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Der Schreibtisch ist seit Monaten staubbedeckt, der Papierkram stapelt sich und überall liegen alte Notizzettel herum? Wenn dir dieses Szenario bekannt vorkommt, hilft dir dieser Beitrag dabei, die Sauberkeit deines Büros künftig besser in den Griff zu bekommen.
Bevor wir uns jedoch praktikable Lösungen ansehen, betrachten wir zunächst die fünf keimreichsten Gegenstände im Büro.
Top 5 Gegenstände mit den meisten Keimen
#1: Der Wasserhahn
Studien zeigen, dass der Wasserhahn zu den am stärksten verunreinigten Gegenständen im Büro zählt – noch vor der Toilette. Der Grund: Nach dem Toilettengang waschen sich zwar alle die Hände, doch der Wasserhahn selbst wird davor mit ungewaschenen Händen berührt.
#2: Die Kaffeemaschine
Auf Platz zwei folgt die heiß geliebte Kaffeemaschine. Da sie täglich von vielen Mitarbeitern genutzt wird, sammeln sich dort besonders viele Keime an. Häufiges Reinigen ist daher unverzichtbar.
#3: Tassen
Ob Kaffee- oder Teetasse – sie gehören zu den größten Keimträgern im Büroalltag. Eine Untersuchung der University of Arizona ergab, dass bei rund 20 Prozent der Tassen trotz heißem Ausspülen deutlich erhöhte Keimwerte vorlagen. Eine gründliche Reinigung mit Spülmittel ist daher Pflicht.
#4: Der Bürokühlschrank
Offene Joghurts, angebrochene Mahlzeiten und vergessene Lebensmittel machen den Kühlschrank zu einem regelrechten Keimherd. Besonders problematisch: Verunreinigungen übertragen sich schnell auf frische Produkte.
#5: Die Toilette
Obwohl viele Mitarbeiter sie aus hygienischen Gründen meiden, sammelt sich auch hier eine hohe Keimbelastung an – insbesondere, wenn die Toilette nicht regelmäßig gereinigt wird. Das sorgt vor allem bei weiblichen Mitarbeitern für Unbehagen.
Saubere Raumluft: Ein oft unterschätzter Hygiene-Faktor
Nicht nur Oberflächen, sondern auch die Luftqualität beeinflusst die Keimbelastung im Büro maßgeblich. Schlechte Luft, Staub und Feuchtigkeit begünstigen die Vermehrung von Bakterien und Schimmelsporen. Eine einfache Maßnahme zur Verbesserung der Luftzirkulation sind Lüftungsgitter die für kontinuierlichen Luftaustausch sorgen.
Noch wirkungsvoller ist eine moderne lüftungsanlage mit wärmerückgewinnung. Sie führt verbrauchte Luft ab, bringt frische Luft hinein und spart gleichzeitig Energie. Dadurch verbessert sich nicht nur die Hygiene, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter – ein klarer Vorteil für die Produktivität.
Umsetzungsmaßnahmen
Um der Keimbelastung effektiv entgegenzuwirken, kommen unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz. Häufig unterscheidet man zwischen:
- technischen Maßnahmen
- organisatorischen Maßnahmen
- personellen Maßnahmen
Technische Maßnahmen
Zu den technischen Maßnahmen gehören das Bereitstellen von Hygieneartikeln wie Seife, Desinfektionsspendern oder speziellen Reinigungstüchern für Monitore. Arbeitgeber sollten zudem regelmäßig über Hygienestandards informieren und mögliche Gefahrenpunkte benennen.
Organisatorische Maßnahmen
Hierzu zählt die klare Regelung, wer welche Reinigungsaufgaben übernimmt – insbesondere in Büros ohne Reinigungsfirma. Regelmäßiges Lüften, vor allem im Winter, reduziert die Keimbelastung erheblich. Auch getrennte Essensräume und größere Abstände zwischen Arbeitsplätzen können zur besseren Hygiene beitragen.
Personelle Maßnahmen
Viele dieser Maßnahmen erinnern an bekannte Schutzregeln aus der Coronazeit: regelmäßiges Händewaschen, nicht ins Gesicht fassen, auf Händeschütteln verzichten und bei Krankheitssymptomen lieber zu Hause bleiben.
Bürohygiene: Fazit
Die regelmäßige Reinigung ist nach wie vor der wichtigste Schritt, um Keime im Büro zu reduzieren. Besonders in kleinen Betrieben ohne professionelle Reinigungsfirma ist ein klarer Reinigungsplan hilfreich. Werden technische, organisatorische und personelle Maßnahmen kombiniert, verbessert sich nicht nur die Raumhygiene – auch die Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter steigt.