Fokker

Fokker 130: Kommt bald der Neustart?

Kehrt bald die Fokker zurück an den Himmel? Seit über acht Jahren arbeitet Netherlands Aircraft Company an die Wiedereinführung der Fokker – bislang, ohne bemerkenswerten Erfolg. Doch die Fokker 130 soll sauberer, sparsamer und leiser sein, als alles, was die Konkurrenz bisher zu bieten hatte…

Im Jahre 1996 ging Fokker Aircraft Konkurs. Zwei Jahre später kaufte Jaap Rosen Jacobson die Rechte an den Flugzeugmodellen und der Technik aus dem Nachlass des niederländischen Flugzeugbauers. Fortan versucht der Unternehmer unter dem Namen Netherlands Aircraft Company die Fokker wieder zu beleben. Doch bis heute wird der zweistrahlige Klassiker nicht neu aufgelegt.

Und dennoch glaubt man bei Netherlands Aircraft Company an einen Neustart. Das berichtet das Online-Portal aerotelegraph.com. Das jüngste Projekt trägt den Namen Fokker 130. „Sie weist den tiefsten Treibstoffverbauch auf, die tiefsten Betriebskosten, verursacht die tiefsten Emissionen und ist am leisesten“, erklärt Rudi den Hertog, Chefingenieur des Unternehmens im Gespräch mit aerotelegraph.

Fokker 130: Größer, leiser, besser

Die Fokker 130 basiert auf der Fokker 100. Sie wurde nach vorne verlängert, damit sie schwerere und stärkere Triebwerke nutzen kann. Eigentlich war vor zwei Jahren noch eine kleinere Maschine mit dem Namen Fokker 120 NG geplant. „Seither konnten wir den technischen Fortschritt nutzen, um die Nutzlast zu erhöhen und den Kerosinverbrauch pro Sitzplatz gegenüber der Konkurrenz zu verbessern“, erklärt den Hertog gegenüber aerotelegraph.

Zahlreiche Verbesserungen weist nun die Fokker 130 auf, so dass die Maschine mehr Leistung erreicht und mehr Platz für Passagiere bietet. Beispielsweise wurden am Rumpfende des 39 Meter langen Flugzeugs zwei weitere Türen angebracht. Die Fokker 130 soll eine Reisegeschwindigkeit von 975 Stundenkilometern bieten und auf eine Reichweite von 3700 Kilometern kommen.

Für die Fokker 130 bedarf es noch Investoren

Netherlands Aircraft Company setzt auf die Nische von 120 bis 130 Passagieren. Das sei von Anfang an der Plan gewesen, so den Hertog. Unterhalb dieser Grenze gäbe es ein zu großes Angebot, oberhalb dominieren Airbus und Boeing das Feld. „Wir wussten, dass wir mehr leisten müssen als die Konkurrenz“, sagt der Chefingenieur weiter.

Bisher investierte Jacobsen mehrere Millionen Euro in das Projekt der Netherlands Aircraft Company und ihre Fokko 130. Zudem gewährte die niederländische Regierung dem Unternehmen ein Kredit von 20 Millionen Euro. Um jedoch den Produktionsstart garantieren zu können, braucht es noch restliche Milliarden von weiteren Partnern. „Es wird daran gearbeitet“, versichert den Hertog. Derzeit befände man sich auf der Suche nach Investoren.


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