Sonnenschutz macht schön

Sonnenschutz macht schön

© Photo by margot pandone on Unsplash

Unsere Haut nimmt zu viel Sonneneinstrahlung übel. Schlimmstenfalls rächt sie sich Jahrzehnte später mit Hautkrebs. Wie wichtig ein wirksamer Sonnenschutz ist, weiß deshalb inzwischen fast jedes Kind. 
Neben dem Vermeiden des Aufenthalts in der Mittagssonne und dem Tragen schützender Kleidung und einer Kopfbedeckung sollten wir unserer Haut eine Sonnencreme gönnen. Und zwar nicht nur zum Schutz vor Hautkrebs, Sonnenbrand und vorzeitiger Hautalterung. Denn inzwischen hat sich gezeigt, dass Sonnenschutzcremes ein genereller Jungbrunnen für unsere Haut sind. 

Den positiven, verjüngenden Effekt der regelmäßigen Anwendung von Sonnencreme belegt eine Studie: Für die Untersuchung cremten 32 Personen ihre Gesichtshaut ein ganzes Jahr lang täglich mit einer Sonnenschutzcreme mit dem Lichtschutzfaktor 30 ein. Die Versuchsteilnehmer durften während dieser Zeit keine anderen Anti-Falten-Produkte verwenden. Ihre Selbsteinschätzungen stimmen mit dem Urteil der Dermatologen überein. Das Hautbild insgesamt hatte sich nach dem Versuchszeitraum verbessert, Fältchen wie auch Pigmentstörungen waren weniger deutlich sichtbar.

Fazit: Wer konsequent täglich Sonnenschutzcreme aufträgt, dessen Haut sieht nach spätestens einem Jahr jünger aus und fühlt sich besser an. Selbst bereits vorhandene Falten bilden sich zurück, wie auch die Frauenzeitschrift Brigitte begeistert berichtet.

Grund genug, sich etwas intensiver mit dem Thema Sonnenschutz zu beschäftigen. Dabei stellen wir fest: Viele Tagecremes gewährleisten keinen standardmäßigen Sonnenschutz. Also Augen auf beim Kauf der nächsten Tagescreme oder wie die Studienteilnehmer gleich eine Sonnenschutzcreme benutzen. Schauen wir uns deren Wirkungsweise etwas genauer an. Wie funktioniert eine Sonnencreme?
Bei allen Sonnenschutzmitteln sind in die kosmetische Basis (Creme, Emulsion, Lösung etc.) bestimmte Lichtschutzsubstanzen (UV-Filter) eingearbeitet. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Filtern.

Physikalische Filter beruhen auf der Wirkungsweise mineralischer Pigmente (z.B. Zink), weshalb sie auch als mineralische Filter bezeichnet werden. Diese mikrofeinen Mineralien reflektieren die auftreffende UV-Strahlung und schwächen so deren Wirkung auf die Haut ab. Da sie nicht in die Haut eindringen, werden sie besonders gut vertragen und eignen sich selbst für sensible Hauttypen.
Chemische Filter hingegen absorbieren die energiereichen, kurzwelligen UV-Strahlen und wandeln sie in besser verträgliche langwellige (Wärme-)Strahlung um. Damit das gelingt, müssen diese Sonnenschutzpräparate jedoch in die obere Hautschicht eindringen.

Damit die verwendeten UV-Filter möglichst lange wirksam bleiben, werden sie in einigen Sonnenschutzmitteln mithilfe von Liposomen in die oberste Hautschicht transportiert. Ausführliche Informationen zum sogenannten liposomalen Sonnenschutz und seinen Vorteilen sind unter medpex.de nachzulesen.

Die jüngste Generation von Sonnenschutzpräparaten enthält meist eine Kombination verschiedener chemischer Filter, oft ergänzt durch einen physikalischen Filter. Solch ein Breitbandschutz filtert das gesamte Spektrum ultravioletter Strahlung.

Sonnenschutz macht schön

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Wie wirksam ein Sonnenschutzmittel ist, erkennen Verbraucher am Lichtschutzfaktor (LSF) bzw. am sun protection factor (SPF). Wird dieser Faktor mit der Zeit multipliziert, die eine Person entsprechend ihrem Hauttyp ungeschützt der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne Schaden zu nehmen (sogenannte Eigenschutzzeit), ergibt sich die maximale Zeitspanne, die diese Person mit diesem Sonnenschutzmittel in der Sonne verbringen sollte. Fachleute empfehlen, sich am Hauttyp und der Intensität der Sonneneinstrahlung zu orientieren. Je empfindlicher die Haut ist, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor der verwendeten Sonnencreme sein.

Innerhalb der Europäischen Union werden folgende vier Klassen unterschieden: „Basis“ (LSF 6 bis 10), „mittel“ (LSF 15, 20 und 25), „hoch“ (LSF 30 und 50) sowie „sehr hoch“ (LSF > 50). Die Bezeichnung „Sun-Blocker“ wird nicht mehr verwendet, weil sie den Eindruck erweckt, Verbraucher wären mit derartigen Präparaten vollständig geschützt. Doch das ist eine Illusion. Kein einziges Sonnenschutzmittel schützt vollkommen vor den ultravioletten Strahlen.

Die Stiftung Warentest hat unterschiedliche Sonnenschutzmittel getestetund kommt zu dem Schluss: Es ist unerheblich, ob Verbraucher sich für einen teuren oder einen preiswerteren Sonnenschutz entscheiden. Hauptsache sie schützen ihre Haut.

Übrigens: Unsere Übersicht zu Essentials für den Sommerurlaub stellt übrigens auch zwei Sonnenschutzpräparate vor-

Vor noch nicht allzu langer Zeit galten braungebrannte Menschen als gesund und fit. Dieses Klischee wird wohl schon bald der Vergangenheit angehören. Denn mittlerweile wissen viele Menschen um die Risiken ausgedehnter Sonnenbäder ohne entsprechenden Hautschutz.


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