Costa Rica und Panama

Pure Natur versus High City Life: Costa Rica und Panama

Costa Rica und Panama sind Länder, die sich vor allem für westliche Besucher eignen, die einen Einstieg in die lateinamerikanische Welt wagen wollen. Die zentralamerikanischen Republiken heben sich von ihren Nachbarn durch ihre politische Stabilität, höhere Sicherheit und Aufgeschlossenheit gegenüber Touristen hervor. Außerdem ist in beiden Ländern der US-Dollar als offizielle Währung anerkannt, sodass man auch gut den Wert seiner Käufe einschätzen kann. Atlantik und Pazifik liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Unsere Autorin Jessica Pommer war für THE FREQUENT TRAVELLER an diesen paradiesischen Orten unterwegs.

Costa Rica und Panama

 

“Pura Vida” – das pure Leben – ist ein Ausdruck, den man in Costa Rica oft zu hören bekommt. Er wird in der Bedeutung von „alles OK“ bzw. „geht klar“ verwendet. Das pure Leben kann man dort auch in der Natur erleben. Das Land setzt auf nachhaltigen Tourismus. Berühmtester tierischer Bewohner ist das Faultier. Mit scharfem Blick kann man das Säugetier tagsüber als Fellknäuel zwischen hohen Baumwipfeln hängen sehen. Will man es hautnah erleben, sollte man geschützte Refugien wie das Jaguar Rescue Center im Küstenstädtchen Puerto Viejo de Talamanca besuchen. Dort kümmern sich freiwillige Helfer um verletzte oder traumatisierte Tiere, die nach ihrer Genesung wieder in die Freiheit entlassen werden. Einstündige geführte Touren erlauben die nahe Begegnung mit den friedfertigen Säugetieren sowie mit verschiedenen heimischen Affenarten oder den Raubkatzen der Ozelots. Weniger zivilisierte Natur kann man im Cahuita Nationalpark, ebenso in der Nähe von Puerto Viejo, erleben. Beim Wandern auf einem Rundpfad entlang des Atlantikstrands und quer durch den Tropenwald kann man das Bellen der Brüllaffen vernehmen. Mit etwas Glück sieht man dort auch diese laute Affenart und andere Dschungelbewohner wie bunte Krebse, Agutis, Kapuzineraffen, Taranteln oder die wunderschönen riesigen blauen Morphoschmetterlinge. Nach einem Tag in der Natur kann man seine Energiereserven mit hausgemachten süßen Köstlichkeiten im Café „Bread und Chocolate“ im Zentrum von Puerto Viejo auffüllen.

Costa Rica und Panama

Outdooraktivitäten in Costa Rica

Pures Leben spürt man in Costa Rica auch in Form eines Adrenalinkicks bei Outdooraktivitäten. Die Städte La Fortuna am Fuße des aktiven Vulkans Arenal sowie das in 1.800 Metern Höhe gelegene Gebiet Monteverde sind auf Abenteuertourismus ausgerichtet. Mit Hilfe von erfahrenen Guides kann man sich an Wasserfällen abseilen, in Flüssen raften oder in luftigen Höhen über die Wälder ziplinen. Eine bekannte Herausforderung in Monteverde ist das Hinaufklettern auf einen Baum, dessen Stamm vom Parasitenbaum Ficus ausgehöhlt wurde und durch den Ficus eine zweite Schicht gebildet hat, die als natürliche Klettersteige dienen. Entspannung nach einem anstrengenden Tag in La Fortuna bieten die Thermalquellen von Baldi, wo die vom Vulkan aufgeheizten Quellen durch Kaltwasserbecken und einer Bar im Wasserbecken mit kühlen Cocktails ergänzt werden. Die Baldi Hot Springs haben auch abends geöffnet. In Monteverde bietet das Restaurant „Tree House“, das rund um einen hohen Baum konstruiert ist, erstklassige Speisen, Smoothies und Cocktails.

Costa Rica und Panama

Unterwegs in Panama City

Die Weiterreise in das Nachbarland Panama lässt einen wieder mehr Stadtluft schnuppern. Panama City ist eine Flugstunde von Costas Ricas Hauptstadt San Jose entfernt. Mit der beeindruckenden Skyline sieht die Metropole recht westlich aus. Der Panamakanal, der im Besucherzentrum Miraflores besichtigt werden kann, verbindet Pazifik mit Atlantik und verdeutlicht die Brückenfunktion und die globale Bedeutung dieses zentralamerikanischen Landes. In der Altstadt Casco Viejo kontrastieren historische Ruinen von Jesuitenklöstern mit restaurierten Kolonialbauten. Im Casco Viejo gibt es auch ein lebendiges Nachtleben mit zahlreichen Clubs, Rooftopbars und Edelrestaurants. Wer traditionelle panamaische Küche probieren will, ist im „El Trapiche“ im Finanzviertel gut aufgehoben. Wer genug vom Stadtleben hat, kann in den innerstädtischen Regenwald oder in das Landesinnere fliehen, wo eine reiche Flora und Fauna aufwartet.


Autorin:  Jessica Pommer


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