CEO Frank Schübel Interview Berentzen

Berentzen-CEO Frank Schübel im Interview

© Berentzen

Frank Schübel ist Chef des Getränkeunternehmens Berentzen und fliegt regelmäßig quer durch Deutschland. Ein Gespräch über Alkohol, Geschäftsreisen und die Gründung eines neuen Landes.

Herr Schübel, wie stehen die Aktien?
Frank Schübel: Über den Aktienkurs entscheidet der Markt. Das Unternehmen entwickelt sich gut. Wir wachsen in allen strategischen Segmenten, und die Neuorientierung in Richtung gesunder, frischer und natürlicher Segmente zahlt sich aus.

Berentzen ist zuletzt mit einer schrägen Aktion aufgefallen: Sie haben ein Land namens „Echtland“ gegründet …

Es ist weniger schräg, als Sie denken: Die Idee, „Echtland“ zu gründen, bezieht sich u.a. darauf, dass die Menschen heute ein vermehrtes Bedürfnis haben, einfach mal sie selbst zu sein – authentisch und unverstellt. Das passt wunderbar zu Berentzen und zur Herkunft der Marke. (Anm. d. Red.: Der traditionsreiche Berentzen Hof liegt im niedersächsischen Haselünne / Emsland). Denn die Emsländer – wie auch die Echtländer – lassen sich in ihrer Echtheit und Ehrlichkeit nicht verbiegen. Für mich bildet diese Einstellung einen wohltuenden Kontrapunkt zu den Schickimicki-Regeln selbsternannter Hipster und Tonangeber.

Ein ungewöhnlicher Ansatz …

Ja, aber konsequent und zeitgemäß. Der Grund: Mit klassischer TV-Werbung kann man unsere Kernzielgruppe (18-25 Jahre) kaum noch erreichen. Wir haben uns deshalb für den Aufbau einer eigenen Community entschieden. Die neue, spaßorientierte Berentzen-Tonalität lässt sich online besser und glaubwürdiger transportieren. Ein bisschen Mut gehört dazu, doch die Zahlen geben uns Recht.

Themawechsel: Wie häufig pro Woche fliegen Sie? Und welche ist Ihre meistgenutzte Strecke?

Ich fliege 3-4 mal pro Woche. Um ins emsländische Haselünne zu kommen, fliege ich nach Bremen oder Münster-Osnabrück, beides ist gleich weit weg von der ländlichen Idylle. Ansonsten gibt es keinen deutschen oder großen europäischen Flughafen, den ich nicht regelmäßig anfliege.

Ihr Tipp für einen stressfreien Flug?

Ganz klar: Fliegen wie Busfahren ansehen! Ich steige in das Flugzeug, bestelle Wasser und lese drei bis vier Zeitungen. Ob wir starten, fliegen, drehen oder landen merke ich gar nicht.

Haben Sie einen Lieblingsflughafen?

München natürlich, weil es meine Heimat ist und ich jeden Quadratmeter kenne. Ansonsten mag ich Berlin-Tegel wegen der besonders kurzen Wege.

Ihre bevorzugte Airline?

Das ist mir relativ egal, weil ich mich eher nach der Verbindung mit dem effizientesten Reiseweg entscheide. Zugegebenermaßen schätze ich aber die Privilegien beim Check-in und in den Lounges als Lufthansa-Senator.

Welche Reiseziele mögen Sie privat?

Ziele, die man in max. drei Stunden mit dem Auto erreichen kann und zu denen ich mein Fahrrad mitnehmen kann. Hier haben wir einen Familienkonflikt, weil meine Frau und Kinder in den Ferien gerne in die Ferne fliegen wollen, während ich jeden Tag zu Hause genieße und eben mal nicht im Flugzeug sitzen möchte.

Letzte Frage: Stimmt es, dass Sie privat keinen Alkohol trinken?

Alkohol spielte in meinem Leben nie eine große Rolle und ich habe keine dogmatische Haltung. Für eine professionelle Sicht auf das Geschäft ist es allerdings gut, nicht selbst sein bester Kunde zu sein.

Mehr Infos finden Sie auf der Berentzen Facebook-Seite sowie unter der Echtland-Webseite.


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