magic mushrooms

Ein Trip der anderen Art: Magic Mushrooms unter der Lupe

© Foto von Landon Parenteau auf Unsplash

In den vergangenen Jahren haben sich Magic Mushrooms – auch als “Zauberpilze” bekannt – zu einem faszinierenden Trend entwickelt, der sowohl im Alltag als auch in spirituellen Praktiken immer mehr Anhänger findet. Die psychedelischen Pilze versprechen einzigartige Erfahrungen, einen erweiterten Zugang zum eigenen Selbst sowie spirituelle Heilung. 

Doch was sind Magic Mushrooms überhaupt? Woher kommen sie und wie wirken sie auf den menschlichen Körper? In diesem Artikel gehen wir dem sagenumwobenen Halluzinogen auf den Grund und nehmen Magic Mushrooms genau unter die Lupe. 

Was sind Magic Mushrooms und wo kommen sie her? 

Bei Magic Mushrooms handelt es sich um psychoaktive Pilze, die eine Gruppe von psychedelisch wirkenden Substanzen enthalten. Hierzu gehören insbesondere Psilocybin und Psilocin. Diese chemischen Verbindungen sind dafür bekannt, intensive veränderte Bewusstseinszustände – auch bekannt als “Trips” – hervorzurufen. 

Die Verwendung von Psilocybin-haltigen Pilzen reicht bereits Jahrhunderte zurück und wurde in verschiedenen Kulturen insbesondere zu rituellen, spirituellen und heilenden Zwecken eingesetzt. Aufgrund der weitläufigen Verbreitung der psychoaktiven Pilze kann man heutzutage fast überall Magic Mushrooms kaufen

Die Pilze selbst – auch bekannt als “Shrooms”, “Pilos” oder “Paddo” – wachsen in den verschiedensten Regionen der Welt. Hauptsächlich sind sie in feuchten Waldgebieten oder auf Weiden zu finden und wurden erstmals in Mittel- und Lateinamerika entdeckt. Insgesamt soll es weltweit etwa 186 verschiedene Arten von Magic Mushrooms geben, einer von ihnen – der spitzkegelige Kahlkopf – wächst sogar in Deutschland. 

Zauberpilze im Spiritual Retreat – darum sind Magic Mushrooms auf Reisen so beliebt 

Ähnlich wie beim Cannabis-Tourismus ist auch die Einnahme von Pilzen im Ausland sehr beliebt. Die Beliebtheit von Magic Mushrooms auf Reisen, insbesondere in spirituellen Retreats, gründet dabei auf den Erfahrungen und den uralten Methoden von Schamanen und spirituellen Heilern. So berichten zahlreiche Menschen, die psychedelische Pilze in einem kontrollierten Umfeld einnehmen, von veränderten Wahrnehmungen, intensiven Emotionen und einer gesteigerten Empfindung von Verbundenheit mit sich selbst, anderen Menschen und der Natur. 

Spritual Retreats, die die Einnahme von Magic Mushrooms in ihre Programme integrieren, setzen dabei auf die potenzielle Fähigkeit dieser Substanzen, tiefe spirituelle Einsichten zu fördern und das Bewusstsein zu erweitern. So glauben Verfechter der Zauberpilze, dass diese psychedelischen Erfahrungen die Tür zu spirituellem Wachstum, Heilung und einem erweiterten Verständnis des Universums öffnen können. 

Welche Wirkung haben halluzinogene Pilze auf den Körper? 

Die Wirkung von halluzinogenen Pilzen – insbesondere derjenigen, die Psilocybin enthalten – beruht auf der Interaktion der psychoaktiven Substanzen mit den Neurotransmittern im Gehirn, insbesondere dem Serotonin. Nach der Einnahme werden Psilocybin und sein Metabolit Psilocin im Körper schnell abgebaut und beeinflussen die Serotoninrezeptoren, die an der Regulierung von Stimmung, Wahrnehmung und Bewusstsein beteiligt sind.

So soll die Einnahme von Psilocin-haltigen Pilzen unter anderem zu folgenden Sinneseindrücken führen: 

  • intensive Farb- und Kontrastwahrnehmung 
  • Euphorie 
  • erhöhter Antrieb
  • unkontrollierbares Lachen 
  • veränderte Wahrnehmung der Zeit 
  • Schwindel 
  • Appetitlosigkeit und Übelkeit 

Veränderung des Bewusstseinsfilters 

Eine der markantesten Auswirkungen von Magic Mushrooms ist jedoch die Veränderung des Bewusstseinsfilters. Dies bedeutet, dass die Wahrnehmung von Sinneseindrücken und Gedanken auf ungewohnte und oft stark veränderte Weisen erfolgt. Die Grenzen zwischen den Sinnesmodalitäten können stark verschwimmen, wodurch visuelle, auditive und sogar synästhetische Erfahrungen entstehen können. So berichten zahlreiche Verwender von dem Phänomen, bei dem eine Sinneswahrnehmung die Empfindung einer anderen auslöst, wie zum Beispiel das Sehen von Klängen oder das Hören von Farben.

Mögliche Risiken und Nebenwirkungen von Magic Mushrooms 

Obwohl Magic Mushrooms von vielen Menschen als unbedenklich erachtet werden, kann die Einnahme der Zauberpilze auch zu unerwünschten Nebenwirkungen und Risiken führen. Zu den gängigsten Nebenwirkungen gehören dabei folgende: 

  • erweiterte Pupillen 
  • Bluthochdruck 
  • erhöhte Herzfrequenz 
  • schnellere Atmung 
  • hohe Körpertemperatur 
  • Magenschmerzen und Erbrechen 
  • Kopfschmerzen 

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Konsumenten einen “bad Trip” erleiden. So werden durch Magic Mushrooms nicht nur positive Gefühle verstärkt, sondern auch negative Emotionen. Dies kann zur Folge haben, dass durch die Einnahme statt intensiver Euphorie Gefühle wie Angst, Panik oder Paranoia ausgelöst werden. Ist dies der Fall, kann der Magic-Mushroom-Trip sich zu einem wahren Albtraum entwickeln, der unter anderem langfristige Traumataauslösen kann. 

Fazit

Magic Mushrooms – die psychedelischen Pilze sind nicht nur Trend, sondern sollen auch ein Fenster zu veränderten Bewusstseinszuständen bieten. Damit sich der Trip jedoch nicht als Horror-Trip herausstellt, sollte die Einnahme stets verantwortungsbewusst und auf eigene Gefahr erfolgen. Schließlich sind alle bewusstseinsverändernden Substanzen – egal ob pflanzlich oder nicht – mit Nebenwirkungen versehen. 


Vorheriger Artikel Tipps für die erste eigene Wohnung Nächster Artikel Heizkosten senken - mit den richtigen Türen und Fenstern