Geschaeftsreisen im Ausland

Geschäftsreisen im Ausland: Diese Fettnäpfchen sollten Sie vermeiden

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Auf Geschäftsreisen im Ausland warten auf Business Traveller allerlei Fettnäpfchen. Dabei hilft es bereits, Pannen mit internationalen Partnern zu vermeiden, wenn man sich über die Gepflogenheiten im anderen Land vorab informiert hat. Ein Glück lesen Sie THE FREQUENT TRAVELLER. Wir klären über die wichtigsten Punkte für Geschäftsreisen im Ausland auf…

Geschäftsreisen im Ausland: Japan

Wichtig: Niemals in Japan mit ausgestreckter Hand auf den Geschäftspartner zugehen. Stattdessen verbeugt man sich hierzulande. Umarmen, Schulterklopfen, Händeschütteln sind außer bei Trinkgelagen unüblich. Man hält Distanz. Wer in diese Distanzzonen eindringt, löst tiefes Unbehagen aus. Die Visitenkarten werden wiederum mit beiden Händen übergeben. Denn: Eine Hand gilt als nachlässlich. Zudem studiert man die überreichte Karte im Anschluss interessiert. Alles andere wäre unhöflich.

Geschäftsreisen im Ausland: China

Die Essstäbchen werden in China (und im Übrigen auch in Japan) nicht senkrecht in den Reis gesteckt, da dies an eine Opfergabe erinnert. Sollten die Geschäftspartner schmatzen, nehmen Sie es einfach hin und kommentieren sie das Verhalten nicht. Was in Deutschland nämlich als ungehörig angesehen wird, ist in China ein Zeichen dafür, dass es schmeckt. So enthusiastisch die Chinesen beim Essen sein mögen, so zurückhaltend verhält man sich in Gesprächen: Wildes Gestikulieren und nachdrückliches Reden ist hier nicht besonders gerne gesehen.

Geschäftsreisen im Ausland: Indien

Die linke Hand gilt in Indien und auch einigen arabischen Ländern als unrein. Deshalb benutzt man sie hier nicht zum Überreichen von Dingen – auch nicht von der Visitenkarte: Anders als in Japan gibt man die dem Geschäftspartner also nur mit der rechten Hand.

Geschäftsreisen im Ausland: Thailand

Ein selbstbewusstes Auftreten wird in Thailand als unhöflich und arrogant empfunden. Bescheidenheit heißt das Zauberwort. Und sollten Sie auf die Kinder Ihres Geschäftspartners treffen, streicheln Sie bloß nicht kurz über den Kopf zur Begrüßung. Der Kopf gilt als heiligster Körperteil, denn hier sitzt die Seele, und darf deshalb niemals ungefragt berührt werden.

Geschäftsreisen im Ausland: Niederlande

Auch die Niederländer mögen es Bescheiden: Wer mit seiner steilen Karriere oder seinem Auto beeindrucken will, kommt hier nicht besonders gut an. Bringen Sie Ihrem Geschäftspartner wiederum Blumen mit, sollten diese besser in Papier eingewickelt werden. Der Grund hat einen alten Ursprung: Weil in den Niederlanden so viele Blumen wachsen, zeigt das Papier: Ich habe sie nicht einfach auf dem Weg gepflückt, sondern extra gekauft. Und noch ein Tipp: Wenn Sie irgendetwas an den Niederlanden besonders mögen, sagen Sie das Ihren Geschäftspartnern auch. Gerade weil das Land sich gegenüber Deutschland oft so klein fühlt, tut ein Lob von Zeit zu Zeit richtig gut und bessert die Stimmung ganz erheblich auf.

Geschäftsreisen im Ausland: Türkei

Generell finden geschäftliche Termine am Bosporus eher in einer lockeren Atmosphäre statt. Bei der Begrüßung sollten Sie Ihr Gegenüber mit einem Händedruck in Empfang nehmen und dabei Augenkontakt halten. Dennn das wird in der türkischen Kultur als vertrauenswürdig angesehen. Gern gesehene Geschenke in der Türkei sind Gebäck und Süßigkeiten oder auch dekorative Einrichtungsgegenstände. Apropos: Steht beim Geschäftspartner etwa eine schöne Statue im Büro, vermeiden Sie, diese ausschweifend zu loben. Ansonsten könnte sich Ihr Partner dazu verpflichtet fühlen, Ihnen das Teil zu schenken.

Geschäftsreisen im Ausland: Österreich

Die Kollegen im Nachbarland lieben Titel: Wer also geschäftlich unterwegs ist, tut gut daran, bei der Vorstellung nicht nur den Dr. und den Prof. vor dem Namen zu nennen, sondern auch das Diplom und den Magister.

Geschäftsreisen im Ausland: Frankreich

Hier kommt es auf das „Herr“ und „Frau“ an – soll bedeuten: Statt dem Geschäftspartner einfach mit einem „Bonjour“ zu begrüßen, hängt man ein „Bonjour, Monsieur“ oder „Bonjour, Madame“ an. Genauso wie beim „Merci, Madame“.

Geschäftsreisen im Ausland: USA

In den Vereinigten Staaten ist man ohnehin schon direkt beim „you“, auch der Vorname ist schnell gefallen. Das darf der deutsche Business-Partner aber nicht mit einem „Du“-Verhältnis wie in Deutschland verwechseln – so vertraut ist man dann noch nicht automatisch.

Geschäftsreisen im Ausland: Russland

Schenkt man dem russischen Geschäftspartner Blumen, haben sie besser eine gerade Anzahl – in ungerader Zahl bekommt er den Strauß nur, falls man ihm kondolieren möchte.


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