Nacht mit Licht fahren. Das macht das Fahren sehr angenehm. Durch flaches Land fährt man an gelben Rapsfeldern vorbei, die hier einige Wochen später blühen, als in Deutschland.

Für den ersten Stopp auf unserem Skandinavien Roadtrip und unserer Reise nach skandinavischem Design bietet sich Skagen an. Von Hamburg sind es insgesamt sechs Stunden bis an die Spitze des dänischen Festlandes. In Skagen verbinden sich Nord- und Ostsee. Weite Sandstrände, Dünen und die meisten Sonnenstunden in Dänemark, machen die Reise wert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat eine Gruppe von Malern die Region weltbekannt gemacht. Die Skagen Maler waren eine avantgardistische Gruppe junger Künstler. Sie werden heute als Schnittstelle zwischen dem Naturalismus und Impressionismus angesehen. Damals war ihr selbst erklärtes Ziel, die Umstände wahrhaftig abzubilden. Sie malten die armen Leute bei der Arbeit, wählten satte Farben, die zu den Gesichtern der Menschen passten und nutzten das Licht, das in Skagen so einmalig ist. Heraus kam dabei ein Stil, den wir heute mit dem gesamten Norden verbinden. Ihre Bilder zeigen schlicht gestaltete Szenen. Die Formen sind direkt und robust. Die Figuren strahlen trotz Wind und Kälte, Anmut und Würde aus.

skandinavien Roadtrip

Schweden

Von Frederikshavn kann man bequem mit der Fähre nach Göteborg übersetzen. So vermeidet man den Weg über die teuren Belt-Brücken bei Kopenhagen und Malmö. Göteborgs Hafen erinnert stark an die aufgeräumte Effizienz der Hamburger Anlagen. Im größten Hafen Schwedens kann man entspannt zwischen den großen Containern spazieren gehen oder sich sogar ein U-Boot von innen anschauen. Ansonsten lohnt sich ein Abstecher ins Volvo Museum. Der schwedische Exportschlager ist nach wie vor auch in Deutschland beliebt. Das Auto überzeugt mit Verlässlichkeit und Sicherheit – Werte, auf die man auch in Skandinavien trifft. Ein Blick in die Vergangenheit eröffnet das Stadtviertel Haga. Die Architektur hier ist stellvertretend für viele Bereiche des Landes. Die Häuser sind unten aus Stein und haben einen hölzernen Aufbau. In Haga wurde dieses Prinzip mit großer Kunstfertigkeit verwirklicht. In den 80er Jahren wurde der Stadtteil grundlegend saniert. Jetzt reihen sich dort einzigartige Boutiquen und entspannte Cafés.

Must Do auf eine, Skandinavien Roadtrip: Göteborg! Die Stadt lädt zum Verweilen ein. Seinen Leihwagen kann man hier einfach abgeben und auf Entdeckungstour gehen. Viele Autovermieter haben Zweigstellen in allen Großstädten Europas. Der Abholort muss dabei nicht gleichzeitig der Abgabeort sein. Online gibt es einige gute Seiten, auf denen man Mietwagen vergleichen kann. Klicken Sie hier, um zu dieser Website für Mietwagen zu gelangen. In Göteborg kann man das Auto also abstellen oder einfach noch einmal einsteigen und weiterfahren. Wer auf einen richtigen Skandinavien Roadtrip aus ist, fängt jetzt gerade erst an.

Norwegen

Von Göteborg führt einen die E6 geradewegs nach Oslo. Entlang der schwedischen Westküste ist das Wasser nie fern. Je nördlicher man kommt, desto größer wird alles. Auf der Karte scheint die Entfernung weit, aber in knapp 3 Stunden ist man über die Grenze und dann auch bald in Oslo. Die Stadt bietet viel, aber wer Norwegen richtig erleben will, den treibt es wieder auf die Straße. Im Auto auf Norwegens Straßen wird Freiheit praktisch erfahrbar. Im Hinterland und entlang der Küste fährt man durch riesige Bergmassive, die mal schneebedeckt sind, mal grün und voller Kiefern. Hier ist alles extrem. Im Sommer scheint die Sonne 24 Stunden lang und im Winter geht sie erst gar nicht auf. Menschen trifft man hier kaum. Wenn man Glück hat, kann man bei Dunkelheit sogar das Leuchten der Polarlichter bestaunen. Ein tolles Ziel des Roadtrips durch Skandinavien bietet die Hafenstadt Bergen. Nördlicher geht es in Europa kaum. Bergen ist bekannt für viel Regen und eine starke Künstlerszene. Noch ist die Stadt mehr oder minder ein Geheimtipp. Es gilt: Schnell sein. Und ab ins Auto!

Die 5 Must-See Orte auf einem Skandinavien Roadtrip laut Geo

Auch das Magazin GEO hat sich einmal auf die Reise begeben und die fünf Must-See-Orte aufgelistet, die wir Ihnen nicht

  1. Bergen und Trolltunga, Norwegen – hier erwarten Euch spektakuläre Aussichten, gigantische Panoramen und klare Seen!

  2. Ystad, Schweden – Ein Highlight für alle Krimi-Fans und Anhänger der Romane von Henning Mankell ist das kleine, südschwedische Ystad.

  3. Trollstigen, Norwegen – Eindrucksvoll ist die 106 Kilometer lange sogenannte „Trollleiter” – eine norwegische Landschaftsrouten, die durch großartige Naturgewalten führt.

4. Göteborg, Schweden – Die inoffizielle Hauptstadt von Schweden. Die Stadt ist klein genug, um sie in wenigen Tagen zu erfassen, aber gleichzeitig auch so groß, dass man genug zu erkunden hat.

5. Flåm, Norwegen – Touristisch durchaus stark besiedelt. Und das aus gutem Grund: Das winzige Dörfchen gehört zu den dramatischsten, spektakulärsten Orten, die Norwegen zu bieten hat.


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