Geld wechseln

Geld wechseln: Alles über den günstigen Währungsumtausch

© Photo by Freddie Collins on Unsplash

Es war nie einfacher, die Welt zu erkunden als heutzutage. Im Internet findet man nützliche Informationen und hilfreiche Geheimtipps zu fast jedem nur erdenklichen Reiseziel – von Besuchermagneten wie New York und Paris bis hin zu abgelegenen Bergdörfern in den Karpaten oder haarsträubenden Wanderwegen im Himalaja. Wenn schon einmal jemand dort war, sind die Chancen groß, dass man im Internet auf Informationen zu den besten Restaurants und Highlights der Region stößt. Hinzu kommt außerdem noch, dass viele Fluggesellschaften ihr Angebot immer weiter ausbauen. Von Berlin kommt man zum Beispiel ganz einfach nach Los Angeles, von Frankfurt nach Singapur, von München nach Tokio und von Düsseldorf nach Bangkok. Qatar Airways hat vor Kurzem sogar Chiang Mai im Norden von Thailand mit ins Programm aufgenommen.

Doch egal ob Business oder Leisure – bei keiner Reiseplanung kommt man darum herum, zumindest einen groben Budgetplan zusammenzustellen. An manchen Ecken kann ganz leicht gespart werden, ohne dass man auf dadurch auf irgendwelche Annehmlichkeiten verzichten muss. Wer zum Beispiel weiß, wie und wann man sein Geld am besten wechselt, der kann unter Umständen viel Geld sparen. Alles, was dafür nötig ist, sind ein bisschen vorausschauende Planung und ein wenig Hintergrundwissen.

Geld wechseln

© Photo by Chris Lawton on Unsplash

Geld wechseln: aber wann?

Die meisten Menschen wechseln vorm Reiseantritt zumindest einen Teil ihres Urlaubsgeldes, um vor Ort kleine Kosten wie Taxifahrten bezahlen zu können. Für Reisende aus Euroländern ist es jedoch oftmals günstiger, Geld am Reiseziel umzutauschen. Beides kann eine Reihe von Vor- und Nachteilen mit sich bringen.

Für das Wechseln im Heimatland spricht zum Beispiel die Tatsache, dass man direkt bei der Ankunft am Ziel bereits unabhängig ist. Man muss nicht erst nach einer Wechselstube suchen, wo Geld möglicherweise nur zu einem ungünstigen Kurs gewechselt werden kann. Wer früh wechselt, der hat von Anfang an Geld für kleine Transaktionen, wie den Flughafentransfer oder eine Tasse Kaffee, die man nicht unbedingt mit einer Kreditkarte begleichen kann.

Wenn man Grund zu der Annahme haben kann, dass der Wechselkurs vorm Antritt der Reise stark sinken wird, lohnt sich ein früher Währungsumtausch ebenfalls. Wichtig ist jedoch, dass man sich genau darüber im Klaren ist, wie viel Geld man mitnehmen kann, ohne die Summe beim Zoll deklarieren zu müssen. Wer zum Beispiel nach Japan reist, der muss sich beim Mitführen von Bargeld und/oder Wertpapieren ab einem Wert von 1 Million Yen beim Zoll anmelden. Genaue Informationen darüber, wie viel Geld bei einer Reise in ein bestimmtes Land mitgeführt werden darf, findet man normalerweise beim Auswärtigen Amt.

Geht man davon aus, dass man viel Geld benötigen wird, kann es sich deshalb lohnen den Großteil der Summe am Zielort zu wechseln. Oftmals bekommt man dort einen vergleichbaren oder sogar noch besseren Kurs als bei der heimischen Bank geboten. Trotzdem ist es sinnvoll, zumindest eine kleine Summe bereits im Voraus umzutauschen, vor allem, wenn man in ein exotisches Land reist, wo nicht unbedingt schnell eine gute Wechselstube zu finden ist. Wer exotische Währungen noch in der Heimat bestellt, der sollte dies mindestens einige Tage vorm Reisebeginn machen. Kleine Bankfilialen haben ausgefallene Währungen meist nicht vorrätig und müssen diese deshalb selbst erst bestellen. Man sollte Währungen dieser Art deshalb relativ früh bestellen, um Stress zu vermeiden. Große Bankfilialen werden gängige Währungen wie Britische Pfund und US-Dollar auf Vorrat haben, dennoch ist es ratsam, auch diese vorher zu bestellen.

Eine praktische Alternative im Ausland ist natürlich das Ziehen von Bargeld mit der Bankkarte. Das kann unter Umständen sogar die kostengünstigste Option sein. Wichtig ist jedoch, dass man sich im Voraus mit seiner Bank in Verbindung setzt, um sicherzustellen, dass die Karte im Zielland auch wirklich funktioniert. Weitere Dinge, die man vorher klären muss: Wo kann man seine Karte im Ausland nutzen? Gibt es ein tägliches Abhebelimit? Muss die Bank über die Reise informiert werden, damit das Konto nicht plötzlich aus Sicherheitsgründen gesperrt wird?

Geld Wechseln

© Photo by rawpixel on Unsplash

Der Devisenmarkt: Ein kurzer Überblick

Am besten hält man den Wechselkurs genau im Auge, um den günstigsten Zeitpunkt abzupassen, sein Geld zu wechseln. Informationen darüber findet man unter anderem auf den Länderseiten der Tourismusverbände. Dafür lohnt es sich, zumindest ein grobes Verständnis vom Devisenmarkt zu haben.

Der Devisenmarkt, auch Forex genannt (Foreign Exchange), ist der größte Finanzmarkt der Welt. Der durchschnittliche Tagesumsatz liegt bei über 4 Billionen US-Dollar. Er ist nicht nur ein beliebter Einstieg in den Handel mit Devisen, auch Finanzinstitute, Zentralbanken und Regierungen nutzen ihn für das Konvertieren von Währungen. Das weltweit am häufigsten gehandelte Währungspaar ist EUR/USD. In diesem Fall ist die erstgenannte Währung (EUR) die Basiswährung, auch primäre Währung genannt, während der USD als Kurs- oder Gegenwährung bezeichnet wird. Der Forex-Markt gibt an, welche Summe einer bestimmten Kurswährung man benötigt, um eine Einheit der primären Währung kaufen zu können.

Dabei unterliegt der Markt ständigen Schwankungen, durch die man entweder Geld gewinnen oder verlieren kann. Wie der Kurs steht, hängt von Angebot und Nachfrage ab. Eben weil Anleger Währungen leicht auf Nachfrage kaufen können, ist der Forex-Markt so beliebt bei Privatpersonen. Die wirtschaftliche Stärke eines Landes ist oftmals ein guter Indikator für den Wechselkurs: Zieht es eine große Zahl ausländischer Anleger in ein Land, steigt dadurch die Nachfrage dieser Währung und folglich auch der Wechselkurs des dort verwendeten Zahlungsmittels.

Wer am Devisenmarkt Geld machen will, der möchte eine Währung, die an Wert zunimmt, für möglichst wenig Geld kaufen. Ist zum Beispiel zu erwarten, dass der Euro dem US-Dollar gegenüber bald an Wert gewinnen wird, kauft man Euro und verkauft Dollar. In Fachkreisen spricht man davon, in einem solchen Fall eine “Long-Position” einzugehen. Eine “Short-Position” ginge man ein, wenn man davon ausgeht, dass der Euro an Wert verlieren wird, und man deshalb seine Euro verkauft und stattdessen Dollar einkauft. Genau das gleiche Prinzip kann man sich auch beim Umtauschen von Währungen für eine Reise zunutze machen, um das meiste aus seinem Geld zu holen.

Wo und wann man sein Reisegeld am besten umtauscht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie viel Geld wird benötigt? Wohin soll die Reise gehen? Wie weit kommt man im Zielland mit der eigenen Bankkarte? Wie sieht der Wechselkurs aus? Berücksichtigt man die wichtigsten Faktoren, ist es durchaus möglich, beim Geldwechsel viel Geld zu sparen.


Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel enthält werbliche Verlinkungen.


Vorheriger Artikel Crowdinvesting: Chancen, Risiken und Online-Portale Nächster Artikel Unternehmensgründung: Die wichtigste Punkte