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Smartphone Fotografie: 9 verblüffende Tipps für das perfekte Foto

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Wer viel unterwegs ist – ganz egal, ob Business Trip oder Leisure Reise – der knipst auch oftmals viel. Doch dafür extra die Foto-Ausrüstung mitschleppen? Das ist in Zeiten von Smartphones nicht mehr nötig. Tatsächlich kann man mit iPhone & Co. tolle Fotos schießen. Man muss nur ein paar Tipps und Tricks in Sachen Smartphone Fotografie befolgen. Welche das sind, verraten wir.

Keine Frage: Zunächst einmal sollten Sie nicht das älteste aller Smartphones besitzen. Denn früher waren diese noch mit mittelmäßigen Kameras und Linsen ausgestattet. Das ist heute allerdings anders: Es gibt zahlreiche Handys mit einer guten Kamera-Funktion auf dem Markt. Und so eins zu besitzen, ist natürlich die Voraussetzung, damit diese cleveren Tipps und Tricks zum Thema Smartphone Fotografie auch wirklich greifen.

#1: Höchste Bildqualität einstellen

Klingt banal, doch viele wissen gar nicht, dass sie auf ihrem Smartphone verschiedene Bildqualitäten auswählen können. Für echt gute Smartphone Fotografie empfehlen wir immer die höchste Auflösung und die bestmögliche Bildqualität einzustellen, auch das meist mehr Speicherplatz auf dem Gerät verbraucht. Doch es lohnt sich, insbesondere, wenn Sie im Nachhinein die Bilder noch im Photoshop oder einer anderen Software nachbearbeiten wollen. Verkleinern lassen sich die Bilder schließlich auch im Nachhinein noch – beispielsweise, wenn sie diese auf einer Festplatte archivieren wollen.

#2: Linse stets sauber halten

Auch dieser Tipp in Sachen Smartphone Fotografie mag simpel klingen. Doch es ist tatsächlich ein weit verbreitetes Problem. Viele halten die Linse der Smartphone-Kamera nicht sauber. Das verwundert kaum. Anders, als bei einer Foto-Kamera, ist sie nicht mit einem Objektivdeckel geschützt, und somit allen Einflüssen von Außen ausgesetzt: Fettige Fingerkuppen, Staub, Fussel aus der Hosentasche, Feuchtigkeit. Das setzt den Linsen zu. Deswegen ist es sinnvoll, die Kameralinse regelmäßig zu säubern. Am besten nutzen Sie dafür einfach ein sauberes, weiches Brillenputztuch oder ein Mikrofaser-Reinigungstuch. Weniger empfehlenswert ist es, die Linse einfach am T-Shirt abzureiben.

#3: Immer beide Hände nutzen

Ein verwackeltes Bild ist wahrlich das größte Ärgernis von Hobby-Fotograf:innen. Deswegen gilt: Immer (!) mit beiden Händen fotografieren, so, wie Sie auch eine „richtige“ Foto-Kamera halten würden. Also: Smartphone mit beiden Händen festhalten und konzentrieren. Wer mag, setzt auf ein Smartphone Stativ. Dann aber unbedingt darauf achten, dass das Stativ auf einem fest Grund steht.

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#4: Steil (!) von unten fotografieren

Bitte was? Ja, Sie haben richtig gehört. Ein richtig verblüffender Trick der Smartphone Fotografie ist, richtig steil von unten zu fotografieren. Das sorgt für einen dramatischen Effekt, insbesondere, wenn Sie Architektur aber auch Menschen fotografieren. Wichtig ist, dass Sie wirklich richtig tief in die Knie gehen und das Smartphone leicht kippen, um Doppelkinn und unvorteilhafte Winkel zu vermeiden. Bestenfalls drehen Sie Ihr Handy auch noch einmal um, so dass die Linse Richtung Boden zeigt. Das Handy sollte nur maximal 50 Zentimeter über dem Boden sein. Dann fokussieren Sie mit einem Tipp auf den Bildschirm. Die Ergebnisse werden Sie beeindrucken.

#5: Für den Weitwinkel in die Knie gehen

Smartphone-Fotografie kann harte Arbeit sein. Denn auch um den schönen Weitwinkeleffekt, den professionelle Fotograf:innen gerne nutzen, auch mit dem Smartphone hinzubekommen, müssen Sie erneut in die Knie gehen. Um Tiefe in Ihrem Bild herzustellen, ist es sinnvoll, Blumen oder Steine (oder andere unbewegliche, kleinere Dinge), als Motiv im Vordergrund zu wählen. Dahinter erstreckt sich dann ein herrliches Panorama. Wichtig ist es, möglichst na ran an das entsprechende Objekt im Vordergrund zu gehen. Und dafür, naja, müssen Sie wohl oder übel erneut in die Hocke gehen.

#6: Fotografieren statt Schnappschuss

Oft werden Handyfotos beiläufig gemacht – und so entstehen meist nur nette Schnappschüsse. Doch wenn Sie ernsthaft tolle Smartphone Fotos machen möchte, dann bedarf es ein wenig mehr Einsatz. Nicht einfach wild drauf losknipsen, sondern über jedes einzelne Bild ein wenig nachdenken. Fragen Sie sich vorab: Wie soll das Foto am Ende aussehen? Wie kann das Motiv bestenfalls in Szene gesetzt werden und welche Perspektive ist dafür am besten? Und dann nehmen Sie sich bestenfalls Zeit für Ihr Bild. Probieren Sie auch durchaus ein wenig aus.

#7: Setzen Sie auf den Goldene Schnitt

Haben Sie schon einmal vom Goldenen Schnitt gehört? Auch bekannt als „Drittel-Regel“. Sie zählt zum Grundwissen von (Hobby-)Fotograf:innen – und sorgt dafür, dass das Foto toll wird. Teilen Sie dafür das Bild gedanklich in neun gleich große Rechtecke. Bei vielen Smartphones wird einem dieses Raster bequemerweise mittlerweile schon angezeigt. Alternativ gibt es das Raster als Extra-Einstellung auf Ihrem Smartphone.

Versuchen Sie die wichtigsten Elemente Ihres Fotos genau auf diesen Linien und an den Schnittpunkten der Linien zu setzen. Ihre Bilder wirken dann oftmals aufgeräumter und harmonischer, als wenn Sie das Hauptmotiv einfach mittig platzieren. Zugegeben: Die Drittel-Regel bzw. der Goldene Schnitt – das ist kein Allheilmittel für ein perfektes Bild. Es ist aber eine wichtige Grundlage und es lohnt sich, das ganze mal auszuprobieren, wenn e Ihnen sinnvoll erscheint.

#8: Auf den Horizont achten

Er wird beim Fotografieren gerne mal außer Acht gelassen: Die Rede ist vom Horizont.  Achten Sie darauf, dass dieser auf dem Bild imemer gerade verläuft. Denn das macht wirklich einen Unterschied. Wenn Sie jemanden am Strand fotografieren, dann ist es wichtig, dass das Meer gerade verläuft und nicht gekippft wird. Der Hintergrund des Bildes ist immer genauso wichtig, wie das Hauptmotiv selbst.

#9: Nicht blitzen, nicht zoomen

Ein gutes Bild hängt immer von den Lichtverhältnissen ab. Am allerbesten fotografieren Sie also nur dann, wenn das Licht stimmt. Bestenfalls am Tag. Zwar haben Handykameras und auch normale Fotokameras einen eingebauten Blitz. Den sollten Sie aber besser nicht benutzen. Denn der Blitz sorgt meist für eine Überbelichtung und macht die Person vor der Kamera blind. Oder aber es werden die Staubpartikel in der Luft fotografiert. Mit einem tollen Bild hat das nichts zu tun.

Übrigens: Auch vom Zoom sollten Sie lieber die Finger lassen. Denn: Handykameras haben keinen optischen Zoom, sondern einen digitalen. Damit verliert jedes Bild unmittelbar an Qualität. Sie schmälern also das Motiv. Wenn es nötig ist zu zoomen, sollten sie lieber versuchen, wenn möglich näher an das Motiv ranzugehen.

Bildbearbeitung für die Smartphone Fotografie: Unsere Empfehlungen

Haben Sie das perfekte Bild geschossen? Super! Dann geht’s jetzt an die Bildbearbeitung. Dafür müssen Sie sich mittlerweile gar nicht mehr an den Laptop setzen. Denn es gibt tolle Programme, die ganz bequem vom Smartphone aus bedienbar sind. Selbst die vorinstallierten Programme funktionieren oftmals erstaunlich gut. Doch echte Hobby-Fotograf:innen setzen auf eine von diesen drei Bearbeitungs-Apps, um wirklich das Beste aus ihrem Foto rauszuholen:

  • Adobe Lightroom – kostenlos für iPhone und Android
  • PhotoDirector – kostenlos für iPhone und Android
  • Pic Collage – kostenlos für iPhone und Android

Bedarf es noch besonderes Equipment?

Eigentlich reicht das Smartphone aus, um tolle Erinnerungen als Foto zu manifestieren. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann natürlich noch zusätzliches Equipment besorgen, um seine Smartphone Fotografie noch einmal auf das nächste Level zu heben. Dazu kann gehören:

  • Das Stativ: Hier gibt es spezielle Produkte für Smartphones (ähnlich dem Ringlicht – hier ist dann auch noch eine Belichtung mit eingebaut). Mit einem Stativ können Sie meist sichergehen, dass das Bild nicht verwackelt wird.
  • Ein wasserdichtes Unterwasser-Case: So können Sie auch tolle Unterwasser-Shots mit ihrem Handy machen.
  • Ein Fernausläser: Eine tolle Ergänzung, wenn Sie beispielsweise auch sich selbst gerne auf dem Foto sehen möchten. Fernauslöser gibt es nicht nur für „richtige“ Kameras, sondern auch für Smartphones. Gute Fernauslöser reichen bis zu 10 Meter weit und funktionieren zuverlässig über Funk.
  • Eine Powerbank: Die sollte sowieso immer in Ihrem Handgepäck sein. Doch erst Recht, wenn Sie Ihr Smartphone gerne zum Fotografieren nutzen. Zu schade wäre es doch, wenn Sie ein tolles Motiv entdecken und ihr Handy genau in dem Moment den Geist aufgibt. Hier lohnt es sich also, zu investieren.

Smartphone Fotografie: Ein kleines Fazit

Keine Frage: Wer wirklich ernsthaft Fotografie als Kunst begreift, der setzt letztlich doch auf die gute alte Spiegelreflex Kamera oder eine hochwertige Kompaktkamera. Doch wer wiederum glaubt, das Handy sei nur für Schnappschüsse gut, der irrt. Smartphone Fotografie kann tolle Ergebnisse erzielen. Damit Sie Ihre Urlaubsfotos auch gerne lange und oft ansehen. Mit unseren Tipps erst Recht, aber natürlich gilt wie bei den allermeisten Dingen: Übung macht den Meister oder die Meisterin. Am besten, Sie probieren sich einmal selbst aus.

 


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