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Es gelten in Deutschland strenge Regeln, was das Online-Glücksspiel betrifft. Der Grund dafür ist, dass der Staat, Spieler schützen möchte. Gleichzeitig sollten illegale Anbieter ferngehalten werden. Doch was ist nun erlaubt und was nicht? In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über die Gesetze und Richtlinien. Außerdem erfahren Sie wie Lizenzen an iGaming Anbieter gegeben werden. Wir klären zudem über neue Änderungen auf und erläutern, was wirklich erlaubt ist.
Der Glücksspielstaatsvertrag – die rechtliche Basis
Seit Juli 2021 gilt der neue Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021). Er erlaubt erstmals Online-Casinos und Sportwetten bundesweit. Die Auflagen sind jedoch sehr streng und Anbieter müssen sich an diese halten. Wer Glücksspiel in Deutschland anbieten möchte, benötigt eine deutsche Lizenz. Diese wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle vergeben. Ohne Lizenz dürfen keine Glücksspiele angeboten werden. Des Weiteren ist auch die Werbung sehr stark eingeschränkt.
Hauptziele des Vertrags
Der Glücksspielstaatsvertrag verfolgt klare Ziele. Es geht nicht nur um Kontrolle. Es geht hier viel mehr um die Sicherheit der Spieler. Diese sollten maximal geschützt werden. Außerdem sollten Risiken minimiert und illegale Angebote gestoppt werden. Drei zentrale Punkte stehen dabei im Fokus:
· Spielerschutz verbessern
· Spielsucht verhindern
· Schwarzmarkt bekämpfen
Die Regeln gelten für alle 16 Bundesländer. Unterschiede gibt es kaum noch. Trotzdem bleibt vieles komplex und streng reguliert.
Was erlaubt ist – und was nicht
Online-Poker, Spielautomaten und Sportwetten dürfen mit einer Lizenz legal angeboten werden. Live-Casino-Spiele wie Roulette oder Blackjack sind dagegen verboten. Auch progressive Jackpots sind nicht erlaubt. Die Einzahlungslimits gelten für alle Spieler.
Einzahlungsgrenze und Regeln
Spielerinnen und Spieler stoßen ebenfalls auf viele Einschränkungen. Diese betreffen sowohl das Tempo als auch die Höhe der Einsätze. Ziel ist es, das Spielverhalten bewusster zu steuern und Risiken zu reduzieren. So gelten für Spieler zum Beispiel diese Regelungen, wenn es um das Glücksspiel in Deutschland geht:
· max. 1000 € pro Monat
· Werbepausen zwischen Spielen
· kein Auto-Spin erlaubt
· Spielpause nach 5 Minuten
Plattformen wie Spielhallen.com informieren umfassend über legale Anbieter. Auch erhalten Sie hier wichtige Infos über neue Lizenzen und aktuelle Entwicklungen. So behalten Spieler den Überblick. Sie wissen zudem, wo sie legal spielen dürfen.
Die Rolle der GGL – wer kontrolliert den Markt?
Die GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder) ist seit 2023 allein verantwortlich für die Lizenzvergabe. Auch hat sie die Verantwortung über die Marktüberwachung. Sie prüft Anbieter, kontrolliert Werberegeln und geht gegen illegale Seiten vor. Ihr Ziel: einen sicheren und transparenten Glücksspielmarkt schaffen. Auch technische Richtlinien wie Spielpausen oder Einsatzlimits werden von ihr definiert. Wofür die GGL verantwortlich ist:
· Lizenzvergabe
· Marktüberwachung
· Werbung prüfen
· Spieler schützen
· Zahlungen kontrollieren
· Anbieter sperren
· Regeln definieren
· Verstöße ahnden
Möchten Sie sichergehen, welche Anbieter legal Spiele anbieten, dann können Sie direkt auf der GGL-Website nachsehen. Hier ist alles genau aufgelistet und erklärt.
Wie werden die Lizenzen vergeben?
Wer eine Lizenz beantragen will, muss viele Auflagen erfüllen. Dazu gehören technische Prüfungen und auch Bonitätsnachweise. Doch auch die Schutzmaßnahmen gegen Spielsucht müssen vom Anbieter unbedingt beachtet werden. Des Weiteren muss auch das Spielangebot genau geprüft werden. Die Prüfung kann mehrere Monate lange dauern. Ist alles in Ordnung, so wird die Lizenz rausgegeben. Anbieter sollten wissen, dass dieser Prozess nicht nur sehr lange dauert. In den meisten Fällen ist dieser dazu auch noch sehr teuer. Die Voraussetzungen für Anbieter im Überblick:
· Server in Europa
· sichere Zahlungssysteme
· kein Kreditspiel darf angeboten werden
· Datenschutz einhalten
· Spielerlimits umsetzen
· keine Live-Games
· Spielsuchtprävention
· Werberichtlinien beachten
Hat ein Anbieter keine Lizenz, wird dieser blockiert. In vielen Fällen kann es auch zu einer Anzeige kommen. Nutzer sollten immer prüfen, ob ein Portal lizenziert ist.
Werbung im iGaming – viele neue Regeln
Werbung für Glücksspiele ist nur begrenzt erlaubt. TV-Spots sind nur zwischen 21 Uhr und 6 Uhr erlaubt – und auch nur für lizenzierte Anbieter. Influencer oder Social-Media-Kanäle dürfen keine Glücksspielangebote bewerben. Auch Begriffe wie „gratis“ oder „risikolos“ sind verboten. Die GGL prüft regelmäßig, ob sich Anbieter an die Regeln halten.
Online-Werbung ist nur auf genehmigten Seiten möglich. Auch dort gelten strenge Vorgaben. So sollen besonders junge Menschen vor dem Glücksspiel geschützt werden. Verstöße können zur Sperrung führen.
Schutz für Spieler – das OASIS-Sperrsystem
Deutschland hat ein zentrales Sperrsystem namens OASIS. Spieler können sich dort selbst sperren. Sind sie auffällig, werden Sie durch den Anbieter gesperrt. Die Sperre gilt dann für alle legalen Anbieter in Deutschland. Damit soll problematisches Spielverhalten früh erkannt und gestoppt werden.
Spieler müssen sich außerdem mit Ausweis registrieren. So wird das Alter überprüft und das Einzahlungslimit kontrolliert. OASIS ist Pflicht für alle Anbieter mit Lizenz.
Schwarzmarkt und illegale Anbieter
Trotz der neuen Regeln ist der Schwarzmarkt weiter ein Problem. Viele Spieler nutzen Seiten ohne Lizenz, etwa aus Curacao oder Malta. Diese bieten oft höhere Limits, Live-Spiele und Bonusaktionen. Doch verstoßen sie damit gegen deutsches Recht. Die GGL sperrt solche Seiten, wo sie kann. Sie geht gegen Zahlungsanbieter vor.
Viele Spieler weichen dennoch aus. Der Grund: Sie empfinden die legalen Angebote oft als zu eingeschränkt. Hier besteht Nachbesserungsbedarf.