Leasingfirma Aercap lässt Air Berlin fallen

Leasingfirma Aercap lässt Air Berlin fallen

© Air Berlin

12. September 2017 – Am Montag, 11. September 2017, wurde bekannt, dass Air Berlin auch die Karibik-Flüge streicht und sich Schritt für Schritt aus dem Langstreckengeschäft zurück zieht. Grund dafür laut Medienberichten: Die irische Leasingfirma Aercap zieht zehn Airbus A330 so schnell wie möglich von Air Berlin zurück.

Die Reihe an negativen Meldungen bricht bei Air Berlin nicht ab. Die insolvente Fluggesellschaft streicht mehr und mehr diverse Übersee-Flüge, zuletzt die Flüge von Düsseldorf in die Karibik. Laut einem Bericht der Süddetuschen Zeitung liege der Grund für den Langstreckenabbau vornehmlich bei der irischen Leasingfirma Aercap. Diese wolle nämlich von Air Berlin so schnell wie möglich zehn Airbus A330 zurück. Der Grund: Sorge, dass ansonsten das Geld für die gemieteten Flugzeuge verloren geht. Von Seiten Aiercap gab es dazu am Montag noch keine Stellungnahme, berichtet das Branchenportal aeroTELEGRAPH. Air Berlin wiederum verkündet in einer Unternehmensmitteilung, die Reduzierung der Langstreckenflotte im Rahmen des laufenden vorläufigen Insolvenzverfahrens „notwendig“ geworden sei.

Leasingfirma Aercap: Folgt nun der Abzug von Gecas

 

Die Negativ-Meldungen könnten auch weiterhin anhalten. Denn: Die komplette Flotte von Air Berlin ist geleaste. So kooperierte die Fluggesellschaft nicht nur mit Aercap, sondern auch mit weiteren Leasingunternehmen wie Gecas und Avolon. Tun diese es Aercap gleich und leiten sie ähnliche Schritte ein, könnten bald auch Streichungen bei Kurz- und Mittelstrecken zu erwarten sein. Anzeichen für derartige Szenarien gibt es jedoch von Seiten der beiden Leasingfirmen bisher nicht. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wolle Gecas mit Air Berlin gemeinsam durch das Insolvenzverfahren.


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