Air Berlin Übernahme

Air Berlin Übernahme: Lufthansa und Easyjet sind Favoriten

© Air Berlin

22. September 2017 – Es wird spannend in Sachen Air Berlin Übernahme: Bei der gestrigen Sitzung des Gläubigerausschuss am Donnerstag, 21. September 2017 von Air Berlin wurden zwei Favoriten für die Übernahme von Teilen der Fluglinie ausgewählt. Die endgültige Entscheidung wird aber erst kommenden Montag fallen…

Der Gläubigerausschuss habe die vorliegenden Gebote intensiv geprüft, heißt es in einer offiziellen Unternehmensmitteilung der insolventen Fluggesellschaft zum Thema Air Berlin Übernahme. Eine Entscheidung darüber, wer die insolvente deutsche Airline bekommt, teilte die Fluggesellschaft zunächst jedoch nicht mit. Diese solle erst kommenden Montag, 25. September fallen.

Dennoch hat das Gremium eine engere Auswahl aus den Bewerbern getroffen. Mit diesen verbleibenden Bietern wird nun über das kommende Wochenende weiterverhandelt. Bei diesem Bieterkreis handelt es sich um Lufthansa und Easyjet. „Hininsichtlich der sonstigen Teilbereiche der Air-Berlin-Gruppe werden die Verkaufsverhandlungen mit weiteren Bietern fortgesetzt“, heißt es in der Unternehmensmitteilung weiter. Die Detailverhandlungen liefen bis zum 12. Oktober weiter.

Air Berlin Übernahme: Der größte Teil geht an Lufthansa

Sicher ist aber, dass Lufthansa wohl den größten Teil von Air Berlin bekommen wird, berichtet das Branchenportal aeroTELEGRAPH. Der Grund: Die deutsche Fluggesellschaft hat sich bereits durch einen Wet-Lease-Deal 38 Maschinen der angeschlagenen Airline gesichert. „Einige davon gehören inzwischen bereits ihr, andere werden direkt geleast“, berichtet aeroTELEGRAPH weiter. Daran wird sich wohl kaum etwas in Zukunft ändern. Lufthansa wünscht sich darüber hinaus weitere 20 bis 40 Flieger. „Auch eine Minimalzuteilung reicht da schon zum Erhalt des größten Kuchenstücks von Air Berlin“, so der aeroTELEGRAPH.

Air Berlin Übernahme: Was passiert mit Air Berlin Technik?

Die Zukunft von Air Berlin Technik mit ihren 850 Beschäftigten bleibt dagegen länger ungewiss. Dieses Bieterverfahren sei dem für die Fluggesellschaft nachgelagert, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Zuerst müssen die an der ABT interessierten Investoren Klarheit über die Entwicklungen der Airline haben, um sich dann detaillierter mit der ABT beschäftigen und ein passgenaues Angebot abgeben zu können. Erst dann könnten Bewerber konkrete Gebote abgeben. Diese Frist dauert bis zum 6. Oktober. „Die Gespräche mit potenziellen Investoren sind auf positive Resonanz gestoßen“, heißt es von Air Berlin.

 


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